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Schneller Speicherzugriff zwischen CPU und GPU: Der Status von Resizable BAR

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radeonrx6700xtGestern kündigte AMD die offizielle Unterstützung von Resizable BAR für die Ryzen-3000-Prozessoren an. Eine Woche zuvor stellte NVIDIA die GeForce RTX 3060 als erste Desktop-Karte aus dem eigenen Hause vor, die ab sofort Resizable BAR unterstützen wird. Erste Tests dazu haben wir bereits durchgeführt.

Die Voraussetzungen für Resizable BAR sind bereits seit geraumer Zeit gegeben, wurden aber nur für Datacenter- und Workstation-Hardware verwendet. Es dabei darum Zugriffe auf den immer größeren Grafikspeicher (bei manchen Karten sprechen wir von bis zu 48 GB) zu beschleunigen. AMD hatte die Funktion als Smart Access Memory für die aktuelle Radeon-RX-6000-Serie umgesetzt und damit clever vermarktet – NVIDIA also letztendlich zu einer ähnlichen Umsetzung gezwungen.

NVIDIA Resizable BAR

Doch aktuell herrscht einige Verwirrung, in welcher Kombination Resizable BAR nun funktioniert und in welcher nicht. Und ganz so einfach ist die Situation auch nicht aufzulösen, denn es gibt viele Abhängigkeiten innerhalb der Plattformen.

Resizable BAR bei AMD

Ryzen 5000 Ryzen 3000Ryzen 1000/200010. Core-Generation11. Core-Generation
X570, B550, X470, B450 X570, B550, X470, B450X570, B550, X470, B450Z490, H470, B460 und H410Z490, H470, B460 und H410
Radeon RX 6700 XT ✓*
Radeon RX 6800 ✓*
Radeon RX 6800 XT ✓*
Radeon RX 6900 XT ✓*
vorherige Radeon-Generationen

✓*: Verschiedene BIOS-Versionen ermöglichen Resizable BAR

Bei AMD unterstützen nur die aktuellen Grafikkarten der Radeon-RX-6000-Serie Resizable BAR. Ob ältere Karten (zum Beispiel der Radeon-RX-5000-Serie) die Unterstützung noch erhalten werden, ist nicht bekannt, aber eher unwahrscheinlich. Alle aktuellen Karten sind per VBIOS und Treiber aber schon in der Lage, die Funktion anzubieten. Nun offiziell gemacht hat AMD, dass neben der Ryzen-5000-Serie auch die Ryzen-3000-Serie Resizable BAR unterstützen wird. Ein BIOS mit AGESA 1.2.0.1 soll laut AMD die Voraussetzung für die Unterstützung von Resizable BAR mit Ryzen-3000-Prozessoren sein. Die Mainboards können den X570-, X470-, B550- und B450-Chipsatz verwenden. Einige Berichte bestätigen, dass Resizable BAR auch mit Ryzen-2000-Prozessoren funktioniert. Dies ist aber Abhängig vom Anbieter des Mainboards und dem dazugehörigen BIOS.

Auf Seiten der Intel-Prozessoren wird Resizable BAR nur auf der 10. und 11. Core-Generation funktionieren. Die Mainboard-Hersteller der LGA1200-Platinen haben entsprechende BIOS-Updates größtenteils bereits veröffentlicht. Aktuell macht Intel nur Aussagen zu den 400-Series-Chipsätzen, analog dazu wird Resizable BAR aber auch auf den Mainboards mit Z590-, H470-, B560- und H510-Chipsätzen funktionieren.

Resizable BAR bei NVIDIA

Ryzen 5000 Ryzen 3000Ryzen 1000/200010. Core-Generation11. Core-Generation
X570, B550, X470, B450 X570, B550, X470, B450X570, B550, X470, B450Z490, H470, B460 und H410Z490, H470, B460 und H410
GeForce RTX 3060
GeForce RTX 3060 Ti ✓* ✓*✓*
GeForce RTX 3070 ✓* ✓*✓*
GeForce RTX 3080 ✓* ✓*✓*
GeForce RTX 3090 ✓* ✓*✓*
vorherige GeForce-Generationen

✓*: VBIOS-Update notwendig

Bisher unterstützt nur die GeForce RTX 3060 auf dem Desktop Resizable BAR. Die älteren GeForce-Generationen werden die Unterstützung wohl nicht mehr erhalten. Alle weiteren GeForce-RTX-30-Karten müssen zunächst ein aktualisiertes VBIOS erhalten. NVIDIA will dies bis Ende März für seine Founders Editionen veröffentlichen. Die Boardpartner sollen ebenfalls entsprechende Updates anbieten.

Auf Seiten der Plattformen unterstützt NVIDIA Resizable BAR nur für die Ryzen-5000-Prozessoren. Wer ein Mainboard mit X470- oder B450-Chipsatz verwendet, ist natürlich darauf angewiesen, dass darauf die Ryzen-5000-Prozessoren funktionieren. Auch hier gibt es allerdings Berichte die besagen, dass Resizable BAR mit Ryzen-3000-Prozessoren und einer NVIDIA-GPU ebenfalls funktioniert – je nach Mainboard und verfügbarem BIOS. Offiziell ist dies aber noch nicht der Fall.

Wer einen Intel-Prozessor der 10. oder 11. Generation verwendet, soll ebenfalls in den Genuss von Resizable BAR kommen. Bei den Comet-Lake-S-Modellen sollen es alle Prozessoren sein, auf Seiten der 11. Generation / Rocket Lake-S machen NVIDIA und Intel den Schnitt bei den Core-i5-Modellen – Core-i3-Prozessoren werden Resizable BAR demnach nicht unterstützen. Auf Seiten der Mainboards bzw. Chipsätze kommen alle der 500- und 400-Serie in Frage.

Die ersten Tests mit der Radeon RX 6800 XT und Resizable BAR zeigten bereits, dass nicht jede Anwendung von dieser Technik profitiert und dass es daher darauf ankommt welches Spiel verwendet und auch welche Auflösung hier gewählt wird. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch zum Test von Resizable BAR mit der GeForce RTX 3060.

Über kurz oder lang wird Resizable BAR für alle Grafikkarten und die aktuellen Plattformen verfügbar sein. Einen negativen Einfluss auf die Leistung gibt es nur in Ausnahmefällen. Derzeit beschränkt sich der positive Effekt noch auf einige wenige Spiele und während man bei AMD alle Karten der aktuellen Radeon-RX-6000-Serie damit nutzen kann, ist man bei NVIDIA noch auf die GeForce RTX 3060 beschränkt. Standardmäßig in den Testparcours aufnehmen werden wir Resizable BAR, sobald alle Karten, also sowohl von AMD als auch NVIDIA, dazu in der Lage sind. Als Nutzer sollte man Resizable BAR durchaus einmal ausprobieren, denn das Leistungsplus kann beachtlich sein und sollte mitgenommen werden.

Welche ist die beste Grafikkarte (GPU)?

Unsere Kaufberatung zu den aktuellen NVIDIA- und AMD-Grafikkarten hilft dabei, die Übersicht nicht zu verlieren. Dort zeigen wir, welche Grafikkarten aktuell die beste Wahl darstellen – egal, ob es um die reine Leistungsfähigkeit oder das Preis-Leistungs-Verhältnis geht.


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