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QLC-NAND: Western Digital kündigt BiCS3 X4 an

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wdDie meisten aktuellen SSDs greifen auf NAND-Bausteine mit TLC-Technik zurück. Dabei werden pro Speicherzelle drei Bits gespeichert. Zukünftig soll der TLC-NAND allerdings durch QLC-NAND ersetzt werden, da damit pro Zelle sogar vier Bit gesichert werden können. Western Digital hat mit dem BiCS3 X4 nun einen entsprechenden Baustein vorgestellt.

Der BiCS3 X4 soll laut Western Digital mit einer hohen Leistung punkten und dabei trotzdem günstig zu produzieren sein. Grundsätzlich sinkt die Leistung durch die QLC-Technik, da das Schreiben der Daten mit mehr Komplexität verbunden ist. Laut Western Digital sei es jedoch gelungen, die Leistung der QLC-Bausteine auf das Niveau der TLC-Technik zu hieven. Genaue Details hat das Unternehmen an dieser Stelle nicht verraten. Es ist lediglich bekannt, dass die ersten QLC-Bausteine eine Kapazität von 768 Gigabit (96 GB) pro Chip bieten werden. Die Speicherdichte soll jedoch in den kommenden Monaten und Jahren noch deutlich nach oben geschraubt werden. Neben Western Digital hat auch Toshiba bereits entsprechende Speicherchips angekündigt.

Nachteil von QLC ist vor allem die Haltbarkeit der Speicherchips. Die Fehlerrate soll durch die vier Speicherzustände in jeder Zelle deutlich erhöht sein. Erste Gerüchte sprechen gerademal von 100 bis 150 P/E-Zyklen. Zum Vergleich: TLC-Speicher ist mit rund 500 P/E-Zyklen spezifiziert. Somit müssen beim QLC-Speicher deutlich aufwendigere Fehlerkorrekturen eingesetzt werden. Die Planungen sehen vor, dass 1.000 P/E-Zyklen mit QLC-Speicher erreicht werden sollen. Western Digital hat derzeit allerdings zur Haltbarkeit noch keine konkreten Angaben gemacht.

Ebenfalls unbekannt bleibt, wann die ersten SSDs mit QLC-Speicher in den Handel kommen werden. Die Massenproduktion soll nach derzeitigem Stand im Laufe des kommenden Jahres starten. Außerdem bleibt abzuwarten, ob SSDs durch die neue Speichertechnik tatsächlich günstiger werden. Zwar können Kosten bei der Produktion eingespart werden, jedoch kostete auch die Entwicklung viel Geld das erst einmal wieder eingenommen werden muss.

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 16279
"auf das Niveau der TLC-Technik" Auf das Niveau von wessen TLC-Technik? Da gibt es ja deutliche Unterschiede.
#2
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Registriert seit: 10.05.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2887
+33% Kapazität gegen -80% Haltbarkeit. Subba!
#3
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Registriert seit: 29.01.2010
CH
Fregattenkapitän
Beiträge: 2993
Waren zu SLC Zeiten die Haltbarkeitswerte noch kein Thema, kam beim MLC mal die 1-3000 Schreibzyklen.
Jetzt sinds noch 100-150... Wie geht das weiter? SSDs mit wechselbaren Chips?
Mir ist bisher nur eine einzige SSD durch "überschreiben" Defekt geworden. HDDs ebenfalls eine durch Alterung. Trotzdem ist mir das nicht geheuer.
#4
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Registriert seit: 01.01.2007
Exil
Der Saft ist mit euch!
Beiträge: 8634
Naja wenn tatsächlich an die 1000 Zyklen erreicht werden können, finde ich das für eine Consumer SSD eigentlich ganz brauchbar (sofern der Preis auch entsprechend niedrig ist). Zum Beispiel als Steam-Platte, die nichts können muss außer lautlos Daten zu halten, würde ich mir so ein Teil durchaus einbauen. Bei einem Office PC sehe ich auch keine Schwierigkeit sowas als Systemplatte zu nehmen. Es erfordert ja nicht jede Anwendung ständiges Vollschreiben.
#5
Registriert seit: 26.04.2015

Oberbootsmann
Beiträge: 860
Als billiges Datengrab für Daten bei denen schneller Zugriff angenehm ist wäre das gut zu gebrauchen.
#6
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12438
Nicht gleich Panik schieben - ist ja noch ein Prototyp.
Ein paar Hundert P/E Zyklen reichen für den Heimgebrauch auch als Systemfestplatte, denn im Gegensatz zu HDDs gibt es ja den Controler der für eine gleichmäßige Auslastung sorgt.
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