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Anpassung der Mehrwertsteuer: NVIDIA erhöht die Preise der Founders Editionen

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geforce-rtx-3080NVIDIA hat die Preise seiner Karten, also der Founders Edition, erhöht. Gründe weißt NVIDIA nicht aus, allerdings wird derzeit davon ausgegangen, dass dies eine Anpassung an die wieder auf 19 % zurückgesetzte Mehrwertsteuer ist. Diese wurde zum 1. Januar 2021 wieder von 16 auf 19 % angehoben.

Das günstigste Ampere-Modell GeForce RTX 3060 Ti startet nun bei 419 Euro, die GeForce RTX 3090 Founders Edition wird im eigenen Shop für 1.549 Euro gelistet.

Preisanpassung der GeForce-RTX-30-Serie

alter Preis neuer Preis
GeForce RTX 3090 Founders Edition 1.499 Euro 1.549 Euro
GeForce RTX 3080 Founders Edition 699 Euro 719 Euro
GeForce RTX 3070 Founders Edition 499 Euro 519 Euro
GeForce RTX 3060 Ti Founders Edition 399 Euro 419 Euro

Die GeForce RTX 3060 Ti, GeForce RTX 3070 und GeForce RTX 3080 wird also um 20 Euro teurer, die GeForce RTX 3090 um 50 Euro. Prozentual gesehen erhöht sich der Preis um 3,3 % (GeForce RTX 3090), 2,8 % (GeForce RTX 3080), 4 % GeForce RTX 3070 und 5 % (GeForce RTX 3060 Ti). Die GeForce RTX 3060 soll Ende Februar für 329 US-Dollar starten. Wie der Euro-Preis ausfallen wird, bleibt abzuwarten.

Tatsächlich dürfte sich die Preisanpassung der Founders Edition auf die Mehrwertsteuer beziehen. Zuletzt kündigte ASUS eine Preiserhöhung in den USA an, die schlussendlich wohl auf die höheren Importzölle zurückzuführen sind. In den USA hat NVIDIA keinerlei Erhöhung der Preise vorgenommen, sodass es sich um eine regionale Anpassung handelt.

Preise bleiben hoch

Alle Hersteller (und nicht nur in der IT-Branche) kämpfen in der Herstellung mit steigenden Preisen. Dies beginnt bei der Fertigung der GPUs, den Kosten für den Speicher, für das PCB und vieler weiterer Bauteile. Die Fertigungsstraßen werden auch in diesem Jahr gut ausgelastet sein, sodass entsprechende Kapazitäten eben mehr kosten werden. Mitte Dezember hatten wir dazu bereits eine kleine Zusammenfassung geschrieben.

Wir hatten dazu bereits vor einigen Wochen mit zahlreichen Partner von AMD und NVIDIA gesprochen und sind dabei immer wieder auf die gleichen Einschätzungen gestoßen. Dem Verlauten der Partner zufolge soll AMD durch NVIDIAs Preisvorgaben unter Druck geraten sein. Man musste hier mithalten und seine Produkte nicht nur hinsichtlich der Leistung auf Augenhöhe platzieren, sondern auch preislich so aufstellen, dass sie eine Alternative sein können.

Die UVPs, bzw. Einstiegsvorgaben für die jeweils kleinsten Modelle sind laut der Partner zu knapp bemessen. Meist kann ein Hersteller, bzw. die gesamte Wertschöpfungskette, angefangen von der Herstellung der einzelnen Komponenten bis zum Verkauf der gesamten Karte im Handel, hier nicht mehr viel an diesen verdienen.

Zu den hohen Kosten kommt aktuell noch eine enorme Nachfrage, sodass Grafikkarten, egal von welchem Hersteller, kaum zum eigentlich vorgesehenen Preis zu bekommen sind. Aber dieses Thema haben wir schon mehrfach behandelt und wird auch immer noch heiß in der Community diskutiert.