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Seit der Einführung der Nintendo Switch 2 im Juni 2025 und damit vor nicht ganz acht Monaten scheint sich die Hybrid-Konsole insgesamt zwar als kommerzieller Erfolg zu etablieren, schwächelte im Weihnachtsgeschäft allerdings bei den Verkaufszahlen. Nun deutet ein neuer Produktcode bei Nintendo darauf hin, dass die Japaner hinter den Kulissen an einer Erweiterung des Hardware-Portfolios arbeiten könnten.
Am 15. Januar 2026 machte der aufmerksame Bluesky-Nutzer "dootsky" eine spannende Entdeckung: Im Quellcode des Nintendo-Account-Portals, jener Plattform, auf der Nutzer ihre registrierten Systeme verwalten und verknüpfen können, tauchte ein bislang unbekannter Produktcode mit der Bezeichnung "OSM" auf – und damit auf offizieller Seite. Während beliebige Eingaben von Benutzern normalerweise zu einer Fehlermeldung führen, akzeptiert die Nintendo-Datenbank den Code als validen Produktcode und generiert eine entsprechende Konsolen-Grafik. Diese ist zwar noch generisch und entspricht der Standard-Switch-2-Darstellung, signalisiert aber dennoch dem System, dass dies ein echtes Hardware-Modell sei.
Die wahrscheinlichste Theorie bezieht sich auf den internen Entwicklungsnamen der Nintendo Switch 2: Ounce. Das Kürzel "OSM" könnte demnach für "Ounce Small Model" stehen – eine kompaktere Variante der aktuellen Switch 2, vergleichbar mit der Nintendo Switch Lite der ersten Generation. Eine Nintendo Switch 2 Lite würde in das bewährte Muster von Nintendos Hardware-Strategie passen. Wie bei der ursprünglichen Switch, die einige Jahre nach ihrem Launch durch die kostengünstigere Lite-Variante ergänzt wurde, könnte Nintendo eine ähnliche Taktik verfolgen. Eine solche kompakte Version könnte mit niedrigerer Hardware-Leistung, fest integrierten Controllern statt abnehmbarer Joy-Cons und möglicherweise ohne Docking-Funktionalität konzipiert werden – was es Nintendo ermöglichen würde, einen niedrigeren Einstiegspreis anzubieten. Zwischen der klassischen Nintendo Switch und der Switch Lite lagen jedoch fast zwei volle Jahre.
Es existiert noch eine zweite Theorie: So könnte Nintendo an einer OLED-Version der Switch 2 arbeiten, die das Original-Modell ergänzen sollte und damit einen der größten Kritikpunkte ausmerzen, jedoch frühe Käufer vor den Kopf stoßen würde. Ein gänzlich neuer Hardware-Refresh wäre nach einer so kurzen Zeit sehr überraschend.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist alles noch Spekulation: Nintendo hat sich offiziell zu keinem neuen Hardware-Modell geäußert. Der OSM-Code könnte auch für völlig andere Zwecke existieren: Als Test-Eintrag, als Platzhalter für zukünftige Hardware, oder sogar als technischer Fehler. Die aktuelle Version der Nintendo Switch 2 kostet rund 460 Euro.






