Seite 1: OnePlus 5T: T bedeutet 18:9 ab 499 Euro

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Das vielleicht wichtigste Detail, das Beibehalten der Audio-Buchse, hatte OnePlus bereits Anfang November verraten. Nun wurde das Gerät in Gänze enthüllt, Überraschungen blieben aber aus. Denn die Vermutungen der vergangenen Wochen entpuppten sich als korrekt. Abgesehen vom Display gibt es demnach tatsächlich nur leichte Veränderungen gegenüber dem Vorgänger.

Im Test konnte sich das OnePlus 5 im Sommer unter anderem ausgerechnet aufgrund des guten Displays eine klare Empfehlung verdienen. Die dort noch im 16:9-Format gehaltene Anzeige muss nun aber Platz für ein neues Panel im derzeit angesagten Format 18:9 machen. OnePlus bleibt der AMOLED-Technik allerdings treu, die Auflösung wächst aufgrund des geänderten Seitenverhältnissen von Full HD auf 2.160 x 1.080 Pixel (Full HD+). Wachstum gibt es aber auch an anderer Stelle: Die Display-Diagonale beträgt nun 6,01 statt 5,5 Zoll.

Das hat auch Folgen für das Display. Mit 156,1 x 75,0 x 7,3 mm fällt das minimal breiter und länger aus (OnePlus 5: 154,2 x 74,1 x 7,3 mm). Allerdings sind die Auswirkungen auf das Design größer, als dies vermuten lässt. Da das Display nun 80 % der Front des OnePlus 5T einnimmt, musste der Fingerabdrucksensor auf die Rückseite wandern. Im direkten Vergleich fällt zudem das leicht überarbeitete Kameramodul auf. Das steht erneut ab, der Übergang zum restlichen Gehäuse fällt nun aber fließender aus.

Möglich, dass diese Änderung aufgrund der veränderten Kamera-Hardware nötig geworden ist. Die Auflösungen der beiden Sensoren sind mit 16 Megapixel für die Weitwinkel-Kamera und 20 Megapixeln für die Tele-Kamera zwar identisch geblieben, erstere verfügt nun aber über einen neuen Sensor (Sony IMX 376K), letztere über eine lichtstärkere Optik (Blende f/1,7 statt f/2,6). Beide Änderungen versprechen bessere Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen: Der Tele-Sensor erhält mehr Licht, der Weitwinkel-Sensor können dank Intelligent Pixel Technology vier Pixel zu einem zusammengefasst werden; dies soll bei weniger als 10 Lux automatisch geschehen. Auf der Vorderseite belässt OnePlus es bei 16 Megapixeln und Blende f/2,0, erweitert aber den Funktionsumfang. Denn das OnePlus 5T kann das Gesicht des Nutzers damit erkennen und auf diesem Wege entsperrt werden.

Die restliche Ausstattung hat OnePlus unangetastet gelassen. Für genügend Leistung sorgt Qualcomms Snapdragon 835 mit seinen acht Kryo-280-Kernen sowie der GPU Adreno 540. Je nach Variante stehen dem SoC 6 oder 8 GB RAM zur Seite, der interne Speicher fasst entweder 64 oder 128 GB  - die Erweiterung per microSD-Karte ist erneut nicht möglich. Das LTE-Modem ist auch beim OnePlus 5 gedrosselt, erreicht im Alltag aber immer noch ausreichende 600 und 150 MBit/s im Down- und Uplink. WLAN-ac mit 2x2-MIMO-Antennen-Design ist ebenso erneut vorhanden wie NFC, Bluetooth 4.2 (Hardware-seitig wird Version 5 unterstützt) sowie eine USB-Typ-C-Buchse; dahinter steckt wieder nur USB 2.0. Die Akkukapazität bleibt mit 3.300 mAh stabil, was aufgrund der höheren Pixel-Zahl zu etwas geringeren Laufzeiten führen dürfte. Dank Dash Charge mit bis zu 20 W sollen die Ladezeiten erneut kurz ausfallen.

Ausgeliefert wird das OnePlus 5T ab dem 21 November inklusive OxygenOS auf Basis von Android 7.1.1. Für die Variante mit 6 GB RAM und 128 GB internem Speicher verlangt OnePlus unverbindliche 499 Euro, für das Modell mit 8 und 128 GB 599 Euro.