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Amazon Lieferdrohnen sollen laut Patent möglichen Bedarf beim Besteller ermitteln

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Amazon experimentiert gerne mit neuen Techniken. Der Online-Händler hat zudem international eine extrem große Kundenbasis, dessen Daten man auswerten kann. Das möchte man in Zukunft eventuell auch auf eine eher ungewöhnlich klingende Weise tun: So hat sich Amazon ein neues Patent gesichert, das sich auf Drohnenlieferungen bezieht.

Datenschützer dürften von den im Patent dargestellten Features aber weniger begeistert sein. So beschreibt Amazon ein Verfahren, das auf der Basis der Videodaten von Drohnen Kaufempfehlungen aussprechen könnte. Denkbar wäre, dass eine Drohne einen Kunden beliefert und bei der Lieferung das Hausdach gefilmt wird. Stellt die automatische Videoanalyse einen Schaden fest, könnte Amazon entweder Produkte oder auch Partner als Dienstleister für eine Reparatur empfehlen. Natürlich wäre auch möglich, dass die Drohne auf dem Grundstück des Bestellers einen Hund herumstromern sieht und dann beispielsweise anschließend Hundefutter zum Kauf vorschlägt. Die Möglichkeiten sind demnach durchaus groß.

Das Patent nennt sich „Trigger Agents in Video Streams from Drones“ und könnte Amazon viele Potentiale für Empfehlungen eröffnen. Wie immer ist aber natürlich offen, ob das Patent tatsächlich jemals die Basis für eine reale Technik sein wird. Schließlich sichern sich große Firmen wie Amazon stets allerlei Patente, doch viele bleiben dann in einer Schublade liegen, ohne dass ein Produkt auf ihrer Basis entwickelt wird. Bereits im Patent betont Amazon allerdings die Funktionen nur dann bei Kunden einsetzen zu wollen, wenn jene auch derlei Auswertungen zugestimmt hätten.

In Deutschland wäre die Umsetzung sicherlich dennoch schwierig, denn schließlich ist kaum sicherzustellen, dass eine Lieferdrohne bei Videoaufnahmen nicht auch noch auf dem Nachbargrundstück die Nachbarin im Bikini mit filmt. Zumal ohnehin eine gewisse Fehleranfälligkeit gegeben wäre, wenn etwa die Nachbarskatze es sich im Garten des Bestellers gemütlich macht und jener darauf hin mit Empfehlungen für Katzenstreu konfrontiert wäre. Doch warten wir es ab, denn aktuell liegt ohnehin nur das Patent vor und selbst wenn Amazon darauf aufbauend Techniken entwickeln sollte, dürften Jahre vergehen, bis sie in der Praxis Verwendung finden.

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Kommentare (4)

#1
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Registriert seit: 21.01.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 3038
Betrifft ja zum Glück nur Bewohner von Einfamilienhäusern, bei allen Anderen dürfte eine sinnvolle Auswerting schwer werden :lol:
#2
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Registriert seit: 30.03.2010
Hamburg
Flottillenadmiral
Beiträge: 4914
Ich denke, die jungfräuliche Nachbarin im Bikini nimmt man an besten mit Satellitenaufnahmen auf. Sollte bei vollständigen Analysen deutlich einfacher und damit günstiger sein.
#3
Registriert seit: 08.09.2011
From Hell
Obergefreiter
Beiträge: 67
Für die Werbeindustrie reicht ja heute schon google Maps um zu wissen wer mal wieder ein neues Dach, Auto, Pflaster, Rasenmäher, Kehrmaschine, usw. braucht. Hundehütten oder Hunde lassen sich ja auch so schon erkennen.
Also nichts besonders Neues. Wenigstens werden dadurch die nervigen Vertreter weniger, eine Werbemail oder Banner ist leichter los zu werden als die Typen!
#4
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Registriert seit: 12.10.2006
Leizig
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 485
Interessant, im Bereich des Aerial Survey gibts maximal aufnahmen mit einer GSD von 10cm, zur Wahrung der Privatsphäre. Das wird bei den Amazon Drohnen nicht mehr so ganz hinkommen. Auf der anderen Seite, sollte das wirklich mal irgendwann kommen, bin ich gespannt wieviele sich einen Spaß daraus machen die Teile vom Himmel zu holen :D
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