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Tesla Roadster: Das schnellste Auto der Welt schafft 1000 km

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tesla roadster

Angekündigt hatte Tesla die Vorstellung des Semi Truck, doch der Star war ein anderer: der anschließend angekündigte Tesla Roadster der zweiten Generation. Das allein hätte vermutlich nur Fans der Marke begeistert. Doch die in Aussicht gestellten Eckdaten dürften auch Kritiker mit offenen Mündern zurückgelassen haben. Nichts weniger als das schnellste Auto der Welt soll der neue Tesla Roadster sein.

Vorerst dürfte dieses Attribut aber nur für die Beschleunigung sprechen. Denn für den Sprint von 0 auf 60 mph (ca. 97 km/h) soll der Roadster lediglich 1,9 s benötigen und somit die fast schon magische Grenze von 2 s knapp unterbieten. Aber auch höhere Geschwindigkeiten soll das neue Modell schneller als die Konkurrenz erreichen. Von 0 auf 100 mph (ca. 161 km/h) vergehen 4,2 s, für die berühmte Quarter Mile sollen nur 8,8 s benötigt werden.

In puncto Höchstgeschwindigkeit dürfte es für den Tesla Roadster hingegen nicht für die Spitzenposition reichen. Zwar sprach Elon Musk von mindestens 250 mph (402 km/h), erst vor wenigen Tagen wurde der Bestwert aber vom Koenigsegg Agera RS auf 277,9 mph (447 km/h) angehoben.

Möglich werden Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit unter anderem durch den Einsatz von drei Motoren - einer an der Vorderachse, zwei an der Hinterachse. Die verteilen maximal 10.000 Nm (Wheel Torque) an alle vier Räder, Details zu Kilowatt oder PS verrät Tesla noch nicht.

Die benötigte Energie liefern Akkus mit einer Gesamtkapazität von 200 kWh, die eine maximale Reichweite von 620 Meilen (997 km) bei „Highway-Tempo" ermöglichen sollen. Allerdings kursiert derzeit auch ein Wert von 630 Meilen (1.013 km).

Untergebracht sind die Akkus wie üblich im Boden, über den Tesla eine sehr sportlich geschnittene Karosserie gelegt hat. Die wirkt in Summe optisch zwar eigenständig, einige Details wirken aber vertraut - das Heck erinnert ein wenig an Porsche, die Front meint man bereits bei Audi und Honda gesehen zu haben. Die Bezeichnung Roadster ist allerdings irreführend. Denn nur Teile des Dachs lassen sich entfernen, womit es sich streng genommen lediglich um einen Targa handelt.

Im Innenraum soll es genügend Platz für eine 2+2-Sitzkonfiguration geben, in der zweiten Reihe dürften vermutlich aber nur Kleingewachsene bequem unterkommen können. Der Aufbau des Cockpits lässt sich derzeit nur erahnen, ähnlich wie im Model 3 gibt es lediglich ein mittig platziertes Display - Tacho und andere klassische Anzeigen fehlen.

Günstig wird der Tesla Roadster der zweiten Generation deshalb aber nicht. Schon das Basismodell, das gestern präsentiert wurde, schlägt mit 200.000 US-Dollar zu Buche, für die ebenfalls angekündigte und auf 1.000 Stück limitierte Founders Series werden 250.000 US-Dollar fällig. Der Start ist für 2019 vorgesehen. Ob und wann es weitere Varianten, möglicherweise mit abermals größerem Akku, geben wird, ist noch nicht bekannt.

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Kommentare (95)

#86
Registriert seit: 18.07.2009

Bootsmann
Beiträge: 566
Eine ernst gemeinte Frage: Wie sieht es eigentlich mit der Umweltverträglichkeit bei diesen Akkus aus? Irgendwann sind sie ja auch hinüber. Und da stellt sich für mich die Frage ob sie recycelt werden können, wenn ja wie aufwendig und welche Belastungen sich aus dem Restmüll ergeben.
#87
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Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 5433
Das Recycling ist mit 60-80% Rückgewinnung möglich. Aber es gibt keine Anlagen im großen Stil, weil auch der Akku-Müll noch zu gering ist. Leider sind die Inhaltsstoffe teilweise gesundheitsschädlich und so wirklich grün ist das definitiv nicht. Also ein Automotor lässt sich sicherlich besser wieder einschmelzen. Der Akku ist der Schwach- und Kritikpunkt an der Geschichte.
#88
Registriert seit: 26.08.2005
BM
Leutnant zur See
Beiträge: 1210
Das mit dem Recycling wird sich auch erst ändern, wenn die Kosten für neue Rohstoffe (Minen o.ä.) die kosten fürs Recycling übersteigen. Die Frage ist nur, was mit den Akkus bis dahin passiert. Werden die irgendwo geparkt, um da drauf zuzugreifen, oder werden die so entsorgt, dass man damit nichts mehr anfangen kann.
Der Verbrennermotor wird sich wohl einfacher Recyclen lassen, was ist aber mit dem ganzen Öl, was während des Betriebs so dadurch fließt und auch den Motor verlässt?
Es macht halt wenig Sinn, sich immer ein Teil rauszupicken was seiner Sache dient und darauf rumreiten. Die Autos produzieren nunmal an unterschiedlichen Stellen (Bauteilen) unterschiedlich viele Emissionen/Umweltbelastungen. Und was in Summe jetzt umweltfreundlicher ist, wird hier wohl niemand beurteilen können. Denn selbst die Studien, die sich damit beschäftigen, lassen immer irgendwelche Dinge außen vor, um die Studie zum gewünschten Ergebnis zu lenken.
#89
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Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 5433
Zitat IcE-TeA;25976896
Die Frage ist nur, was mit den Akkus bis dahin passiert. Werden die irgendwo geparkt, um da drauf zuzugreifen, oder werden die so entsorgt, dass man damit nichts mehr anfangen kann.


Optimalerweise kaufen sie Energieunternehmen und platzieren sie als Zwischenspeicher an Stellen, wo das Stromnetz zu hoch belastet wird, bis die Kapazität dann tatsächlich unbrauchbar ist.
#90
Registriert seit: 13.03.2015

Kapitänleutnant
Beiträge: 1537
Zitat oooverclocker;25977156
Optimalerweise kaufen sie Energieunternehmen und platzieren sie als Zwischenspeicher an Stellen, wo das Stromnetz zu hoch belastet wird, bis die Kapazität dann tatsächlich unbrauchbar ist.


Kaufmännische Betrachtungen werden die Dinger in der Praxis aber lange vor dem "unbrauchbar"-Punkt ausmustern, weil sie irgendwann zwar nicht unbrauchbar aber unrentabel werden.
#91
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Registriert seit: 01.01.2013

Obergefreiter
Beiträge: 71
Zitat IcE-TeA;25976896
Das mit dem Recycling wird sich auch erst ändern, wenn die Kosten für neue Rohstoffe (Minen o.ä.) die kosten fürs Recycling übersteigen. Die Frage ist nur, was mit den Akkus bis dahin passiert. Werden die irgendwo geparkt, um da drauf zuzugreifen, oder werden die so entsorgt, dass man damit nichts mehr anfangen kann.
Der Verbrennermotor wird sich wohl einfacher Recyclen lassen, was ist aber mit dem ganzen Öl, was während des Betriebs so dadurch fließt und auch den Motor verlässt?
Es macht halt wenig Sinn, sich immer ein Teil rauszupicken was seiner Sache dient und darauf rumreiten. Die Autos produzieren nunmal an unterschiedlichen Stellen (Bauteilen) unterschiedlich viele Emissionen/Umweltbelastungen. Und was in Summe jetzt umweltfreundlicher ist, wird hier wohl niemand beurteilen können. Denn selbst die Studien, die sich damit beschäftigen, lassen immer irgendwelche Dinge außen vor, um die Studie zum gewünschten Ergebnis zu lenken.


Öl wird upgecycled oder thermisch verwertet.

Natürlich gehen Akkus von Hybriden auch kaputt, nur ist das Auto dann kein Totalschaden. Ein Plug-In wie Golf oder Passat GTE fährt auch ohne viel Akkukapazität.
Ein Leaf, der nach 10 Jahren und 200.000KM nen defekten Akku hat, ist Schrott.

Elektroautos müssen ordentlich konstruiert sein, sonst verspielen sie ihre Vorteile. Tesla hat die Langlebigkeit ordentlich hinbekommen, lässt sich das aber auch bezahlen.

Die Argumentation mit "Der Verbrenner hatte Jahre Zeit um sich zu entwickeln" ist Unfug. Der Elektromotor hatte genausoviel Zeit sich zu entwickeln, u.a. in Industrie und Schienenverkehr. Imho gibt es beim Verbrenner sogar noch mehr Entwicklungspotential als beim E-Motor.
Und natürlich geht auch ein E-Auto defekt. Siehe Probleme Teslas mit dem Fahrwerk. Es bleiben also nicht nur Reifen und Bremsen ;)
#92
Registriert seit: 26.08.2005
BM
Leutnant zur See
Beiträge: 1210
Und das upcycling oder die thermische Verwertung bläst kein weiteres CO2 in die Luft? Ebenso muss das Öl erstmal dorthin kommen und nicht in der Umwelt landen. Guck dir mal an, wie oft die Straßen in Regenbogenfarben glänzen wenn es geregnet hat.

Wieso sollte das Auto ein Totalschaden sein, wenn der Akku hinüber ist? Austauschen, weitermachen.

Und das Entwicklungspotential steckt beim E-Auto und Verbrenner auch an unterschiedlichen Stellen.
Der Verbrenner hat ein sehr einfachen Energiespeicher, den Tank. Dafür kann der Wirkungsgrad des Motors noch optimiert werden.
Das E-Auto hat einen (vergleichsweise) simplen Motor, der schon ziemlich am Wirkungsgradoptimum arbeitet. Dafür ist hier der Energiespeicher der limitierende Faktor, der noch sehr viel Entwicklungspotential hat. Und die Entwicklung ist auch nötig, um die Alltagstauglichkeit weiter zu steigern.
#93
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ERZ
Flottillenadmiral
Beiträge: 4385
Zitat
[h=2]Tesla Roadster: Das schnellste Auto der Welt schafft 1000 km[/h]


Zitat
[COLOR=#000000][FONT=Verdana]In puncto Höchstgeschwindigkeit dürfte es für den Tesla Roadster hingegen nicht für die Spitzenposition reichen. Zwar sprach Elon Musk von mindestens 250 mph (402 km/h), erst vor wenigen Tagen wurde der Bestwert aber vom Koenigsegg Agera RS auf 277,9 mph (447 km/h) angehoben.[/FONT][/COLOR]


was für ein widerspruch...
#94
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Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 5433
Zitat FuPete;25983387
Und natürlich geht auch ein E-Auto defekt. Siehe Probleme Teslas mit dem Fahrwerk. Es bleiben also nicht nur Reifen und Bremsen ;)

Naja, kaputt geht alles irgendwann einmal. Aber beispielsweise ist ein Motorschaden bei einem korrekt konstruierten Elektromotor sehr unwahrscheinlich. Aber man kann natürlich auch alles irgendwie schlecht konstruieren, wenn man es einfach nicht drauf hat. Tesla ist recht neu am Markt und hat nicht Jahrzehnte lange Erfahrungen mit Fahrwerk, Getriebe etc.
#95
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Registriert seit: 01.01.2013

Obergefreiter
Beiträge: 71
Zitat oooverclocker;25983722
Naja, kaputt geht alles irgendwann einmal. Aber beispielsweise ist ein Motorschaden bei einem korrekt konstruierten Elektromotor sehr unwahrscheinlich. Aber man kann natürlich auch alles irgendwie schlecht konstruieren, wenn man es einfach nicht drauf hat. Tesla ist recht neu am Markt und hat nicht Jahrzehnte lange Erfahrungen mit Fahrwerk, Getriebe etc.


Ein ordentlicher Verbrennungsmotor ist auch praktisch unkaputtbar :)
Wir haben jetzt schon mehrere Autos abgegeben, die nahe der 300.000KM gekratzt haben, und der Motor war nie der ausschlaggebende Punkt. Irgendwann ist das Auto zu alt, zu viele Schäden, man will mal was neues. Aktuell sinds auch wieder 2 Fahrzeuge, die die 240.000KM überschritten haben (mein Passat und der Beetle meiner Freundin).
In all den Kilometer mit diversen Fahrzeugen noch nicht mal einen Turboschaden.

Aber klar, ich weiß worauf du hinauswillst. Ein Elektromotor ist simpler aufgebaut.
Simpler zu reparieren bei einem Lagerschaden z.b. ist das aber noch lange nicht.

Einen gebrauchten Tesla in die freie Werkstatt zu bringen wird schwierig.

Bisher liest man aber nicht wirklich schlechtes über das Fahrzeug, die Ingenieure haben ihren Job gut gemacht. Beim Leaf hingegen gibts mehrere Negativberichte.
Versteht mich nicht falsch, mein aktueller Traumwagen wäre sogar ein Plug-In, aber so toll, wie sie immer gelobt wird, ist die Elektromobilität leider noch nicht. Aber auf jeden Fall eine oftmals sinnvolle Alternative zum Verbrenner.
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