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NVIDIA gewinnt bei Crypto-Mining-Sammelklage der Anleger

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nvidia

Dass der Mining-Boom in erster Linie für Grafikkartenhersteller erfreulich ist sollte selbsterklärend sein. So natürlich auch für NVIDIA. Besonders die Jahre 2017 und 2018 bleiben mit Rekordumsätzen im Gedächtnis, aber auch im 4. Quartal 2020 hat NVIDIA davon profitiert. Da der GPU-Hersteller dies aus Sicht der Anleger in seiner Bilanz nicht ausreichend gekennzeichnet hat und später auf hohen Stückzahlen sitzen geblieben ist, kam es im Jahr 2019 zu einer Sammelklage. 

Jetzt gibt es ein Urteil im genannten Verfahren. Laut Aussagen des Gerichts ist es den Anlegern nicht gelungen zu beweisen, dass NVIDIA hier tatsächlich falsche Zahlen genannt hat. Das Unternehmen gab zunächst an, an Minern im ersten Quartal 2018 lediglich 289 Millionen US-Dollar verdient zu haben. Allerdings sollen rund 60 % der in China verkauften Grafikkarten im Zeitraum von Mai 2017 bis November 2018 an die Miner gegangen sein. Jedoch veröffentlichte NVIDIA im genannten Zeitraum auch eine spezielle Mining-Karte. Somit sind die Verkaufszahlen äußerst undurchsichtig und für Außenstehende unmöglich zu ermitteln. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass die Anleger mit ihrer Klage scheiterten.

Zudem dürfte die aktuelle Verfügbarkeit der NVIDIA-GPUs die Aktionäre alles andere als fröhlich stimmen. Eine solch immens hohe Nachfrage nicht bedienen zu können ist nicht nur aus rein wirtschaftlicher Sicht nicht ideal. Damit hier nicht noch eine zusätzliche Brisanz aufgrund der Miner hinzu kommt, steuert man nun mit entsprechenden Maßnahmen für die GeForce RTX 3060 gegen. Über den Effekt dieser Maßnahme gibt es aber unterschiedliche Meinungen. Von sinnvoll bis zahnlosem Tiger und einem Feigenblatt für NVIDIA reichen die Einschätzungen.

Das Thema ist aber aktuelle denn je. In der Bekanntgabe der Zahlen für das 4. Quartal 2020 sind laut NVIDIA von insgesamt 2.495 Millionen US-Dollar Umsatz aus dem GeForce-Geschäft etwa 100 bis 300 Millionen US-Dollar dem Mining-Geschäft geschuldet. Auch hier dürften die Zahlen höher sein, aber es lässt sich schwer abschätzen bzw. belegen, wie groß der Anteil des reinen Miner-Absatzes wirklich ist.

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