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DSGVO: Google muss 50 Millionen Euro Strafe zahlen

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Die französische Datenschutzbehörde “Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés” (CNIL) hat aufgrund des Verstoßes gegen die DSGVO gegen den Suchmaschinenriesen Google eine Rekordstrafe in der Höhe von 50 Millionen Euro verhängt. Laut der Behörde werden dem US-Unternehmen zwei Verstöße zur Last gelegt. So missachtete der Konzern zum einen, die Nutzer transparent über ihre Datennutzung zu informieren. Zum anderen besitze Google keine wirksame Einwilligung für die Verarbeitung der Nutzerdaten, um diese für Werbezwecke zu verwenden.

Ausschlaggebend für das Eingreifen der französischen Behörde waren die Beschwerden der Privacy-NGOs “La Quadrature du Net” aus Frankreich und der vom österreichischen Datenschutzaktivist und Juristen Max Schrems gegründeten Organisation “noyb”, welche aktuell auch Beschwerden gegen diverse Streaminganbieter eingereicht hat.

Wie die CNIL verlauten ließ, verstoße die Art und Weise der von Google genutzten personenbezogenen Daten gegen die DSGVO. Die besagten Informationen seien nur schwer zugänglich und zudem in einigen Punkten unklar. Ebenfalls wird Google von Seiten der Datenschützer vorgeworfen, die personenbezogenen Daten ohne die Einwilligung des Nutzers für Werbezwecke zu gebrauchen. Außerdem wäre es nicht möglich einzuschätzen, welche weiteren Google-Dienste an der Auswertung der persönlichen Daten beteiligt wären. Einen grundsätzlichen Widerspruch gegen die Datensammlung bietet der Suchmaschinenriese zudem ebenfalls nicht an.

Die Entscheidung über die Verhängung eines Bußgeldes der CNIL ist die erste Entscheidung einer Datenschutzbehörde gegen einen Konzern aufgrund einer Beschwerde in Zusammenhang mit der DSGVO. Die größte in Europa verhängte Datenschutzstrafe belief sich bis jetzt auf ein Bußgeld der italienischen Datenschutzaufsichtsbehörde in Höhe von fast sechs Millionen Euro.

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 26.07.2018

Hauptgefreiter
Beiträge: 162
Besser wäre es, wenn der Strafbetrag um drei Potenzen höher ausfiele.
#2
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Registriert seit: 28.08.2015
Nürnberg
Kapitänleutnant
Beiträge: 2015
Was sind 50 Millionen für Google? Sowas zahlt man aus der Portokasse..
#3
Registriert seit: 15.09.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1856
Die EU und die Mitgleidsstaaten könnten die Strafen ruhig deutlich höher wählen und sich damit gesund urteilen.

2.000 Mrd Euro und Deutschland wäre schuldenfrei.
#4
Registriert seit: 26.04.2015

Oberbootsmann
Beiträge: 1022
@timo82: Dir ist aber schon bewusst, das sich Firmen das Geld vom Kunden wieder holen müssen? (also auch von dir). Deiner Logik nach können die Staaten auch einfach die Steuern um 50% erhöhen....
Strafen gegen Firmen, schaden immer nur den Kunden (und wenn man die Firma dann "Retten" oder in der Region "Halten" muss, auch jeden Steuerzahler). Richtig wäre, wenn man die Verantwortlichen bestrafen würde.
Dann würden die sich das eher überlegen und der eigentliche Firma muss das Geld nicht mehr vom Kunden zurückholen (weil die Firma selbst ja nichts zahlen muss).

Wer wirklich zahlen muss, sieht man doch super am Diesel-Skandal..... Oder auch bei den Banken......
#5
Registriert seit: 15.09.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1856
Zitat Betabrot;26759363
@timo82: Dir ist aber schon bewusst, das sich Firmen das Geld vom Kunden wieder holen müssen? (also auch von dir). Deiner Logik nach können die Staaten auch einfach die Steuern um 50% erhöhen....
Strafen gegen Firmen, schaden immer nur den Kunden (und wenn man die Firma dann "Retten" oder in der Region "Halten" muss, auch jeden Steuerzahler). Richtig wäre, wenn man die Verantwortlichen bestrafen würde.
Dann würden die sich das eher überlegen und der eigentliche Firma muss das Geld nicht mehr vom Kunden zurückholen (weil die Firma selbst ja nichts zahlen muss).

Wer wirklich zahlen muss, sieht man doch super am Diesel-Skandal..... Oder auch bei den Banken......


1. von mir aus kann Google die Dienste, die ich nutze zehnmal so teuer machen. Juckt micht nicht.
2. Selbst wenn google hier die zehnfachen Steuern zahlt, nützt es uns nichts.
3. Warum sollten wir in D oder der EU Google "retten"? Davon haben wir nichts.

Zum Dieselskandal sage ich nichts außer. Das ist juristisch/politisch ein Witz. Ich habe das Gefühl, dass das von langer Hand geplant wurde, damit wir alle wieder schön viele neue Autos kaufen.
Die neuen Kisten mit Euro 6d sind dann knapp von den Fahrverboten ausgenommen. Bis zur nächsten Runde Fahrverbote.
Wenn es den Automobilherstellern schlecht geht, verbietet man die. Oder die Benziner. Und dann kaufen alle wieder neu.
#6
Registriert seit: 26.04.2015

Oberbootsmann
Beiträge: 1022
Zu 2.: Steuern, meinte ich die, die du und ich zahlen. Das google und Co (fast) keine Steuern zahlen ist ja bekannt.
Zu 3.: Lobby - Oder was meinst du, warum google und Co. nach wie vor (fast) keine Steuern zahlen müssen. Davon haben wir ja auch nichts, außer das wir damit unsere kleineren Firmen, die (noch) Steuern zahlen müssen, im Wettbewerb benachteiligen. Sollte es google in Europa mal schlecht gehen, kannst du darauf Wetten, dass da Gelder fliesen werden.

Und das der Dieselskandal so geplant war, bezweifel ich. Aber er hat definitiv Opportunisten auf den Plan gerufen.
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