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Intels 2.5GbE-Controller hat einen Fehler – Neuauflage mit Rocket Lake-S in 2H 2020

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ubiquiti-rj45Intel scheint ein Problem mit seinem Ethernet-Controller I225 zu haben. Der Ende 2019 eingeführte Controller bietet die Unterstützung von 2.5GbE, welches als Update von Gigabit-Ethernet mehr und mehr im Endkundenbereich zu finden ist. Auch 5GbE und 10GbE findet mehr und mehr Verwendung, aber zunächst einmal steht das Mainstream-Segment auf dem Plan.

Der Ethernet-Controller I225 (Codename Foxville) soll unter anderem auf einer Vielzahl der kommenden LGA1200-Mainboards für die Comet-Lake-S-Prozessoren zum Einsatz kommen. Doch offenbar gibt es Probleme, denn es gibt eine unregelmäßige sogenannte Interpacket Gap (IGP) im Zusammenspiel mit dem IEEE 2.5 BASE-T-Standard. Bei der Interpacket Gap handelt es sich um den minimalen zeitlichen Abstand zwischen zwei gesendeten Paketen. Beim Senden von Ethernet-Paketen beträgt diese grundsätzlich 96 Bitzeiten, beim Empfangen gibt es ja nach Geschwindigkeit unterschiedliche Wartezeiten. Für ein Gigabit-Ethernet beträgt sie minimal 64 Bitzeiten (8 Bytes), für ein 2.5GbE, 5GbE oder 10GbE beträgt sie minimal 40 Bitzeiten (5 Bytes).

Bei Tests mit Netzwerkhardware scheint Intel nun aufgefallen zu sein, dass es einen Paket Loss, also einen Verlust von Datenpaketen gibt, was die Datenrate um 1 bis 10 MBit/s reduziert. Der Paket Loss hält sich also rein numerisch betrachtet noch in Grenzen, allerdings ist dieser sicherlich keinesfalls erwünscht.

Derzeit kann Intel den Fehler nur im Zusammenspiel mit Switches von Aquantia, Juniper und Netgear feststellen. Nicht betroffen sind offenbar Router/Switches von Aruba, Buffalo, Cisco und Huawei.

Derzeit sieht Intel zur Fehlerbeseitigung vor, den Netzwerklink manuell auf 1 GBit/s zu setzen. Dann aber ist die Datenrate natürlich auch erheblich geringer, wenngleich der Paket Loss ausbleibt. Eine Ad-Hoc-Verbindung zwischen zwei I225-Controllern funktioniert mit 2.5GbE, wenn die Interpacket Gap manuell auf 15 statt 12 Bytes gesetzt wird. In der Praxis sollte dieser Fall aber keinerlei Rolle spielen.

Hardware-Fix für Rocket Lake-S in der 2. Jahreshälfte 2020

Intel wird den Fehler nur durch einen Hardware-Fix beseitigen können. Dieser soll zusammen mit der Produktion der Rocket-Lake-S-Prozessoren in der zweiten Jahreshälfte 2020 zur Verfügung stehen. Dies gibt uns auch einen Zeitraum für die Vorstellung der übernächsten Desktop-Prozessoren. Diese sollten der aktuellen Informationslage nach 2021 auf den Markt kommen. Wenn Intel mit der Produktion in der zweiten Jahreshälfte 2020 beginnt, ist eine Markteinführung Anfang 2021 mehr als wahrscheinlich.

Die Rocket-Lake-S-Prozessoren werden unter anderem die Unterstützung von PCI-Express 4.0 bieten und mit einer integrierten GPU auf Basis der Xe-Architektur ausgestattet sein. Die Fertigung wird weiterhin in 14 nm stattfinden. Die LGA1200-Mainboards sollen auch zu Rocket Lake-S kompatibel sein. Alle bisher bekannten Informationen zu Rocket Lake-S findet ihr bei uns.

Update: Ethernet Controller I225 v2 bereits in Produktion

Einige Mainboardhersteller haben uns aufgrund der Berichterstattung kontaktiert und weisen daraufhin, dass alle neuen Mainboards mit dem I225 v2 bestückt sein werden. Bei diesem wurde der Fehler bereits behoben. Intel hat dazu ein PDF veröffentlicht, welches weitere Informationen enthält. Wer also die Anschaffung eines LGA1200-Mainboards mit Z490-Chipsatz plant, muss sich dazu keinerlei weitere Gedanken machen.

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