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Bereits auf der CES 2024 vor zwei Jahren stellte NVIDIA eine Erweiterung der G-Sync-Technik vor. G-Sync Pulsar richtet sich vor allem an kompetitive Spieler, die jeden Pixel so schnell wie möglich und so klar wie möglich erkennen wollen. Nun sollen die ersten Monitore mit G-Sync Pulsar final erscheinen.
Aber nicht nur für G-Sync Pulsar fällt heute der Startschuss, auch wird G-Sync um die Ambient Adaptive Technology erweitert. Es bleibt aber bei der grundsätzlichen Zielvorgabe, das ultimative Gaming-Display anbieten zu können. Dies beinhaltet eine Bildschirmdiagonale von 27 Zoll, eine Auflösung von 1440p sowie eine Bildwiederholungsrate von mindestens 360 Hz.
Etwas Vorgeschichte zu G-Sync Pulsar: NVIDIA präsentierte im Frühjahr 2023 zusammen mit verschiedenen Monitorherstellern die Technologie G-Sync Ultra Low Motion Blur 2. Das Prinzip von ULMB 2 funktioniert nach einem einfachen Konzept: Die Hintergrundbeleuchtung wird abgeschaltet, während die Pixel ihren Zustand wechseln, und erst wieder aktiviert, sobald der Übergang abgeschlossen ist. Dadurch leuchtet die Rücklicht-Einheit ausschließlich dann, wenn die Pixel in einem stabilen Zustand verharren und keine Veränderungen mehr stattfinden.
Ein wesentlicher Nachteil von ULMB 2 besteht darin, dass die Technologie ausschließlich mit starren Bildwiederholraten kompatibel ist. Die zentrale Stärke von G-Sync liegt jedoch darin, dass die Bildwiederholrate zwischen Monitor und Grafikkarte kontinuierlich synchronisiert wird und damit flexibel arbeitet. An dieser Stelle setzt G-Sync Pulsar an und adressiert genau diese Problematik. G-Sync Pulsar stellt eine Weiterentwicklung von ULMB 2 dar, die variable Bildwiederholraten unterstützt.
Monitore mit G-Sync sollen zukünftig um einen Umgebungslichtsensor ergänzt werden. Dieser erkennt die Helligkeit sowie Farbtemperatur und passt die Darstellung des Monitors darauf an.
Zur CES kündigen einige Hersteller neue Gaming-Displays an, welche G-Sync Pulsar unterstützen. Ob dies dann auch die G-Sync Ambient Adaptive Technology beinhaltet, ist nicht bekannt.
- Acer Predator XB273U F5
- AOC Agon Pro AG276QSG2
- ASUS ROG Strix Pulsar XG27AQNGV
- MSI MPG 272QRF X36
Diese Modelle sollen ab dem 7. Januar ab Preisen von 599 US-Dollar erhältlich sein.
Update: Pulsar erneut angekündigt und erläutert
Auch wenn G-Sync Pulsar bereits 2024 vorgestellt wurde und NVIDIA sogar ab 2023 darüber sprach, hat es nun also noch einmal ein Jahr gedauert, bis die entsprechenden Displays zur Verfügung stehen.
Aus technische Sicht macht G-Sync Pulsar durch eine unterschiedliche Methode in der Aktivierung der Hintergrundbeleuchtung einen Unterschied. NVIDIA kombiniert hier die Variable Refresh Rate (VRR) mit einem Backlight-Strobing-System. Das Kernprinzip besteht darin, dass moderne LCD-Displays aus zwei Komponenten bestehen – dem Backlight und dem LCD-Kristallarray – und traditionell das Backlight permanent eingeschaltet bleibt, was zu Motion Hold und Bewegungsunschärfe führt.
G-Sync Pulsar adressiert dieses Problem durch mehrere horizontal unabhängig angesteuerte Backlight-Abschnitte, die von oben nach unten gepulst werden, anstatt konstant zu leuchten. Diese "Rolling-Scan"-Methode pulst das Backlight auf 25 % einer Frame-Zeit, unmittelbar bevor die nächsten Pixel mit neuen Daten überschrieben werden, was den Pixeln fast eine vollständige Frame-Zeit gibt, um ihre korrekten Werte zu erreichen, bevor sie beleuchtet werden. Das Resultat ist eine wahrgenommene effektive Motion Clarity, die das Vierfache der Basis-Bildwiederholfrequenz beträgt – bei 250 FPS entspricht dies der visuellen Klarheit eines theoretischen 1.000-Hz-Monitors.
Im Gegensatz zu früheren Strobing-Technologien wie ULMB oder ULMB2, die nur bei festen Refresh-Raten funktionierten und zwischen Klarheit und glattem Gameplay wählen ließen, vereint G-Sync Pulsar beide Vorteile: flimmerfreie Bilder ohne Tearing durch VRR und Motion Clarity durch das innovative Backlight-Pulsen, wobei das System standardmäßig zwischen 90 FPS und der maximalen Bildwiederholfrequenz des Monitors arbeitet.
