proart display pa32ucr webUnter normalen Bedingungen würde in dieser Woche eine Präsenz-IFA stattfinden und wir würden von Pressekonferenz zu Pressekonferenz eilen. Einer der gesetzten Termine wäre sicherlich auch ein ASUS-Event gewesen. Daraus wird leider auch 2021 nichts, dennoch hat ASUS heute Abend diverse neue Produkte aus dem Display-Segment vorgestellt, beispielsweise den ASUS ProArt OLED PA32DC, den ProArt PA32UCR oder den ASUS TUF Gaming VG30VQL1A. Für das Home-Office gibt es den neuen ASUS BE27ACSBK mit Webcam und Mikrofon-Array.

ProArt-Displays mit MiniLED und OLED

Der neue ASUS ProArt PA32UCR setzt auf ein 32 Zoll großes Panel mit der UHD-Auflösung, dessen Technologie nicht näher benannt wird, vermutlich wird es sich aber um ein IPS-Modell handeln. Um ein möglichst überzeugendes HDR-Erlebnis zu ermöglichen, kommt ein MiniLED-Backlight zum Einsatz, das 576 Dimming-Zonen realisiert. Passend dazu wird der Monitor nach DisplayHDR 1000 zertifiziert, was für ein leuchtstarkes Backlight spricht. Es werden mehrere HDR-Formate inklusive HDR10 und HLG unterstützt.

Natürlich darf bei einem ProArt-Display die Farbdarstellung nicht zu kurz kommen. Entsprechend besitzt der PA32UCR eine interne Farbverarbeitung mit 10 Bit. Dank der Nutzung der Quantum-Dot-Technik wird der AdobeRGB-Farbraum laut ASUS zu 99 % abgedeckt, während es bei DCI-P3 95 % sind. Der Monitor kommt vorkalibriert zum Kunden und soll ein DeltaE <1 aufweisen. 

Ein weiterer Neuzugang ist der ASUS ProArt Display OLED PA32DC, dessen RGB-Stripe-OLED-Panel mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten auflöst. Bedingt durch die Panel-Technik werden kürzeste Reaktionszeiten mit einem echten Schwarz kombiniert, was in einem extrem großen Kontrastumfang resultiert. Allerdings scheint das Panel nicht zu den leuchtstärksten Modellen zu gehören, denn es ist nach DisplayHDR 400 zertifiziert. 

Auch hier werden die Farben mit 10 Bit verarbeitet, der DCI-P3-Farbraum soll zu 99 % abgedeckt werden, weitere Angaben machte ASUS bislang noch nicht. Damit die Farben auch über einen längeren Zeitraum passen, verfügt der PA32DC laut ASUS als erstes OLED-Display über ein integriertes Colorimter. So können SDR- und HDR-Kalibrierungen direkt über die ProArt-2.0-Software vorgenommen werden. Es soll aber auch die Möglichkeit bestehen, das Colorimeter in Anwendungen wie Calman oder Light Illusion ColourSpace CMS einzubinden.

Damit der Monitor möglichst einfach transportiert werden kann, wurde ein Metallbügel in das Gehäuse integriert. Das kann bei der Arbeit am Film- oder Foto-Set deutlich helfen. 

ASUS TUF VG30VQL1A mit Curved-Panel

Für Spieler wurde der ASUS TUF VG30VQL1A neu vorgestellt, der über ein 30 Zoll großes 21:9-Panel verfügt, allerdings mit 2.560 x 1.080 Bildpunkten nicht besonders hoch auflöst. Das kann helfen die Grafikkarte über einen längeren Zeitraum zu nutzen. Diese sollte ordentlich flotte Frameraten liefern, damit die maximal möglichen 200 Hz des Panels auch ausgenutzt werden können.

Die Reaktionszeit wird von ASUS mit 1 ms (MPRT) angegeben, zusätzlich bietet der 30-Zöller die ELMB-Technik. Gegen Tearing-Effekte kommt das bewährte AMD FreeSync Premium zum Einsatz. Für eine maximale Immersion setzt ASUS auf ein Curved-Panel, dessen Radius mit 1.500 mm recht klein ist. 

Weiterhin unterstützt der ASUS VG30VQL1A HDR10, wobei keine weiteren Angaben zu Helligkeit, Kontrastumfang oder Panel-Technik gemacht werden. Einzig zur Farbraum-Abdeckung ist bekannt, dass 127 % der sRGB-Skala abgedeckt werden.

ASUS BE27ACSBK mit FullHD-Webcam

Für Office-User gibt es hingegen mit dem ASUS BE27ACSBK ein neues 27-Zoll-Modell mit der WQHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten - auch hier werden keine Angaben zur Helligkeit, Kontrast oder der genutzten Panel-Technik gemacht.

Dafür gibt es als Besonderheit eine FullHD-Webcam und ein Mikrofon-Array, was den neuen Monitor ideal für Video-Konferenzen machen soll. Die integrierte Webcam ist neigbar (-10° bis +10°) und schwenkbar (-135° bis +180°), sodass deine Anpassung an die eigenen Gegebenheiten problemlos möglich sein sollte. Zudem soll die Webcam Gesichter automatisch erkennen und diese für Videokonferenzen optimieren.

Das Audio-Array setzt auf zwei Mikrofone mit der AI-Noise-Cancelling-Technik, sodass Hintergrundgeräusche keine Probleme darstellen sollten. 

Neben zwei DisplayPorts und einem USB-Anschluss gibt es auch USB Typ C. So können in diesem Fall Notebooks maimal mit 80 W geladen werden, sodass eine Docking-Station im Idealfall ersetzt werden könnte - das hängt aber auch mit der weiteren USB-Ausstattung zusammen, zu der die Informationen fehlen.

Auch die Ergonomie darf nicht zu kurz kommen. Der ASUS BE27ACSBK kann um 150 mm in der Höhe angepasst werden, während das Panel auch gedreht, geschwenkt und in der Neigung verstellt werden kann.

Keine weiteren Angaben machte ASUS bislang zu den Preisen oder möglichen Verfügbarkeiten, was aktuell wohl bedeutet, dass es noch etwas dauern kann. Informationen gibt es aber zumindest zu einer neuen Partnerschaft mit Adobe. Wer ein ProArt-Display kauft, kann drei Monate die CreativeCloud von Adobe kostenlos nutzen.