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Core i7-8000 soll 15 Prozent schneller sein als Core i7-7000

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intel3Wie zu Jahresbegin üblich hat Intel in einem Investoren-Meeting seine Pläne für das aktuelle Jahr und darüber hinaus veröffentlicht. Neben dem CEO Brian Krzanich präsentierten dabei auch leitende Manager wie Diane Bryant und Murthy Renduchintala die aktuellen Entwicklungen in der System Architecture bzw. Data Server Group. In diesen Bereich sieht Intel den Fokus für das aktuelle Jahr.

Zunächst einmal betont Intel, wie alle in diesem Bereich beteiligten Unternehmen, den wachsenden Bedarf an Rechenleistung und die Verarbeitung immer größerer Datenmengen. Im Jahre 2020 soll jeder Nutzer 1,5 GB an Traffic und Daten im Internet erzeugen. Inzwischen habe man auch den Bedarf nach speziellen Beschleunigern erkannt, denn als NVIDIA im Juni 2010 die ersten GPU-Beschleuniger vorstellte, konnte durch das Unternehmen bis im November 2012 ein Marktanteil von 35 % gewonnen werden. Zum damaligen Zeitpunkt stellte Intel die ersten Xeon-Phi-Beschleuniger vor. Im November 2016 teilten sich Intel und NVIDIA einen gemeinsamen Marktanteil von 36 % zu Anteilen von 16 % für NVIDIA und 20 Prozent für Intel auf.

Diese Strategie soll in den kommenden Jahre weiter fortgesetzt werden und 2017 wird ein Jahr mit zahlreichen Neuankündigungen in diesem Bereich. Broadwell-Prozessoren und Arria-10-FPGAs spielen für das Inferencing von Deep-Learning-Netzwerken eine wichtige Rolle. Xeon-Prozessoren mit Skylake-Architektur bieten einen günstigen Einstieg in diesem Segment. Xeon Phi soll mit Knights Mill in diesem Jahr eine neue Beschleunigung erreichen und Lake Crest wird als spezieller SoC in diesem Jahr für das Training solcher Netzwerke durch HBM2 beschleunigt.

In einer solchen Präsentation spielt auch Moores Law eine wichtige Rolle, denn um das Gesetzt, dass eine Verdopplung der Anzahl der Transistoren alle 24 Monate voraussagt, wird immer wieder gestritten. Wann hat Moores Law ein Ende oder haben es Hersteller wie Intel schon lange erreicht? Intel hat für sich den Anspruch hinsichtlich der Fertigungstechnologien führend zu sein, entsprechend hält man auch weiterhin am Moores Law fest. Mit der Fertigung in 10 nm sieht man sich drei Jahre vor der Konkurrenz.

Durch die immer größere Anzahl an Transistoren auf gleicher Fläche kompensiert Intel auch die steigenden Kosten pro Wafer. Diesen Ausblick kann Intel nun für die 14- und 10-nm-Fertigung machen, ob dies aber auch für die weitere Zukunft in 7 nm gilt, wird sich noch herausstellen müssen. Erst heute hat Intel angekündigt, dass man die Fab 42 von vormals geplanten 14 nm auf die Fertigung in 7 nm umrüsten wird. Dazu investiert man 7 Milliarden US-Dollar in die bisher wegen Überkapazität stillgelegte Fab.

Moores Law soll auch für den aktuellen 14-nm-Prozess aber noch Bestand haben und dies gilt auch und vor allem für die nächste Core-i7-Generation. Intel verspricht, dass die Core-i7-8000-Prozessoren um 15 % schneller sein sollen, als die aktuelle Core-i7-7000-Generation. Ein mutiges Versprechen, zumal sich Intel normalerweise nicht zu einer solchen Aussage hinreißen lässt. Die baldige Verfügbarkeit der RYZEN-Prozessoren dürfte dabei wohl eine Rolle spielen.