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Wie die neusten Zahlen der Marktforscher von IDC zeigen, war das Jahr 2025 für den PC-Markt ein sehr erfreuliches. Weltweit gingen während der letzten zwölf Monate rund 285 Millionen Desktop-PCs, Notebooks und Workstations über den Ladentisch – ein Plus von etwa 8 % gegenüber dem Vorjahr. Getrieben wurde dieses Wachstum vor allem vom Business-Umfeld und dem Support-Ende von Windows 10. Doch die Freude dürfte nicht lange währen: Für 2026 warnt IDC aufgrund der Speicherknappheit und stark steigender Preise vor rückläufigen Verkaufszahlen.
Gerade im Schlussquartal 2025 legten die PC-Auslieferungen laut IDC um 9,6 % auf 76,4 Millionen Geräte erheblich zu, womit der PC-Markt das Jahr mit kräftiger Dynamik beenden konnte. Besonders stark profitierten klassische PC-Formfaktoren, während Tablets deutlich schwächer liefen. Es ist das zweite Jahr in Folge nach der Post-Pandemie-Delle mit einer positiven Bilanz. Während Notebooks weiterhin den Löwenanteil des Absatzes stellen, hat sich 2025 auch das Desktop-Segment spürbar erholt, weil viele Firmen ihre in die Jahre gekommenen Büro-PCs erneuerten.
Im Jahresverlauf sorgte insbesondere das Commercial-Geschäft – unter anderem mit Workstations für Entwickler, Kreative und technische Anwendungen – für zusätzliche Stückzahlen. Im Konsumentenbereich fiel das Plus dagegen moderater aus, da private Haushalte angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten zurückhaltender investierten.
Wichtigster Wachstumstreiber 2025 war laut IDC der begonnene Austauschzyklus rund um das Ende des Windows‑10‑Supports, der Unternehmen zwingt, fünf Jahre und ältere Systeme durch neue Geräte zu ersetzen. Viele Geschäftskunden haben die höheren PC-Budgets bereits fest eingeplant und beschleunigen ihre Anschaffungen, um vor möglichen Zoll- oder Preisschocks auf der sicheren Seite zu sein. Parallel positionieren Hersteller ihre neuen Geräte offensiv als AI‑PCs.
Unangefochten auf Platz 1, was Marktanteil und Stückzahlen anbelangt, liegt Lenovo. Fast jeder fünfte PC stammt aus deren Fertigung. Die Chinesen verzeichneten mit einem Plus von 14,5 % oder 1,4 Prozentpunkten das stärkste Wachstum und kamen mit weltweit über 70,8 Millionen verkauften Einheiten auf einen Marktanteil von 24,9 %. Danach folgen HP mit 20,2 % und Dell mit 14,4 %. Beide Unternehmen konnten auch hier ein starkes Wachstum von bis zu 8,4 % verzeichnen. Apple kam mit rund 25,6 Millionen verkauften Einheiten auf 9 % und konnte in den letzten zwölf Monaten um 11,1 % zulegen. Auf Rang 5 liegt bereits ASUS.
Dämpfer dürfte 2026 erfolgen
Trotz der starken Zahlen warnt IDC, dass 2026 für den PC-Markt wieder ein Rückgangsjahr werden könnte, insbesondere wegen einer globalen Knappheit bei DRAM und NAND-Flash. Rückgänge im unteren zweistelligen Prozentbereich seien im pessimistischsten Fall realistisch.
Die Engpässe auf dem Speichermarkt treiben bereits jetzt die Kosten für RAM und SSDs, was laut IDC im PC-Segment zu durchschnittlichen Verkaufspreissteigerungen von etwa 6 bis 8 % führte. Größere Hersteller mit starken Einkaufspositionen und langfristigen Lieferverträgen dürften die Situation leichter abfedern, während kleinere Marken – insbesondere im Gaming‑PC‑Bereich mit hohen Speicherausstattungen – deutlich stärker unter Margendruck geraten.