> > > > Bastler-Board mit Intel Core m3 und GeForce GTX 1650

Bastler-Board mit Intel Core m3 und GeForce GTX 1650

Veröffentlicht am: von

lattepanda-alphaRaspberry Pi, Orange Pi und viele weitere sind als Single Board Computer (SBC) sehr beliebt. Meist auf einem SoC auf Basis einer ARM-Architektur aufbauend bieten sie unterschiedliche Ausstattungsmerkmale hinsichtlich der Fähigkeit in ein Netzwerk eingebunden zu werden oder aber für den Aufbau eines Eigenbau-NAS.

Auch wir haben uns hier schon mit diesem Thema beschäftigt und beispielsweise mit einem NodeMCU ESP8266 einen eigenen Feinstaubsensor gebaut. Ungebrochen scheint der Bedarf an Bastler-Boards zu sein, denn immer wieder werden neue Varianten vorgestellt.

Mit dem LattePanda Alpha 864s wurde nun ein SBC vorgestellt, der in der Kombination aus CPU- und GPU-Leistung sicherlich eine der leistungsstärksten Platinen ist. So ist unter anderem ein Intel Core m3-8100Y (Amber Lake-Y) verbaut. Dieser besitzt zwei Kerne und kann vier Threads verarbeiten. Der Basis-Takt des Prozessors liegt bei 1,1 GHz, ein einzelner Kern kann mit bis zu 3,4 GHz arbeiten. Die Thermal Design Power kann zwischen 4,5 und 8 W konfiguriert werden und dementsprechend taktet der Prozessor.

Dem SoC zur Seite stehen 8 GB an LPDDR3 RAM und ebenso fest auf dem Board verbaut sind 64 GB eMMC-5.1-Speicher. Über zwei M.2-Steckplätze können schnelle SSDs angeschlossen werden.

Zweite zentrale Komponente neben dem Prozessor ist die Möglichkeit eine leistungsstarke Grafikkarte zu verbauen. Möglich ist dies über einen M.2-zu-PCI-Express-Adapter. Größte kompatible Karte ist das Einsteigermodell aus dem Hause NVIDIA. Bei dieser handelt es sich um eine GeForce GTX 1650 von NVIDIA, die dann über vier PCI-Express-Lanes angebunden wird. Die Karte basiert auf der kleinsten Turing-GPU mit 896 Shadereinheiten und bindet 4 GB an GDDR5-Speicher über ein 128 Bit breites Speicherinterface an. Sie Stromversorgung des Grafikkarten-Moduls erfolgt ausschließlich über den PCI-Express-Steckplatz.

Die Kombination aus Intel Core m3-8100Y und GeForce GTX 1650 dürfte einmalig in diesem Segment sein – vor allem wenn man sich die Größe der Platine des LattePanda Alpha 864s vor Augen führt. Diese misst gerade einmal 115 x 78 mm.

Weitere Ausstattungsmerkmal sind ein WLAN nach 802.11ac im 2,4- und 5,0-GHz-Netz, sowie ein Dual-Band Bluetooth 4.2 und einmal Gigabit-Ethernet. Zudem vorhanden sind 3x USB 3.0 Type A und 1x USB Type C (USB 3.0 als Basis und PD wird ebenfalls unterstützt). Ebenfalls unterstützt werden über 100 GPIOs die Protokolle I2C, I2S, USB, RS232, UART und RTC. Wird die integrierte Grafikeinheit des Intel Core m3 verwendet, können die Display-Ausgänge in Form von HDMI, Type-C DP und eDP verwendet werden.

Die Stromversorgung des LattePanda Alpha 864s erfolgt über den Typ-C-Anschluss. Das beiliegende Netzteil bietet eine Ausgangsleistung von 45 W. Um eine GeForce GTX 1650 versorgen zu können, muss das Netzteil natürlich deutlich stärker sein. Laut Standard möglich wäre eine Versorgung von 100 W, allerdings gibt es keinerlei Informationen dazu, welche Versorgung das Board bewerkstelligen kann.

Der LattePanda Alpha 864s kostet etwas mehr als 400 US-Dollar. Hier fehlen dann aber noch der M.2-zu-PCI-Express-Adapter und die GeForce GTX 1650. Für bestimmte Anwendungsbereiche ist die Kombination aus dem Intel-Prozessor und der Möglichkeit eine Grafikkarte nachzurüsten sicherlich interessant – vor allem wenn man sich die Größe des Boards vor Augen führt. Ein NUC von Intel ist für die meisten aber sicherlich die bessere Alternative, weil er je nach Ausstattung billiger und flexibler ist.

Social Links

Kommentare (12)

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Corsair One i160 im Test: High-End-Gaming mit Turing und Core i9 perfektioniert

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/CORSAIR_ONE

    Im März 2017 wagte Corsair den Einstieg in den hart umkämpften Markt der Komplettsysteme und setzte sich vor allem dank eines kompakten Tower-Gehäuses, potenter High-End-Hardware und einer leistungsstarken und zugleich leisen Kühlung von der Konkurrenz ab. Wir zückten damals nicht ohne... [mehr]

  • Buyer's Guide 2020: Bauvorschlag für einen 2.300-Euro-Rechner

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/BUYERSGUIDES19_HIGHEND-TEASER

    In Kooperation mit PCZ Im dritten und letzten Teil unserer diesjährigen Buyer's Guides legen wir noch einmal 600 Euro drauf und erhöhen das Budget damit ein zweites Mal, was es uns ermöglicht, noch flottere Hardware in unserem Spielerechner zu verstauen. Für rund 2.300 Euro gibt es einen... [mehr]

  • Bastler-Board mit Intel Core m3 und GeForce GTX 1650

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/LATTEPANDA-ALPHA

    Raspberry Pi, Orange Pi und viele weitere sind als Single Board Computer (SBC) sehr beliebt. Meist auf einem SoC auf Basis einer ARM-Architektur aufbauend bieten sie unterschiedliche Ausstattungsmerkmale hinsichtlich der Fähigkeit in ein Netzwerk eingebunden zu werden oder aber für den... [mehr]

  • Buyer's Guide 2020: Bauvorschlag für einen 800-Euro-Rechner

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/BUYERS_GUIDES_2019_EINSTEIGER-TEASER

    In Kooperation mit PCZ Seit der letzten Ausgabe unserer Buyer's Guides vor fast genau einem Jahr hat sich einiges getan: AMD ist mit seinen neuen Ryzen-3000-Prozessoren und den ersten Navi-Grafikkarten auf den Markt geprescht und auch Intel und NVIDIA haben nicht geschlafen und die... [mehr]

  • Bauvorschlag: Mini-ITX Gaming - Viel Power auf kleinem Raum

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/PREVIEW_ITX-SYSTEM_2019

    In unseren kürzlich veröffentlichten Buyer's Guides haben wir bereits drei mögliche Konfigurationen von 800 - 2.300 Euro vorgestellt. Alle diese Systeme basieren auf soliden Komponenten und durch die angegebenen Alternativen gibt es viele Varianten, doch gibt es einen Bereich, der nicht... [mehr]

  • Komplettsystem im Jahrescheck: Was man für 2.000 Euro bekommt

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/PCZENTRUM_VELOCIT_R2-TEASER

    In Kooperation mit PCZentrum Vor etwa zwölf Monaten unternahmen wir in Zusammenarbeit mit dem Systemdistributor PCZentrum einen Komplettsystem-Check. Darin stellten wir einen aktuellen Spielerechner im Gesamtwert von rund 2.000 Euro zusammen, ließen ihn bauen und jagten ihn durch einen... [mehr]