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Intel und Micron entwickeln QLC-Speicher mit 96 Layern

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imflashAuch wenn Intel und Micron ihre Zusammenarbeit offiziell beendet haben, erscheinen dennoch neue Produkte bzw. Speichertechnologien. IM Flash Technologies (IMFT) geben gleich mehrere Neuheiten bekannt. So liefert man das den ersten Speicherchips mit 1 TBit Kapazität und 4 Bits pro Zelle (QLC) an. Zudem hat man diesen 4Bits/Cell 3D-NAND mit der 2. Generation des 3D-NAND mit 64 Layer qualifiziert. Es können demnach erste SSDs mit diesem Speicher ausgeliefert werden. Zudem will man mit der 3. Generation des 3D-NANDs mit 96 Layern in Zukunft führender Entwickler für solchen Speicher werden.

Intel und Micron sind natürlich nicht die einzigen Unternehmen, die an QLC-Speicher und mehrlagigem NAND-Speicher arbeiten. Bei Samsung hört dieser auf den Namen V-NAND v5, Western Digital nennt dies BiCS4. Beide haben aber bisher nur Speicher mit 64 Layern angekündigt, bei IMFT geht man mit 96 Layern nun einen Schritt weiter.

An dieser Stelle ein kleiner Exkurs in die Welt von SLC, MLC, TLC und QLC. Diese Begriffe stehen für Single-Level Cell, Multi-Level Cell, Triple-Level Cell und Quad-Level Cell und beschreibt die Anzahl der Bits die pro Zelle abgespeichert werden können. Dazu ist eine unterschiedliche Anzahl an Ladungszuständen notwendig.

SLC, MLC, TLC und QLC im Vergleich
SLCMLCTLCQLC
Bit pro Zelle 1234
Ladungszustände 24816
Bitzustände 1
0
11
10
01
00
111
110
101
100
011
010
001
000
1111
1110
1101
1100
1011
1010
1001
1000
0111
0110
0101
0100
0011
0010
0001
0000
Haltbarkeit 100.000 P/E-Zyklen10.000 P/E-Zyklen3.000 P/E-Zyklen1.000 P/E-Zyklen

Mit der Micron 5210 ION SSD hat Micron auch gleich das erste Laufwerk vorgestellt, welches den neuen QLC verwendet. Es wird Varianten mit 1,92 bis 7,68 TB geben. Haupteinsatzgebiet sind Anwendungsbereiche, in denen viele Daten häufig gelesen werden sollen. Genaue technische Details zur Haltbarkeit stehen noch aus, die Anbindung per SATA-Interface zeigt aber gleich, dass allzu hohe Datenraten nicht zu erwarten sind. Manche Quellen sprechen von 500 MB/s für das Lesen und 340 MB/s für das Schreiben von Daten. Die IOPS werden mit 75.000 bzw. 10.000 angegeben. Damit sind viele andere SSDs natürlich deutlich schneller.

Bis zum Sommer wird die Ankündigung von noch mehr SSDs erwartet, die QLC verwenden. Diese sollen dann auch von anderen Herstellern stammen.

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 06.04.2003
Bremen
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1474
Bei so geringer Haltbarkeit sind SSD mit QLC doch ehr billig Weckwerfprodukte oder ?


TLC ~ 3000 P/E-Zyklen

QLC ~ 1000 P/E-Zyklen


klein
#2
Registriert seit: 08.05.2018

Leutnant zur See
Beiträge: 1254
dann wird eben mehr redundanz verbaut. im endeffekt zählt nur wie lange ich meine x GB nutzen kann. ob 200gb tlc oder 600gb qlc verbaut sind ist doch egal.
#3
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Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 31355
Leider schweigt sich Micron genau über die Firmware bzw. das Over Provisioning aus.
#4
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Registriert seit: 03.07.2001
127.0.0.1
Admiral
Altweintrinker
Beiträge: 25490
MLC mit 10k Zyklen ist aber die obere Fahnenstange, danach kommt eMLC.
Welcher MLC in einem Konsumerprodukt liefert das denn offiziell?

Man muss sich daher die Frage stellen, ob die 1000 Zyklen bei QLC in der Tabelle ebenfalls das obere Ende darstellen und was letztendlich in den Laufwerken landen wird.
#5
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Registriert seit: 10.05.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 3016
Lässt sich das direkt in TBW übersetzen? Wahrscheinlich nicht ganz.
Aber mal grob abgeschätzt: meine SS 850 Evo hat 300 TBW. Dann wären 1000 P/E x 1,92 TB = 1920 TBW immer noch mehr als das sechsfache.

PS: Die habe ich seit knapp 2 Jahren. Kein anderes Laufwerk. Bisher knapp über 8 TB geschrieben...

Dann wären auch 100 P/E noch ausreichend für den normalen Endanwender, mit großer Sicherheit.
#6
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Registriert seit: 28.08.2006

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1358
Das Problem bei QLC ist nicht die geringere Anzahl an PE Cycles.
Das Fehlermanagement komplizierter, das ist eigentlich das Hauptproblem (neben der vermutlich miesen Performance).
Den Rest kann man irgendwie kaschieren oder dem genügsamen Kunden gegenüber ausweisen.
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