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AMD-Mainboard mit Thunderbolt 4: ASUS stellt das ProArt B550-Creator vor

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asus proart b550 creator logoAMD-Mainboards inklusive Thunderbolt-Anschluss in der Revision 3 gibt es zwar vereinzelnt, doch mit der neuen 4.0-Spezifikation hingegen bisher noch nicht. Dem hat sich nun ASUS angenommen und hat mit dem ProArt B550-Creator ein neues Mainboard vorgestellt. Wie es die Bezeichnung bereits verrät, richtet sich die Platine vornehmlich an Content-Creator, die auch etwas mit Thunderbolt anfangen können.

Im Vergleich zu Thunderbolt 3 bringt die neue Revision wenig Neuerungen mit sich. So bleibt es bei 40 GBit/s, wenn Daten über Thunderbolt übertragen werden und im USB-Modus sind es weiterhin 10 GBit/s, was demnach USB 3.2 Gen2 entspricht. Viel mehr wurden die Mindestanforderungen für Video- und Datenübertragungen verdoppelt und münden in der neuen USB-4.0-Spezifikation. Generell ist natürlich eine Abwärtskompatiblität gegeben, sodass bereits vorhandenes Thunderbolt-3-Equipment weitergenutzt werden kann. Mit Thunderbolt 4 können nun zwei 4K-Displays oder ein 8K-Bildschirm angeschlossen werden. Die interne Anbindung wurde über PCI-Express auf nun 32 GBit/s angehoben, damit auch angeschlossene, externe Grafikkarten oder NVMe-SSDs mehr Leistung bereitstellen können.

Das ASUS ProArt B550-Creator bietet gleich zwei Thunderbolt-4-Typ-C-Anschlüsse, die über das I/O-Panel erreichbar sind. Welcher Controller im Detail verbaut wurde, ist hingegen nicht bekannt. Des Weiteren vertreten sind gleich zwei 2,5-GBit/s-LAN-Ports, viermal USB 3.2 Gen2, zweimal USB 2.0 sowie PS/2 für ältere Eingabegeräte. Zu nennen sind jedoch auch ein DisplayPort-1.4-Grafikeingang, ein HDMI-2.1-Grafikausgang (nur mit APU nutzbar) und die üblichen Audio-Anschlüsse.

Für den AM4-Prozessor setzt ASUS auf ein 12+2-Phasendesign, wobei zunächst noch unklar ist, welche Spannungswandler zum Einsatz kommen. Für die generelle Systemerweiterung sind zwei mechanische PCIe-4.0-x16-Slots über die CPU und zweimal PCIe 3.0 x1 sowie einmal PCIe 3.0 x16 (mechanisch) über den B550-Chipsatz verantwortlich. Auf der ATX-Platine ist Platz für zwei M.2-SSDs: Oben angebunden über den Ryzen-Prozessor mit max. PCIe 4.0 x4 und unten mit höchstens PCIe 3.0 x4 über den PCH. In beiden Fällen liefert ASUS hier auch einen Kühler mit. Für SATA-Storage-Geräte bieten vier native SATA-6GBit/s-Buchsen ihre Dienste an.

ASUS gibt bekannt, dass das ProArt B550-Creator ab nächsten Monat mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 299 US-Dollar erhältlich sein wird. Für ein B550-Mainboard ist das sicherlich nicht wenig, sollte jedoch Thunderbolt 4 in Verbindung mit einem AMD-Ryzen-Prozessor benötigt werden, kommt man schließlich nicht um diese Platine herum. Alternativen gäbe es jedoch bei Intels Mainstream-Plattform mit der zehnten und elften Core-Generation und dem Sockel LGA1200.