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IT-Hamsterkäufe: Huawei kauft Prozessoren für zwei Jahre

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huaweiDer anhaltende Wirtschaftskrieg zwischen den USA und China spitzt sich immer weiter zu. Zwar deuten sich zwischenzeitlich auch wieder leichte Entspannungen an, im Grunde aber gibt die USA gerade eine Marschrichtung vor, die eine komplette Blockade in bestimmten Wirtschaftsbereichen vorsieht.

Für einige Unternehmen wird dies offenbar zunehmend zur Gefahr. Vor allem chinesische Unternehmen, die auf bestimmte Güter aus den USA angewiesen sind, scheinen sich nun entsprechend vorzubereiten. So berichtet die Nikkei Asian Review, dass Huawei massenhaft Prozessoren und FPGAs von Intel, AMD und Xilinx kauft. Die Stückzahlen sollen dabei durchaus signifikant sein und den Bedarf von Huawei über zwei Jahre decken können.

Huawei hat allerdings nicht erst in den vergangenen Wochen damit begonnen, sonder soll seine Bevorratung schon vor über einem Jahr hochgefahren haben. Inzwischen sollen mehr als 20 Milliarden US-Dollar dafür aufgewendet werden. Da Huawei auf der Liste für Ausfuhrbeschränkungen steht, kann das chinesische Unternehmen ohnehin keine direkten Anschaffungen mehr beim Hersteller tätigen und muss die Wahre über lokale Distributoren und Händler beziehen. Dies erhöht natürlich die Kosten für Huawei, da Intel beispielsweise den Hyperscalern (wie es Huawei aufgrund des großen Cloudgeschäfts inzwischen einer ist) enorme Preisreduzierungen zugesteht.

Auch in anderen Bereichen hat Huawei die Bevorratung deutlich angehoben. So hält man DRAM- und NAND-Chips verschiedener Hersteller in größeren Mengen vor.

Auf der anderen Seite versuchen sich chinesische Unternehmen und der chinesische Gesamtmarkt zunehmend unabhängig zu machen. So hat man bereits eigene Serverchips entwickelt, die allerdings offenbar nicht überall eingesetzt werden können oder auch nicht in den gewünschten Stückzahlen zur Verfügung stehen. In kleineren Ausbaustufen sollen diese Chips auch in Office-Systemen zum Einsatz kommen. Zudem kann Huawei nicht mehr auf den Auftragsfertiger TSMC zurückgreifen, da dieser sonst ebenfalls von den USA mit Beschränkungen belegt worden wäre. 

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