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GeForce GTX 700M: Erste Benchmarks zu den neuen Notebook-Chips

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nvidia NVIDIAs GeForce GTX 700M-Familie ist nicht neu. Zumindest in den unteren Preis- und Leistungssegmenten treiben schon seit Januar dieses Jahres entsprechende Grafikchips ihr Unwesen in verschiedenen Notebooks. Angefangen bei der GeForce GT 710M, über die GeForce GT 730M bis hin zur GeForce GT 750M waren die mobilen Grafikkarten aber nicht gerade für ambitionierte Spieler geeignet. Wer mehr Leistung haben wollte, der musste auf die älteren Modelle mit hoher Produktbezeichnung ausweichen oder sich gar bei der Konkurrenz umsehen. Die hat erst vor wenigen Tagen mit der Radeon HD 8970M ihr neustes mobiles Flaggschiff in Dienst gestellt, wenngleich es hier im Vergleich zum Vorgänger nur geringfügige Änderungen gab. NVIDIA muss also handeln.

Dass man dies tatsächlich machen wird, wurde schon in den letzten Tagen klar, als erste Gerüchte die Runde machten, NVIDIA würde pünktlich zur Computex neue Grafikchips auf den Markt werfen. Damals schlichen neben der GeForce GTX 780 oder der GeForce GTX 770 und GeForce GTX 760 auch die entsprechenden mobilen Gegenstücke durch die stets gut bediente Gerüchteküche. Jetzt wird die Sache konkreter.

Demnach soll es direkt nach den ersten Ablegern der neuen Desktop-Grafikkarten entsprechende Chips für Notebooks geben. Videocardz.com geht hier von Anfang Juni aus – wohl rechtzeitig zur Computex 2013. Insgesamt soll es zum Start verschiedene Modelle geben, die allesamt noch auf der „Kepler“-Architektur aufbauen sollen. Das Flaggschiff, die NVIDIA GeForce GTX 780M, soll dabei auf einer modifizierten GK104-GPU mit der genauen Bezeichnung "N14-GTX-A2" vertrauen und auf satte 1536 Shadereinheiten zurückgreifen können. Damit setzt sich die GeForce GTX 780M zwar mehr als deutlich von ihrem direkten Vorgänger ab, von einer GeForce GTX 680MX, die allerdings nur exklusiv in Apples iMacs verbauten werden soll, fällt der Unterschied nicht mehr ganz so ins Gewicht, da die Anpassungen nur kosmetischer Natur.

Leistungsdaten und Benchmarks

Chip und Speicher rechnen mit 771 respektive 1250 MHz. Dank GPU Boost kann der Grafikprozessor aber auch mit mindestens 797 MHz seine Dienste verrichten. Laut der Quelle soll die Karte zudem ein ungewöhnlich hohes Overclocking-Potential aufweisen. Zwischen 950 und 1000 MHz sollen durchaus drin sein. Beim Speicherausbau dürften der GeForce GTX 780M insgesamt 4096 MB zur Seite stehen sowie ein 256 Bit breites Interface. In ersten Tests beflügelt das die Leistung im Performance-Preset von 3DMark 11 auf zwischen 6800 und 7300 Punkte – je nachdem ob Intels kommende „Haswell“-CPUs verbauten werden, oder noch ein älterer Prozessor auf „Sandy Bridge“-Basis. Im SLI-Verbund sind sogar zwischen 10.500 und 11.000 Punkte zu holen.

Die nächst kleinere Version ist die GeForce GTX 770M. Auch ihr ist die Ähnlichkeit zum vorausgegangenen M-Modell nicht von der Hand zu weisen. Sie stellt ebenfalls insgesamt 960 CUDA-Cores und einen 2048 MB großen GDDR5-Videospeicher samt 192-Bit-Interface zur Verfügung, macht dafür aber mit deutlich höheren Taktraten auf sich aufmerksam. Basis- und Boost-Takt sollen laut Videocardz.com bei 706 bzw. 797 MHz liegen. Der des Speichers hingegen bei 1004 MHz.

Die GeForce GTX 765M muss nochmals kleinere Abstriche hinnehmen. Ihr sollen noch 768 Shadereinheiten und ein ebenfalls 2048 MB großer GDDR5-Videospeicher erhalten bleiben. Das Speicherinterface weist noch immer eine Breite von 192 Bit auf. Bei den Taktraten ist man sich derzeit noch nicht ganz einig. Als sicher gilt aber ein Basistakt von 601 MHz bzw. ein Speichertakt von 700 MHz. 

NVIDIAs GeForce GTX 780M im Überblick

NVIDIA GeForce 600M/700M
 GeForce GTX 780MGeForce GTX 680MXGeForce GTX 680MGeForce GTX 580M
Homepage noch nicht gelistet NVIDIA-Produktseite NVIDIA-Produktseite NVIDIA-Produktseite
Technische Daten
GPU Kepler Kepler Kepler Fermi
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm 40 nm
GPU-Takt 771 MHz (+Boost) 720 MHz 720 MHz 620 MHz
Speichertakt 1250 MHz 1250 MHz 900 MHz 750 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 4096 MB 2048 MB 2048 MB 2048 MB 
Speicherinterface 256 Bit 256 Bit 256 Bit 256 Bit 
Speicherbandbreite 160 GB/Sek. 160 GB/Sek. 115,2 GB/sek. 96,0 GB/Sek.
DirectX-Version 11 11 11 11
Shadereinheiten 1536 (1D) 1536 (1D) 1344 (1D) 384 (1D)
PCI-Express 3.0 3.0 3.0 2.0

 

NVIDIA GeForce GTX 770M und GTX 765M

NVIDIA GeForce 600M/700M
 GeForce GTX 770MGeForce GTX 675MXGeForce GTX 670MGeForce GTX 765M
Homepage noch nicht gelistet NVIDIA-Produktseite NVIDIA-Produktseite noch nicht gelistet
Technische Daten
GPU Kepler Kepler Kepler Kepler
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
GPU-Takt 706 MHz (+Boost) 600 MHz 600 MHz 601 MHz (Boost?)
Speichertakt 1002 MHz 900 MHz 700 MHz 700 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
Speichergröße 2048 MB 2048 MB 2048 MB 2048 MB 
Speicherinterface 192 Bit 256 Bit 192 Bit 192 Bit 
Speicherbandbreite 96,2 GB/Sek. 115,2 GB/Sek. 67,2 GB/sek. 67,2 GB/Sek.
DirectX-Version 11 11 11 11
Shadereinheiten 960 (1D) 960 (1D) 960 (1D) 768 (1D)
PCI-Express 3.0 3.0 3.0 2.0

Insgesamt fällt die Leistung der neuen Performance- und High-End-Grafikkarten im Schnitt um etwa 15 Prozent höher aus. Alle Benchmark-Werte finden sich in der Galerie.

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Kommentare (3)

#1
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Registriert seit: 27.01.2005

Flottillenadmiral
Beiträge: 5465
Die 680M hat ebenfalls schon 4GB VRAM. Die 680M lässt sich auch schon in 1GHz Regionen übertakten.
#2
customavatars/avatar83107_1.gif
Registriert seit: 21.01.2008
Thüringen
Banned
Beiträge: 16333
Zitat
Demnach soll es direkt nach den ersten Ablegern der neuen Desktop-Grafikkarten entsprechende Chips für Notebooks geben


Ob das nicht eher im Einklang mit Haswell mobile geschieht u als Kooperationsvertag mit Intel zu verstehen ist

Wird es wohl auch bald ne Neuauflage vom Mac Book Pro geben mit den "neuen" GPUs zusammen mit Haswell
#3
customavatars/avatar12629_1.gif
Registriert seit: 15.08.2004

Stabsgefreiter
Beiträge: 269
Die Clevo 680M hat 4gb und die 770M 3GB RAM. ;)
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