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NVIDIA will Smart Access Memory ebenfalls umsetzen

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radeon-rx-6000Zusammen mit der Vorstellung der ersten drei Grafikkarten der Radeon-RX-6000-Serie präsentierte AMD eine neue Funktion namens Smart Access Memory (SAM). Diese soll es dem Prozessor ermöglichen, den Zugriff auf den Grafikspeicher der Grafikkarte zu beschleunigen. Dies hat nichts mit DirectStorage von Microsoft zu tun, so wie es NVIDIA als RTX IO bei den neuen Ampere-Karten umsetzen will. Außerdem AMD will die DirectStorage-API ansprechen, sobald es die ersten Spiele gibt, die dies unterstützen.

Smart Access Memory wird als Funktion jedoch nicht AMD-exklusiv sein. Die Kollegen von GamersNexus haben folgendes Statement von NVIDIA erhalten:

"The capability for resizable BAR is part of the PCI Express spec. NVIDIA hardware supports this functionality and will enable it on Ampere GPUs through future software updates. We have it working internally and are seeing similar performance results."

NVIDIA bestätigt darin indirekt, dass es sich bei Smart Access Memory um den Resizeable BAR Support handelt, der Teil der PCI-Express-Spezifikation ist. NVIDIAs Hardware unterstützte diese Funktionalität und will sie für die Ampere-GPUs über ein zukünftiges Softwareupdate aktivieren. Man arbeitete intern bereits an einer Umsetzung und sähe offenbar ähnliche Resultate wie AMD.

Ob NVIDIA eine Umsetzung auf Basis von Intel-Prozessoren plant oder eine solche für AMD- und Intel-Prozessoren geplant ist, ist aktuell nicht bekannt. Derzeit beschränkt AMD den Einsatz des Smart Access Memory auf die neuen Ryzen-5000-Prozessoren.

Smart Access Memory basiert auf einer Funktion, die es schon seit einiger Zeit gibt. Historisch bedingt sind Speicherzugriffe des Prozessors auf den VRM auf Speicherbereiche mit bis zu 256 MB (128 Byte bis 256 MB) beschränkt. Allerdings wurde diese Beschränkung als Resizeable BAR Support (so die technische Bezeichnung) bereits vor einigen Jahren entfernt, so dass der Speicherbereich, den ein Prozessor adressieren kann, deutlich vergrößert wurde. Dies ist auch bitter nötig, denn gerade im Workstation- und Serverumfeld sind die Kapazitäten der Speicher auf den GPU-Beschleunigern inzwischen bei mehreren Dutzend Gigabyte angelangt.

Der Resizeable BAR Support ist allerdings nicht auf eine bestimmte Plattform oder PCI-Express 4.0 beschränkt. Bereits in den Spezifikationen zu PCI-Express 3.0 ist der Resizeable BAR Support enthalten. Allerdings muss die Plattform validiert sein und dies ist auch der Grund, warum AMD Smart Access Memory auf die Ryzen-5000-Prozessoren und Radeon-RX-6000-Serie beschränkt.

Innerhalb der Ryzen-Plattform finden sich im BIOS die entsprechenden Funktionen bereits. Im Falle des von uns verwendeten ASRock X570 Creator mit BIOS-Version 3.13 (AGESA ComboAM4v2 1.1.0.0 Patch C) findet sich der Resizeable-BAR-Support in der PCI-Konfiguration. Dazu muss keine Grafikkarte der Radeon-RX-6000-Serie installiert sein. Allerdings setzt der Resizeable BAR Support eine Unterstützung der Software voraus, was AMD als Smart Access Memory ausliefern wird.

Wir werden uns den Leistungsunterschied von Smart Access Memory mit den neuen Radeon-RX-6000-Karten anschauen.