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Das Surface 3 im Vergleich zur Konkurrenz

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Microsoft2012In den Augen Microsofts ist das gestern vorgestellte Surface 3 der perfekte Mobilrechner. So einfach im Umgang wie ein Tablet, so vielseitig und leistungsstark wie ein Notebook. Zu Vergleichszwecken verwies man im Rahmen der Präsentation gleich mehrfach auf Apple. Mal wurde das Surface 3 einem MacBook Air gegenübergestellt, mal einem MacBook Pro mit Retina-Display.

Doch ist Microsofts Neuling wirklich so überlegen, wie man es gestern darstellte? Um dies zu überprüfen, haben wir es einigen vergleichbaren Notebooks und Tablets gegenübergestellt.

MacBook Air und MacBook Pro

Den Anfang macht dabei das MacBook Air, das als schwerer bezeichnet wurde. Tatsächlich stimmt diese Aussage. Denn während das Surface 3 es mitsamt Type Cover auf knapp 1,1 kg bringt, wiegt Apples 13-Zoll-Rechner fast 0,3 kg mehr. Mit etwa 9 zu 17 mm fällt das Microsoft-System zudem auch deutlich dünner aus. Dafür bietet das MacBook Air jedoch auch mehr Anschlüsse und eine bessere Akkulaufzeit. Ähnlich sieht es beim Preis aus, auch hier liegt Apples Notebook vorne. Zwar kosten beide System in vergleichbarer Konfiguration 999 Euro, für das Type Cover muss man jedoch knapp 130 Euro zusätzlich einplanen. Dennoch liegt das Surface 3 am Ende leicht vorne, vor allem das bessere Display sowie der Stift sind klare Vorteile.

Das gilt natürlich auch für den Vergleich mit einem MacBook Pro mit Retina Display. Hier gewinnt das Surface 3 ebenfalls in Sachen Gewicht und Bauhöhe, aber auch beim Preis. Denn für Apples kleinstes Pro-System werden 1.299 Euro fällig. Schwierig wird es hingegen beim Display. Das Surface 3 bietet aufgrund seines Seitenverhältnisses trotz geringer Diagonale etwas mehr Bildfläche, die bessere Auflösung und schärfere Darstellung bietet jedoch das MacBook Pro. Zudem stellt OS X die besseren Skalierungsoptionen zur Verfügung, Windows 8.1 hinkt hier auch mit Update 1 deutlich hinterher, was vor allem bei der Bedienung per Touchscreen ein großer Nachteil sein kann. Vorne liegt Apple auch beim Thema Anschlüsse, in Sachen Laufzeit dürfte es auf ein Unentschieden hinauslaufen.

Toshiba KIRA und Dell Venue 11 Pro

Ein Konkurrent aus der Windows-Welt ist das Toshiba KIRA. Für 1.499 Euro warten hier ein 13,3 Zoll großes Display mit 2.560 x 1.440 Pixeln, ein schneller Intel Core i7 sowie 8 GB RAM und 256 GB interner Speicher. Fest steht somit schnell: In Sachen Preis unterliegt das Surface 3, eine vergleichbare Ausstattung mitsamt Type Cover liegt hier bei annähernd 1.680 Euro. Zudem bietet Toshibas Notebook mehr Anschlüsse, aber auch ein höheres Gewicht. Nicht zuletzt aufgrund der größeren Flexibilität kann hier das Surface 3 am Ende aber eher überzeugen.

Deshalb lohnt sich auch ein Vergleich mit anderen Tablets, beispielsweise mit Dells Venue 11 Pro. Auch für dieses gibt es umfangreiches Zubehör, mit knapp 900 Euro fällt die Version mit i5, 4 GB RAM und einer 128 GB fassenden SSD etwas günstiger aus. Allerdings ist das Display kleiner und die Auflösung geringer, das Mobil-Dock bietet jedoch einen zweiten Akku - auf Kosten eines hohen Gewichts. Der große Pluspunkt gegenüber dem Surface 3: Der Nutzer kann einzelne Komponenten selbst tauschen, beim Surface 3 dürfte dies wie bei früheren Versionen kaum bis gar nicht möglich sein. Dennoch: Auch hier ist Microsofts Tablet die bessere Wahl.

Android und iOS

Aber wie sieht es aus, wenn der Gegner iPad Air oder Samsung Galaxy NotePRO 12.2 heißt? Hier entscheidet am Ende der Einsatzzweck. Wer das Tablet vor allem für produktive Zwecke wie Office und Co. nutzt, kommt noch immer kaum an Windows und somit am Surface 3 vorbei, auch wenn Android und iOS hier zuletzt deutlich aufgeholt haben. In Sachen Programmvielfalt und Multitasking bleibt der Platzhirsch weiterhin die erste Wahl. Anders sieht es hingegen aus, wenn es um eher „leichtere“ Aufgaben wie Kommunikation per Mail, Surfen oder Medienkonsum geht. Denn hier liegen die klassischen Tablets klar vorne, geringeres Gewicht niedrigere Preise sind hier ausschlaggebend. Kurzum: Das Surface 3 ist für solche Zwecke vollkommen überdimensioniert.

Zumindest auf dem Papier ist Microsofts neues Tablet somit tatsächlich wie vom Hersteller behauptet vielen Konkurrenten überlegen. In der Praxis könnte sich so manchen Stärke aber als pure Werbelüge entpuppen, vor allem Akkulaufzeit und Lüftergeräusch müssen einem umfangreichen Test standhalten.