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Günstige Switches für 2.5GbE-, 5GbE- oder 10GbE-Ethernet

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Hat sich ein Ethernet mit 1 GBit/s im privaten Umfeld inzwischen etabliert, arbeiten die Hersteller bereits daran, auch die schnelleren Standards immer erschwinglicher zu machen. ASUS bietet beispielsweise 10GBase-T-Adapter für Mainboards an, außerdem hat man mit dem XG-U2008 einen Switch im Angebot, der 2x 10GBase-T und 8x 1GBase-T für gerade einmal 249 US-Dollar bietet. Netgear wiederum hat mit dem WAC70 einen WLAN-Access-Point vorgestellt, der per 2.5GbE und PoE versorgt wird.

Um dem Standard IEEE 802.3bz für eine größere Verbreitung zu verhelfen und sicherlich auch um eigenes Netzwerk-Equipment abzusetzen hat Netgar nun eine ganze Reihe neuer Switches vorgestellt, welche die verschiedenen NBase-T-Standards kombinieren und dazu auch noch vergleichsweise erschwinglich sind.

Im Gegensatz zu 10GbE sind die etwas langsameren Standard 2.5GbE und 5GbE in der Lage über Kupferkabel auch noch über weitere Strecken übertragen zu werden. Dort, wo bereits Ethernetkabel nach aktuellem Standard (Cat7) verlegt wird, können diese schnellen Standards auch ohne Wechsel auf Glasfaser angewendet werden. Erst wenn es darum geht 10GbE und mehr über längere Stecken (100 m und mehr) zu übertragen, wird der Einsatz von Glasfaser zur Pflicht. Kabel nach Cat6 ermöglicht die Verwendung von 10GbE über eine Distanz von 55 m.

Die nun von Netgear vorgestellten Switches sind für die Verwendung der NBase-T-Standards mit einem Multigigabit ausgestattet. Das heißt die Ports beherrschen sowohl 2.5GbE-, 5GbE- oder 10GbE-Ethernet – je nach Modell bieten sie aber nur eine gewisse Anzahl, Geschwindigkeit und Kombinationsmöglichkeiten dieser Ports. Der XS505M bietet auf allen fünf Ports Multigigabit. Der GS110MX und GS110EMX haben zwei dieser Ports und und acht mit dem langsameren Gigabit-Standard. Zweiter kommt dabei als Managed-Switch auch mit einem Webinterface daher und lässt sich entsprechend konfigurieren. Diese drei Modelle bieten sich für kleinere Netzwerke sowie Unterverteilungen an.

In größeren Netzwerken dient der MS510TX als Hauptswitch oder Core Router. Er bietet acht Ports mit bis zu 5GbE-Ethernet, zwei weitere für 10GbE-Ethernet und einen Schacht für ein SFP+-Modul.

Mit dieser neuen Serie an Switches will Netgear den Einstieg in Netzwerke mit einem Gigabit und mehr vereinfachen und die Preise weiter nach unten drücken. Die angesprochenen Router sind teilweise bereits zu Preisen zwischen 250 und 700 Euro im Handel.

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Kommentare (12)

#3
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Wir hatten einen blöden Fehler in der Überschrift, darauf bezog sich sein Post.
#4
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Man sollte aber auch mal den Buffalo BS-MP2008 auf den Schirm haben. Den gibt es schon länger und preislich ist der durchaus konkurrenzfähig (<450 Euro). Zumal 8 10GBase-T-Ports statt nur 2 bzw. 4...
#5
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Beiträge: 12423
Zitat smoothwater;25876099
Man sollte aber auch mal den Buffalo BS-MP2008 auf den Schirm haben. Den gibt es schon länger und preislich ist der durchaus konkurrenzfähig (<450 Euro). Zumal 8 10GBase-T-Ports statt nur 2 bzw. 4...

Der klingt allerdings noch weniger sinnvoll für den Privathaushalt ;)
#6
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Beiträge: 11718
Naja, 2 10gig Ports am Switch sind für den Privaten Haushalt auch irgendwie unnütz. Da mache ich lieber Dual NIC und mach ne direkte 10Gig Verbindung für die beiden 10Gig NICs.
#7
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Beiträge: 2018
Eben. Privat hat man nicht so viele parallele Zugriffe, dass sich ein Switch mit 1x 10GBase-T für den Server bezahlt machen würde und nur einen PC schnell an den Server anzubinden, macht auch kaum Sinn. Da fährt man mit Teaming besser und billiger, denn wer hat privat schon höhere Datenraten als 2 GBit/s bei den typischen Festplattenkonstellationen. SSDs oder soviele Platten im Verbund, dass die Datenraten darüber steigen, sind verglichen mit dem üblichen 500 Euro-Switch auch nicht mehr so teuer...
#8
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Registriert seit: 22.09.2007

Admiral
Beiträge: 20705
Leider noch zu Teuer, denn wenn, bräuchte ich schon einen 24 Port als Ersatz dafür:
[ATTACH=CONFIG]414747[/ATTACH]

Und das geht mir dann, für den aktuell noch zu geringen Nutzen, zu sehr ins Geld ;)

Und ja, das ist mein privater Keller mit meinem Haus, und da ist kein "Home-Automation" oder sowas dran, das sind nur Netzwerkdosen für PCs.
#9
Registriert seit: 02.06.2015

Gefreiter
Beiträge: 33
Zitat smoothwater;25881237
Da fährt man mit Teaming besser und billiger...


Mal versucht unter Windows 10 Teaming ans Laufen zu bekommen? Unter Server 2016 kein Problem, aber unter Win10?
Teaming klingt zwar immer toll, aber ganz so einfach ist das am Ende alles immer nicht wie man sich das denkt. :cool:

Zitat smoothwater;25881237
SSDs oder soviele Platten im Verbund, dass die Datenraten darüber steigen, sind verglichen mit dem üblichen 500 Euro-Switch auch nicht mehr so teuer...


Das Argument verstehe ich nicht. Wenn der Switch z.B. 300€ mehr kostet, dann muss ich 300€ mehr dafür ausgeben, unabhängig davon was die restliche Hardware gekostet hat. Wenn ich die sparen kann durch ein anderes Modell, hab ich am Ende logischer Weise 300€ mehr in der Tasche. Das lässt sich so nicht relativieren. :stupid:
#10
Registriert seit: 17.06.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1690
Grundsätzlich soll Teaming auch zwischen zwei Windows 10 Systemen funktionieren.

Die praktischen Erfahrungen sind allerdings durchwachsen . Bei manchen geht's auf Anhieb, andere bekommen es nicht zum Laufen. Siehe hier, praktische Erfahrungen ab Seite 2:

Frage zu SMB Multichannel mit LAN/WLAN bei Win10

Wobei der praktische Nutzen überschaubar ist. Um auch nur eine SATA SSD mit 500 MB/s übers Netzwerk ausnutzen zu können, müsste man schon mindestens 5 Leitungen (GbE) zum Switch ziehen und 5 weitere zum zweiten System. Am Switch wären dann schon zehn Ports belegt. Vom Aufwand für die Kabelverlegung reden wir noch gar nicht.
Da gibt man gerne ein paar hundert Euro für 10GbE Switch und NICs aus.
#11
Registriert seit: 02.06.2015

Gefreiter
Beiträge: 33
SMB Multi-Channel hat nichts mit Teaming zu tun. Ich glaube du verwechselst da was.
Beim SMB Multi-Channel hat man mehrere Netzwerkadapter mit jeweils einer eigenen IP-Adresse im Windows 10 Rechner. Wenn Windows erkennt, dass es mehr als eine Route zum Ziel-Host gibt und der Ziel-Host ebenfalls SMB-Multi-Channel unterstützt schickt er die Datenpakete verteilt über beide Interfaces. Das habe ich bei mir über zwei 10GigE Leitungen schonmal getestet, ich komme da so auf ~1.5-1.8 GB/s, aber wie gesagt müssen dazu beide Rechner Windows 10 haben.

Beim Teaming fasst man zwei oder mehr Netzwerkadapter zusammen um über einen Link (mit einer IP-Adresse) die Daten übertragen zu können. Das hat den Vorteil, dass es auch bei allen anderen Dingen außer SMB funktioniert. Aber wie gesagt, in Windows 10 derzeit nicht nutzbar. Im ersten Windows 10 Build konnte man sogar noch Teams erstellen, aber funktioniert hatte das damals nicht, es wurde nur ein Adapter benutzt. In neueren Windows 10 Builds hat Microsoft das komplett ausgeschaltet, der dafür nötige PowerShell Befehl zum Erstellen gibt einen Fehler zurück und die Netzwerk-Tools der Netzwerkkarten-Hersteller haben unter Windows 10 die Unterstützung ebenfalls deaktiviert. Funktioniert nur noch mit Server 2016.

Du kannst ja mal hier lesen: Nic Teaming broken in build 10586


Es gibt aber vielleicht noch Hoffnung: In einer der letzten Versionen kann man zumindest für Broadcom Karten mit dem Hersteller-Tool das Teaming unter Windows 10 wieder konfigurieren. Leider ist es als Team dann langsamer als eine einzelne Leitung ohne Team und braucht auch noch mehr CPU-Last (~800MB/s). Vielleicht tut sich da aber nochmal wieder was.

Edit: Mit dem letzten Treiber-Release der Intel Netzwerktreiber unter Windows 10 Build 1709 (FCU) soll man wohl angeblich Teaming wieder aktivieren können und es gibt anscheinend auch Leute die das zum Laufen gebracht haben, problemlos scheint es allerdings noch nicht bei jedem zu funktionieren: I211/I217-V Windows 10 LACP teaming fails |Intel Communities
Ich habs aber selbst noch nicht ausprobiert.
#12
Registriert seit: 17.06.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1690
Danke für die ausführliche Beschreibung, ist interessant. Der Unterschied war mir tatsächlich nicht klar.
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