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Reaktion auf SSD-Nachfrage: Toshiba baut neue Fabrik für BiCS-Flash

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toshiba 3d qlc bics flash nand 100

Gesunkene Preise führen seit Monaten zu einer steigenden Nachfrage nach SSDs. Zwar soll im Laufe des Sommers eine gewisse Stabilität erreicht werden, mittelfristig wird der wichtigste Bestandteil NAND-Flash aber noch günstiger. Grund hierfür ist unter anderem der von mehreren Herstellern geplante Ausbau der Flash-Fertigung, darunter Toshiba. Noch im Juli wollen die Japaner mit dem Bau eines neuen Werks beginnen.

In Planung ist die neue Fabrik, die in der Stadt Kitakami in der Präfektur Iwate, entstehen wird, schon seit längerem. So wurde der Standort bereits im September 2017 ausgewählt, auch die Vorarbeiten laufen seit dem. Ein entscheidender Faktor dürfte die Nähe zu bereits bestehenden Toshiba-Fertigungseinrichtungen sein.

Allerdings wird Toshiba die neue Anlage nicht direkt und nicht allein finanzieren und betreiben. Stattdessen ist die im Dezember 2017 gegründete Toshiba Memory Iwate Corporation (TMI) dafür verantwortlich, die wiederum eine vollständige Tochter der Toshiba Memory Corporation (TMC) ist. Zumindest finanziell sind die sogenannten Flash Ventures - drei Joint Ventures bestehend aus Toshiba und Western Digital - an TMC beteiligt. Ein Teil der Mittel für den Bau der Fabrik stammt somit von Western Digital, zur genauen Verteilung der Kosten gibt es jedoch keine Angaben.

Weit wichtiger dürfte jedoch sein, dass in der neuen Anlage lediglich 3D-NAND-Flash gefertigt werden soll, für den TMC den Markennamen BiCs verwendet. Derzeit wird der in der dritten Generation (BiCS3) mit 64 Layern gefertigt, Verwendung findet er unter anderem in der Plextor M9Pe (Test). Mit welcher Generation nach dem Start der Fertigung, der der derzeitigen Planungen zufolge im Laufe des Jahres 2019 erfolgen soll, zu rechnen ist, ist noch nicht bestätigt. Dabei dürfte es sich noch um BiCS4 mit 96 Layern handeln, da mit BiCS5 derzeit erst im Jahr 2020 gerechnet wird. Wahrscheinlich ist zudem, dass es neben TLC- auch QLC-Chips sein werden.

Aber nicht nur das konkrete Produkte, das in der neuen Fabrik gefertigt wird, dürfte Interesse wecken. Denn laut TMC will man auf eine künstliche Intelligenz setzen, um die Produktivität nach dem Start der Fertigung zu steigern. Keine Angaben gibt es zur maximalen Produktionskapazität. Die solle sich an den Erfordernissen des Marktes orientieren, so das Unternehmen.

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