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In der vergangenen Woche mussten Phil Spencer und Sarah Bond als Leiter der Xbox-Sparte bei Microsoft ihren Hut nehmen. Wie nun bekannt wurde, sollte dieser Schritt erst in der aktuellen Woche publik gemacht werden. Aber intern müssen die Entscheidungen für größere Unruhen gesorgt haben, sodass es kaum mehr möglich war, dies länger von der Öffentlichkeit fernzuhalten.
Die neue Führungsriege in Form von Asha Sharma und Matt Booty wurde offenbar mit einiger Skepsis empfangen – sowohl intern als auch extern, wenn man die Reaktionen im Netz verfolgt. Indessen meldet sich auch der ehemalige Erfinder der Xbox, Seamus Blackley, (via GamesBeat) zu Wort, der die Konsolenbestrebungen innerhalb Microsofts damals durchsetzte und damit letztlich für den Erfolg sorgte, den Microsoft mit der Konsole hatte.
Blackley zufolge steckte Microsofts CEO Satya Nadella viel Geld und Glaubwürdigkeit des Unternehmens in die KI-Sparte. Alles, was nicht zum Thema KI passe, genieße eine wesentlich geringere Priorität und könne somit jederzeit abgesägt werden.
Asha Sharma habe nur noch den Job eines Palliativmediziners. Die Xbox-Sparte soll langsam "sanft in die Nacht begleitet" werden. Ob Blackley mit seiner Einschätzung Recht behalten wird, ist schwer zu sagen. Er ist schon einige Jahre nicht mehr aktiv im Xbox-Team, scheint aber noch immer die notwendigen Kontakte in der Branche und vor allem bei Microsoft zu haben.
Hinter der Zukunft der Xbox in ihrer Konsolenform steht schon länger ein großes Fragezeichen. Microsoft tendiert in Richtung des Streamings von Spieleinhalten. Die aktuell hohen und wohl anhaltend hohen Speicherpreise sorgen zudem dafür, dass sowohl Sony als auch Microsoft die nächste Konsolengeneration zumindest im Hinblick auf deren Erscheinungszeitraum hinterfragen. Sony soll schon über 2028/29 nachdenken.