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150, 300, 450 und 600 W: Neuer PCIe-Gen5-Stecker agiert in vier Modi bis 55 A

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12vhpwrMit dem heutigen Tag sind weitere Details zum kommenden PCIe-Gen5-Stromstecker ans Tageslicht gerückt, der Teil von Intels ATX-3.0-Spezifikation ist und erstmals mit NVIDIAs RTX-4000- und AMDs RX-7000-Grafikkarten sein Debüt feiern dürfte. Dabei kann der Stecker dank der vier Sensor-Pins in vier Power-Modi arbeiten: 150 W, 300 W, 450 W und 600 W.

NVIDIA hat mit dem MicroFit-Stecker bei den RTX-3000-FE-Grafikkarten den Anfang gemacht und für kommende Grafikkarten wird es einen einheitlichen Standard geben, der von Intel kommt. Dabei ist der große Vorteil, dass nicht wie bisher mehrere PCIe-Stecker benötigt werden, sondern nur ein einziger für die Einsteiger- bis High-End-Grafikkarten. Der "12VHPWR"-Stecker bietet für die Stromversorgung selbst 12 Pins, hinzu kommen aber auch noch vier Sensor-Pins (Sideband-Pins), die eine wichtige Rolle spielen. Die beiden Sense-Pins (S3 und S4) an der Grafikkarte übermitteln dem Netzteil, wieviel Energie die Grafikkarte benötigt beziehungsweise bekommen soll.

Je nachdem, ob die Sense-Pins an der Grafikkarte offen und/oder gegroundet sind, entscheidet darüber, ob die Grafikkarte mit bis zu 150 W, 300 W, 450 W oder gar bis 600 W versorgt wird. Dies sind jedoch die jeweiligen Maximalwerte. Als Initial-Werte werden hingegen 100 W, 150 W, 225 W und 375 W genannt. Kann die Grafikkarte diese Signale nicht übermitteln, wird mit der kleinsten Stufe der Safe-Mode aktiviert. Im Höchstfall geht es also bis auf satte 600 W alleine für die GPU hinauf, die dann das Netzteil allerdings auch stemmen können und entsprechend dimensioniert sein muss.

Intels Folien nennen dabei eine Stromstärke bis 55 A für den 12VHPWR-Stecker. Zum Vergleich: Der 6-Pin-PCIe-Stecker ist bis 6,75 A und der 8-Pin-PCIe-Stecker bis 13,5 A ausgelegt. Und selbst bei drei 8-Pin-Steckern sind es "nur" 40,5 A im Höchstfall. Pro Pin sind es beim neuen Stecker somit beachtliche 9,2 A, die mit dem aktivierten 600-W-Modus durchfließen. Die +12V-Spannung bleibt bei den Toleranzwerten bis fünf % nach oben und acht % nach unten unverändert.

Die noch immer nicht veröffentlichte GeForce RTX 3090 Ti sollte eigentlich die erste Grafikkarte mit dem neuen PCIe-Gen5-Stecker werden. In jedem Fall werden die kommenden RTX-4000- (Ada) von NVIDIA und die RX-7000-Serie von AMD diesen neuen Anschluss mitbringen. Ferner ist dann auch der Einsatz der neuen Netzteile nach dem ATX-3.0-Standard zu empfehlen, wobei Gigabyte bereits mitgeteilt hat, dass drei 8-Pin-PCIe-Stecker inkl. Adapter PCIe-Gen5-konform sind.