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AMD arbeitet auch an einem GDDR6-Speicherinterface

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amd logoModerne GPUs sind auf eine schnelle Anbindung des dazugehörigen Speichers angewiesen. Die Entwicklung von High Bandwidth Memory ist vor allem aus diesem Umstand gestartet worden. Allerdings gab und gibt es bei der Fertigung von HBM noch immer Probleme – die Fertiger hängen bei den Auftragskapazitäten hinterher und auch die Geschwindigkeiten des Speichers sind noch lange nicht auf dem geplanten Niveau. Diese Auswirkungen hat wohl auch AMD mit dem eher mäßigen Start der Vega-Generation zu spüren bekommen.

Auf der anderen Seite hat sich NVIDIA klar positioniert: HBM bzw. HBM2 nur für die professionellen Beschleuniger, GDDR5 bzw. GDDR5X für die Consumer-Karten. An dieser Strategie wird man wohl auch mit der nächsten GPU-Generation bzw. Architektur festhalten, die den Namen Ampere tragen soll.

Doch auch bei AMD wird man sicherlich die Entwicklung des klassischen DDR-Grafikspeichers weiter verfolgt und nicht alle Ressourcen für HBM genutzt haben. Dies wird nun durch die Beschreibung des LinkedIn-Profil eines Mitarbeiter bestätigt. Dieser nennt als Principal Member of Technical Staff zu seinem Aufgabengebiet seit September 2015 unter anderem New DRAM controller: GDDR6.

Aber noch einmal: So wirklich überraschend ist dies eigentlich nicht, denn bei der Entwicklung einer GPU-Architektur müssen auch Eventualitäten wie eine parallele Entwicklung des Speichers mit bedacht werden, bei der es zu Verzögerungen kommen kann. Ein HBM-Speicherinterface ist auch komplexer zu integrieren als ein GDDR-Speicherinterace. All dies dürfte bei der Entwicklung mit einfließen.

Ob der Hinweis auf das Profil aber zugleich auch bedeutet, dass AMD im kommenden Jahr bei den High-End-Karten wieder auf GDDR-Speicher wechseln wird, bleibt abzuwarten. Micron, SK Hynix und Samsung wollen 2018 GDDR6-Grafikspeicher auf den Markt bringen. Pro Chip soll der Speicher dann eine Speicherbandbreite von 16 GBit/s erreichen können. Samsung hat dazu schon entsprechende technische Details verraten. SK Hynix präsentierte seine Umsetzung bereits zur GPU Technology Conference im Frühjahr.