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Ganze 38 Jahre war Phil Spencer bei Microsoft beschäftigt. Die letzten zwölf davon als Chef der Gaming-Sparte des Unternehmens. Gestern Abend erschien auf Game File ein großer Bericht, der gravierende Änderungen im Unternehmen ankündigt. Der langjährige Gaming-Chef wird das Unternehmen im Sommer verlassen und bis dahin nur noch beratend tätig bleiben.
Spencer fing 1988 als Praktikant bei Microsoft an, bevor er schließlich 2014 die Führungsebene erreichte. Unter ihm gingen zwei der wichtigsten Deals der Gaming-Geschichte über die Bühne, als Microsoft zunächst Bethesda und schließlich Activision Blizzard übernahm. Für den letzten Kauf flossen 2023 fast 70 Milliarden Dollar. Seither gehören Marken wie Call of Duty, Warcraft und Diablo zu Microsoft.
Als Nachfolgerin von Spencer tritt Asha Sharma an. Diese war bisher als Leiterin der KI-Sparte des Unternehmens, CoreAI, tätig. Bevor sie zu Microsoft wechselte, war sie unter anderem auch Vize-Präsidentin der Facebook-Mutter Meta. Sharma hat bereits betont, dass bei ihr großartige Spiele im Zentrum stehen sollen. Die Xbox-Konsole soll wieder den Kern der Marke bilden. Sie will neue Geschäftsmodelle und Innovationen nutzen, um das Unternehmen voranzubringen. Wie sie zum Einsatz von KI in der Spieleentwicklung steht, kann aufgrund ihrer vorherigen Position durchaus überraschen. Sie sei sich der Skepsis der Spieler bewusst und gibt an, dass sie Spiele als Kreativprodukte sieht. Man wolle den Markt keinesfalls mit KI-Slob fluten, sagt Sharma.
Spencer ist allerdings nicht der einzige, der geht. Auch die bisherige Xbox-Präsidentin, Sarah Bond verlässt Microsoft komplett. Studio-Chef Matt Booty bleibt an Bord und steigt nun zum Chief Content Officer auf. Microsoft Gaming erreicht nach eigenen Angaben inzwischen über 500 Millionen monatlich aktive Nutzer. Rund 40 Studios gehören zum Unternehmen. Im Artikel von Game File finden sich alle Statements der Beteiligten in voller Länge.