> > > > Seagate arbeitet an 24-TB-Festplatte und doppelter Datenrate

Seagate arbeitet an 24-TB-Festplatte und doppelter Datenrate

Veröffentlicht am: von

seagate logo 2017

Wie der Hersteller von Festplatten und Bandlaufwerken Seagate jetzt bekannt gab, plane man in Zukunft Festplatten mit bis zu 24 Terabyte auf den Markt zu bringen.  

Aktuell nutzt der Hersteller bei seinen Festplatten das “Perpendicular-Magnetic-Recording” (PMR). Bei kommenden Produkten will Seagate allerdings auf die HAMR-Technologie setzen. Hier bestehen die Scheiben nicht wie bisher aus Aluminium, sondern werden aus Glas angefertigt. Außerdem handelt es sich bei der Heat-Assisted-Magnetic-Recording-Technik um eine Wärme-unterstützte Magnetaufzeichnung. Mit HAMR wird die Domäne, in der die Daten geschrieben werden sollen, zunächst lokal durch einen Laser erhitzt, um das für den Schreibvorgang benötigte Magnetfeld möglichst klein zu halten und so das Schreiben trotz des schwach ausgeprägten superparamagnetischen Effekts zu gewährleisten. Das genannte Verfahren wurde im Jahr 2002 erstmals von Seagate unter Laborbedingungen demonstriert.

Außerdem plane man bereits dieses Jahr Festplatten mit “HAMR-Aktoren” zu veröffentlichen. Dadurch soll es laut Hersteller möglich sein, die Datenraten zu verdoppeln. So sollen statt der 250 MB/s ganze 480 MB/s erzielt werden. Zudem soll die Latenz verringert werden. Dadurch wird es ebenfalls möglich sein, die Input-/Output-Operationen pro Sekunde zu verdoppeln.

Dem Festplattenhersteller ist es unter Laborbedingungen zudem gelungen, eine Datendichte von 2.381 TBit pro Quadratzoll zu erreichen, was drei Terabyte pro Magnetscheibe entspricht. Werden jetzt acht Scheiben pro Festplatte verbaut, sind somit insgesamt 24 Terabyte möglich. Aktuell plane der US-amerikanische Hersteller hierbei in 2020 die Serienreife zu erreichen. Die ersten HAMR-Modelle mit 16 Terabyte Speicherkapazität werden allerdings früher erwartet. Einen genauen Veröffentlichungstermin nannte Seagate allerdings nicht.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 5

Tags

Kommentare (2)

#1
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 17279
“HAMR-Aktoren”? HAMR ist das Aufzeichnungsverfahren und unabhängig davon hat Seagate auch schon Platten mit Multi Actuator angekündigt, damit werden die Datentragerraten und IOPS verbessert. Der News Bot sollte vielleicht mal diese News darüber bei Computerbase lesen und seinen Text noch mal überarbeiten.
#2
customavatars/avatar12016_1.gif
Registriert seit: 21.07.2004
Wien
Flottillenadmiral
Beiträge: 5984
Ist es also endlich bald soweit daß HAMR Serienreife erreicht? Nice!
Abgesehen von der höheren Datendichte wäre es schon erstaunlich wenn das mit der Zugriffszeit und der Datenrate zutrifft. Das wäre ein Sprung wie wir es schon lange nicht mehr gesehen haben bei den HDDs.
Aber mal abwarten ... es wurde schon oft viel versprochen und in der Praxis ist dann nicht viel davon über geblieben.

Leider gehe ich davon aus daß die ersten Modelle wohl wieder recht teuer sein werden. Erstens weil die Verfügbarkeit noch schlecht sein wird, aktuell noch keine Konkurrenzprodukte in absehbarer Zeit auf den Markt kommen und nicht zuletzt weil wohl die ersten Modelle ziemlich sicher für den Business/Server/Datacenter Sektor gedacht sind. Ähnlich wie bei den ersten Helium gefüllten HDDs.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Samsung SSD 970 PRO im Test: Hält länger und arbeitet schneller

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAMSUNG_970_PRO

    Eineinhalb Jahre nach dem Start löst Samsung die SSD 960 PRO ab und schickt den Nachfolger ins Rennen. Der soll nicht nur ein noch höheres Tempo bieten, sondern auch langlebiger sein. Dabei halten sich die technischen Neuerungen in Grenzen, in den Mittelpunkt wird vor allem der neue... [mehr]

  • Samsung SSD 970 EVO im Test: Neue Mittelklasse kommt der PRO nahe

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAMSUNG_970_EVO

    Nicht nur zahlungskräftigen Enthusiasten will Samsung locken, auch ein Segment weiter unten will man keine Käufer an die Konkurrenz verlieren. Entsprechend wird nicht nur die PRO-Linie aufgefrischt, sondern mit der SSD 970 EVO auch die Mittelklasse. Die soll nicht nur höhere Transferraten... [mehr]

  • Samsung SSD 860 QVO im Test: QLC überzeugt noch nicht

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAMSUNG_SSD_860_QVO

    Erst im Januar erneuerte Samsung sein Angebot an SATA-SSDs und sorgte so auch intern für Konkurrenz. Denn auch elf Monate später können die SSD 860 EVO und SSD 860 PRO noch mit vielen günstigen PCIe-Laufwerken mithalten, vor allem im Alltag. Nun reicht man mit der SSD 860 QVO ein... [mehr]

  • Intel SSD 760p 512 GB im Test: Dem Vorgänger klar überlegen

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL_SSD_760P

    Intel und SSD bedeutete zuletzt in erster Linie hohe Preise in Verbindung mit fragwürdigem Nutzen für Privatanwender. Mit der SSD 760p richtet man sich aber endlich auch wieder dem Massenmarkt zu, der rund eineinhalb Jahre vom Vorgänger SSD 600p bedient worden ist. Die konnte seinerzeit im... [mehr]

  • Toshiba OCZ RC100 im Test: Kleine SSD mit klaren Vorzügen

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/TOSHIBA_OCZ_RC100_02

    Kompakt, nicht zu teuer, aber auch nicht zu langsam: Mit der OCZ RC100 bringt Toshiba eine NVMe-SSD in den Handel, die in vielerlei Hinsicht bewusst anders sein soll. Das ermöglicht dem Unternehmen zufolge das Ansprechen einer ganz bestimmten Zielgruppe. Denn so mancher wird nach wie vor von den... [mehr]

  • Intel SSD 660p im Test: Günstige SSD mit großen Schwächen

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL_SSD_660P

    Während die für den Massenmarkt konzipierten SSDs in Bezug auf die Transferraten nach und nach an die Grenzen des derzeit Machbaren stoßen, ging zuletzt auch der Preis pro Gigabyte zurück. Das lag vor allem an der inzwischen ausgereiften Fertigung von NAND-Flash mit 64 Schichten und... [mehr]