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Das HP Elite X3 will mehr als nur ein Smartphone sein

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hp 2015HPs bisherige Ausflüge in den Smartphone-Markt waren nicht gerade von Erfolg geprägt. Im Gegenteil: Nach der Übernahme von Palm brachte man zwar ein paar Geräte auf den Markt, stampfte diese allerdings schnell wieder ein und verramschte sie regelrecht zu Dumpingpreisen. Nun wollen es die Amerikaner endlich richtigmachen. Ein simples Smartphone soll das HP Elite x3, welches vor wenigen Minuten im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona angekündigt wurde, aber nicht sein – vielmehr spricht man von einer völlig neuen Produktkategorie. Tatsächlich hat das Phablet so einige Besonderheiten.

So ist der HP-Neuling mit einem Qualcomm Snapdragon 820 ausgerüstet, womit das Elite x3 nicht nur die bisherigen Vorzeige-Lumias wie das Microsoft Lumia 950 XL hinter sich lässt, sondern auch gleich zum stärksten Windows-10-Smartphone aufsteigt. Dazu gibt es 4 GB LPDDR4-Arbeitsspeicher und einen fast 6 Zoll großen Touchscreen, welcher eine QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten zu bieten hat. Daten lassen sich auf einen 64 GB großen Flashspeicher ablegen, welcher sich dank microSD-Karten-Slot erweitern lässt. Obwohl entsprechende Speicherkarten noch nicht erhältlich sind, verspricht HP eine Erweiterung um bis zu 2 TB.

Bei Windows 10 sollen Nutzer ihre Daten aber ohnehin überwiegend in der Cloud haben, weswegen das HP Elite x3 mit einem schnellen LTE-Modem nach Cat.6-Standard aufwarten kann und damit Übertragungsraten von bis zu 600 Mbit/s möglich macht. Dank Dual-SIM-Slot können zwei SIM-Karten gleichzeitig eingesetzt werden. Für WLAN-Verbindungen steht ein 2x2-AC-Modul bereit.

Großes Feature-Set

Großen Wert hat man auch auf eine hochwertige Soundausgabe gelegt. Die beiden Stereo-Lautsprecher in der Front stammen von Bang & Olufsen. Das eingebaute Mikrofon beherrscht Noise-Cancellation und soll bei Telefon- und Video-Gesprächen störende Hintergrundgeräusche herausrechnen. Für Videotelefonie steht eine Frontlinse mit 8 Megapixeln zur Verfügung. Die rückseitige Hauptkamera arbeitet immerhin mit der doppelten Auflösung. Verglichen mit anderen High-End-Smartphones mag die Auflösung gering sein, laut HP aber soll sich die Bildqualität durchaus sehen lassen. Die Frontlinse beispielsweise macht im Skype-Modus automatisch zwei Bilder, die dann von Hard- und Software zu einem Bild zusammengefügt werden – ähnlich wie bei HDR-Aufnahmen. Vor allem in dunkleren Umgebungen sollen so ansehnliche Skype-Konferenzen geführt werden können.

All das bringt HP in einem schicken Aluminium-Gehäuse unter. Dieses ist dank IP67-Zertifizierung nicht nur gegen Staub und Spritzwasser geschützt, sondern soll auch extremen Belastungen nach MIL-STD 810G standhalten. Das Display wird hingegen von Gorilla Glass4 vor Stößen und Kratzern geschützt. Insgesamt soll das HP Elite x3 rund 190 g auf die Waage bringen. Im direkten Größenvergleich ist es nur wenige Millimeter größer als beispielsweise das Huawei Mate 8.

Das HP Elite x3 soll überwiegend im Business-Bereich eingesetzt werden, was größere Anforderungen an den Datenschutz stellt. So verschlüsselt das neue HP-Phablet automatisch alle Daten auf dem internen Speicher, aber auch auf der Speicherkarte. HP greift hierfür auf eine 128 Bit Verschlüsselung zurück. Dazu gibt es TPM 2.0 und Secure Boot. Die Daten und der Zugriff auf das Gerät selbst können über zwei verschiedene biometrische Sensoren abgesichert werden. Hierfür bietet das HP Elite x3 neben einem Fingerabdrucksensor auch einen Iris-Scanner. Der Akku besitzt eine Kapazität von satten 4.150 mAh und soll so einen ganzen Tag durchhalten können, zumindest aber etwa 30 % länger als Konkurrenzgeräte. Aufladen lässt sich der Stromspender nicht nur per Kabel, sondern auch drahtlos über Wireless-Charging.

Anschlussseitig hat das HP Elite x3 auf der Rückseite fünf Pogo-Pins zu bieten – über diese Federkontaktstifte lassen sich beispielsweise Kreditkartenlesegeräte anschließen, was den Business-Fokus weiter unterstreicht. Der Hauptanschluss ist aber ein USB-Type-C-Anschluss. Über diesen möchte HP so einige zusätzliche Features bereitstellen, die eine neue Produktkategorie rechtfertigen würden.

Dock für Windows Continuum

Dank des schnellen Snapdragon-820-SoCs unterstützt das HP Elite x3 das Continuum-Feature. Dann wird das Smartphone fast zum vollwertigen Windows-PC. Mit Tastatur, Maus und einem großen Display lassen sich die Universal-Apps in einer Desktop-Umgebung ausführen. Normale x86-Anwendungen sind allerdings nicht möglich – laut HP arbeite man im Hintergrund aber schon eng mit Microsoft und Intel zusammen, um später passende Geräte vorstellen zu können. Bislang aber scheitert es eher an der Software als an der Hardware.

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Das Continuum-Dock stellt zusätzliche Anschlüsse bereit und beschleunigt die Hardware

Für das Elite x3 wird HP ein eigenes Continumm-Dock als Zubehör bereitstellen. Dieses wird über den Typ-C-Anschluss an das Phablet angeschlossen und stellt damit weitere Anschlüsse zur Verfügung. Das sind nicht nur zwei USB-Ports, worüber sich beispielsweise Tastatur und Maus anschließen lassen, sondern auch eine Ethernet-Buchse und ein DisplayPort-Ausgang. Wer das Smartphone in das Dock steckt, lädt dieses darüber automatisch auf. Dank Schnellladefunktion soll dieser Vorgang in rund 30 % kürzerer Zeit abgeschlossen sein als bei einem herkömmlichen Netzteil. Ebenfalls lobenswert: Wird die Desktop-Umgebung genutzt, können trotzdem Anrufe entgegengenommen oder gestartet werden – wahlweise über ein Bluetooth-Headset oder mit Freisprechfunktion. Das Dock soll aber auch die Hardware beschleunigen. Der Qualcomm-SoC soll dann mit höheren Taktraten arbeiten – genau Angaben hierzu machte HP allerdings noch nicht.

Notebook ohne Hardware

Doch damit nicht genug: HP bringt mit dem Elite x3 auch den Mobile Extender, ein Notebook, welches eigentlich keines ist. Denn abgesehen von ein paar Anschlüssen, der Tastatur, einem Touchpad, dem Display und einem Akku hat das 12,5-Zoll-Gerät keine weiteren Komponenten verbaut, die es zu einem Notebook machen würde. Erst wenn das Elite x3 per Typ-C-Anschluss angeschlossen oder drahtlos verbunden wird, erwacht der Mobile Extender zum Leben. Wie schon bei der Docking-Station lässt sich so Windows Continuum nutzen. Insgesamt soll der Mobile Extender dünner als das Apple iPad Air sein, rund 800 g auf die Waage bringen und einen 48 Wh starken Akku bereitstellen.

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Ein Notebook voller Akku: Der Mobile Extender

Sowohl der Mobile Extender, wie auch das Continuum-Dock und das Smartphone selbst sollen allerdings erst im Spätherbst auf den Markt kommen. Bis dahin wolle man das Gerät mit verschiedenen Partnern im Praxiseinsatz ausgiebig testen und vielleicht noch das eine oder andere Feature implementieren und verbessern. Über Preise wollte man sich noch nicht auslassen, HP versprach aber, dass die Kombination aller drei Geräte preislich attraktiver sein würde als ein Smartphone und Notebook zusammen. Aufgrund der Ausstattung aber dürfte alleine das HP Elite x3 über 800 Euro kosten. Für den Mobile Extender sollten dann aber nicht mehr als 300 Euro verlangt werden dürfen.

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