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Spionage-Vorwürfe: Huawei soll sich bei Apple bedient haben

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huawei

Dass sich US-Unternehmen ihr geistiges Eigentum schützen ist nichts Neues, auch dass die US-Regierung den chinesischen Telekommunikationsausrüster Huawei der Spionage bezichtigt ist bekannt. Jedoch berichtete jetzt ein Lieferant des Smartphone-Herstellers Apple, dass Huawei versucht habe, an streng vertrauliche Spezifikationen des Herzfrequenz-Sensors zu kommen.

Da die eigene Smartwatch von Huawei nicht den gewünschten Erfolg auf dem Markt erzielen konnte, versucht man diese jetzt scheinbar mit einem verbesserten Herzfrequenz-Sensor attraktiver für Kaufinteressierte zu gestalten. So soll im November ein Huawei-Ingenieur versucht haben, bei einem Apple-Lieferanten an besagte Spezifikationen zu kommen. So bot der Ingenieur dem Zulieferer einen lukrativen Fertigungsvertrag für die genannten Sensor-Informationen an. Laut Aussagen des Zulieferers wurde dies aber auf Berufung der Geheimhaltungsvereinbarung mit Apple abgelehnt.

Huawei bestritt jegliches Fehlverhalten. "Bei der Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten müssen die Mitarbeiter von Huawei öffentlich verfügbare Informationen suchen, nutzen und das geistige Eigentum von Drittanbietern gemäß unseren Verhaltensrichtlinien schützen", so ein Sprecher des Herstellers. Er fügte hinzu, dass die Ausgaben von Huawei für Forschung und Entwicklung mehr seien als die der meisten Mitbewerber.

Im Januar enthüllte das US-Justizministerium eine Anklageschrift, in der Huawei unter anderem für den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen des Mobilfunkbetreibers T-Mobile USA beschuldigt wird. US-amerikanische Unternehmen wie Cisco Systems und Motorola haben in Zivilklagen ähnliche Ansprüche gegen Huawei erhoben. Anfang des Monats gab das in Chicago ansässige Unternehmen Akhan Semiconductor, das für die Herstellung von langlebigem Smartphone-Glas zuständig ist, bekannt, dass sie aktuell mit einer Ermittlungsbehörde des Staates zusammenarbeiten, um dem Diebstahl ihres geistigen Eigentums durch Huawei nachzugehen. Akhan behauptet, Huawei habe die Aussicht auf eine Geschäftsbeziehung genutzt, um Glasproben zu erhalten.

Laut dem US-Justizministerium biete Huawei ein Programm an, bei dem Mitarbeiter für den Diebstahl von Informationen belohnt werden. Der gezahlte Bonus fällt dann aufgrund des “vertraulichen Werts” der Informationen höher aus. Die Mitarbeiter von Huawei werden ermutigt, gestohlene Informationen auf einer unternehmensinternen Website zu veröffentlichen. Ebenfalls existiert eine E-Mail-Adresse, an die Mitarbeiter “Informationen” senden können. Überprüft wird das Ganze dann von der internen Huawei "Wettbewerbs-Management-Gruppe".

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 13.02.2006
Koblenz
Admiral
Beiträge: 10949
Mag stimmen, mag auch nicht stimmen. Derzeit ist den USA doch alles Recht um Huawei schlecht zu reden... ;)
#2
Registriert seit: 20.07.2007

Stabsgefreiter
Beiträge: 264
Ich denke nicht das man bei Huawei lange suchen muss, die haben in ihren ersten Router'n so gar die Bugs von Cisco mit kopiert und dafür wurden sie nie zur Verantwortung gezogen. Wenn die auf IT-Messen ihr Gelumpe ausgestellt haben, wusste man nicht ob die ihre eigenen Geräte zeigen oder ob es doch ein umgelabeltes Alcatel Lucent gerät ist. Auf so einer Basis zum Globalplayer zu werden, ist mir zu dreist!
#3
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Registriert seit: 17.06.2005

Kapitänleutnant
Beiträge: 1637
Behauptungen von irgendwelchen Dritten und keinerlei Beweise. Business as usual also.
Die Vorgehensweise der USA und deren Unternehmen sollte so langsam jedem bewußt sein und wir sollten nicht länger darüber berichten, solange keine Beweise vorgelegt werden.

Wenn es tatsächlich Beweise gibt, dann bin ich der Erste, der das verurteilt, aber ohne Beweise ist das alles nur Hörensagen.
#4
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Registriert seit: 14.06.2009
Hamburg
Korvettenkapitän
Beiträge: 2459
"Akhan behauptet, Huawei habe die Aussicht auf eine Geschäftsbeziehung genutzt, um Glasproben zu erhalten."

Klingt für mich ... normal. Wenn ich was bauen will, lasse ich mir von verschiedenen Herstellern Sample schicken und teste dann, welches für mich am besten geeignet ist.
Ich mein, wenn deren Glas so streng geheim ist, können sie ja auch keine Produkte verkaufen, welche dieses nutzen!?!
#5
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Registriert seit: 01.03.2013

Bootsmann
Beiträge: 638
Zitat pescA;26813658

Klingt für mich ... normal. Wenn ich was bauen will, lasse ich mir von verschiedenen Herstellern Sample schicken und teste dann, welches für mich am besten geeignet ist.
Ich mein, wenn deren Glas so streng geheim ist, können sie ja auch keine Produkte verkaufen, welche dieses nutzen!?!


Das denke ich auch. Genauso könnte ich ein Handy mit dem Glas kaufen und das Glas analysieren. Ich glaube der chinesische Kopierwahn und deutlich verbilligte Verkaufspreis macht global vielen Firmen Probleme. Irgendwie kann ich auch den Ärger verstehen, weil chinesische Firmen Kopiertes (gestohlene Idee/Entwicklung/Erfindung) als ihr Eigenes auf dem Markt bringen. Das liegt aber am politischem System des Kollektivgedankens: Was meins ist ist auch Eures. Damit fangen schon mal die Probleme an, wenn keine Grenzen gesehen werden. Mein Gott, wie viele Firmen haben ihr Wissen regelrecht in das Land, nach der wirtschaftlichen Öffnung, blauäugig hineingepumpt. Profitiert haben anfangs alle. Jetzt profitiert einer und der gibt seine Macht ungern auf. Nicht ohne Grund hat man mit Japan ein Freihandelsabkommen vereinbart. Verbindet das doch viele Vorteile für Europa (Patente werden vom Land beachtet, Bollwerk gegenüber China, Wirtschaftsstreit mit der USA wird umgangen, ....).
#6
Registriert seit: 26.07.2018

Hauptgefreiter
Beiträge: 165
Hmm, ich habe hier einige Geräte von Huawei. Aber keines davon:
- ist verbogen
- hat keinen Empfang
- zerbricht nur vom Anschauen
- hat nach 12 Stunden keinen Akku mehr
- kann nichts
- hat eine Bildschirmauflösung aus 2005
- wird mit zehnfachem Preisaufschlag verkauft

q.e.d.
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