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Taiwanesisches Unternehmen fertigt Vega-Workstation-Karten für iMac Pro

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wwdc17 imacproAuf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni präsentierte Apple den iMac Pro. Bisher bekannt ist unter anderem, dass beim Prozessor der Einsatz des Xeon-W mit bis zu 18 Kernen und 36 Threads sowie einer Radeon-Pro-Vega-Grafikkarte von AMD geplant ist. Losgehen soll es bereits im Dezember ab 4.999 US-Dollar, doch in den vergangenen Monaten hat sich Apple nicht weiter im iMac Pro geäußert. Ein weiteres Event soll es laut Apple in diesem Jahr aber nicht mehr geben.

Ein Unternehmen namens Siliconware Precision Industries (SPIL) in Taiwan soll damit begonnen haben, die dazugehörigen GPUs für Apple zu fertigen. Das sogenannte OSAT-Unternehmen (Outsourced Semiconductor Assembly und Test) ist dazu von Apple und AMD beauftragt worden. Es handelt sich dabei vermutlich um das gleiche Unternehmen, welches auch das Packaging für die Desktop- und Workstation-Varianten übernimmt. AMD lässt die GPU bei GlobalFoundries fertigen. Damit ist die Arbeit aber noch nicht getan, denn der HBM2 und die GPU müssen auf einem Interposer zusammengebracht werden und dies geschieht bei Unternehmen in Taiwan (SPIL) und Korea (ASE). Für die Nachfolgearchitektur Navi soll TSMC in Taiwan den Auftrag für die Fertigung der GPU samt dem Package bekommen haben, denn hier hat man eine eigenen Technologie namens CoWoS (Chip on Wafer on Substrate) entwickelt. Nun aber wieder zum iMac Pro und der darin verbauten Radeon Pro Vega.

Der iMac Pro soll entweder mit einer Radeon Pro Vega 56 mit 8 GB HBM2 oder einen Radeon Pro Vega 64 mit 16 GB HBM2 ausgestattet werden können. Es wird sich dabei aufgrund der Maße des iMac Pro nicht um eine Standard-ATX-Grafikkarte handeln. Vermutlich sind alle Komponenten auf dem Logicboard verlötet. Ein Austausch ist damit nicht möglich. Der modulare Mac Pro, den Apple ebenfalls bereits angekündigt hat, wird man erst später sehen.

Neben der Radeon-Pro-Vega-Grafikkarte bietet der iMac Pro noch ein 5K-Display mit einer Auflösung von 5.120 x 2.880 Pixel, die Auswahl zwischen einem Prozessor mit 8, 10 oder 18 Kernen sowie bis zu 32 GB DDR-2666 Arbeitsspeicher. Außerdem bietet er eine SSD mit bis zu 4 TB, Thunderbolt 3 und ein 10GBase-T-Ethernet für bis zu 10 GBit/s. Der Preis von 4.999 US-Dollar bezieht sich natürlich auf die kleinste Ausstattungsvariante des iMac Pro.

Das Bekanntwerden der Fertigung der dazugehörigen GPUs soll darauf hindeuten, dass Apple zwar in diesem Jahr noch den iMac Pro in der finalen Fassung vorstellen wird, mit einer Auslieferung aber wohl erst ab Anfang 2018 zu rechnen ist.