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Samsung verabschiedet sich aus China und beendet Microarchitektur-Entwicklung

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Wie die Nachrichtenagentur Reuters jetzt berichtet hat, stellt der südkoreanische Mischkonzern Samsung die Smartphone-Produktion in der Volksrepublik China komplett ein. Im Zuge dessen wird die letzte verbleibende Samsung-Fabrik im chinesischen Huizhou nach rund 16 Jahren endgültig geschlossen. Das Werk war während seiner Glanzzeiten für knapp jedes fünfte Smartphone verantwortlich, das in China über die Ladentheke ging. 

Bereits seit April 2018 ist Samsung dabei die Smartphone-Produktion aus China abzuziehen. Den Anfang machte das Werk in Shenzhen. Hier wurden in erster Linie Netzwerk-Komponenten hergestellt. Weiter ging es dann mit der Samsung-Fabrik in Tianjin. Besagtes Werk wurde im Dezember 2018 geschlossen.

Grund für den Abzug aus China dürften die Marktanteile des Konzerns sein. Aktuell hält der ehemalige Marktführer Samsung noch insgesamt 1 % des chinesischen Marktes. Huawei und Xiaomi konnten sich in der Vergangenheit verstärkt gegen Samsung durchsetzen und sicherten sich somit ein großes Stück von den Smartphone-Verkäufen in China. Aber auch die gestiegenen Arbeitskosten in der Volksrepublik machen dem südkoreanischen Mischkonzern zu schaffen. 

Momentan produziert Samsung hauptsächlich in Vietnam und Indien. Alleine in Vietnam laufen jährlich knapp 240 Millionen Smartphones vom Band. Die größte Smartphone-Fabrik steht allerdings nach Angaben des Unternehmens in Indien. Samsung produziert außerhalb von Neu-Delhi hauptsächlich Billigmodelle, die bei einem Endpreis von rund 100 US-Dollar liegen. 

Ob Samsung es in Zukunft nochmal auf dem chinesischen Markt probieren wird bleibt abzuwarten. Aktuell ist jedoch nicht davon auszugehen. Zumal Huawei sich aufgrund der Streitigkeiten mit den Vereinigten Staaten von Amerika in der nächsten Zeit noch aggressiver auf dem chinesischen Markt verhalten wird.

Samsung schließt CPU-Design-Team in Austin

Zudem sieht es aktuell danach aus, als hätte der Smartphone-Gigant das gesamte Team, das im R&D-Center in Austin an den Architekturen und Designs für die System-LSI-Division gearbeitet hat, ebenfalls aufgelöst. Dies dürfte zur Folge haben, dass die nächste Generation der Exynos-SoCs auf eine von ARM entwickelte CPU-Lösung zurückgreifen werden. Ob Samsung damit sämtliche Ambitionen im Bereich der CPU-Architekturen einstellt, ist nicht bekannt.

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