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Spielemarkt: Mobile überholt erstmals PC und Konsole zusammen

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newzooDer Markt der Videospiele boomt und soll auch in Zukunft weiter zulegen. Alleine in diesem Jahr soll die Spieleindustrie weltweit auf einen Umsatz von rund 137,9 Milliarden US-Dollar kommen, was gut 13 % mehr wären als noch im Vorjahr. Bis 2021 soll sogar die 180-Milliarden-Marke fallen, dann hätte die Spieleindustrie zehn Jahre lang eine jährliche Wachstumsrate von 11 % erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt nun das Marktforschungsunternehmen Newzoo, das am vergangenen Montag seine neueste Studie veröffentlichte. 

Größter Wachstumstreiber wäre den Zahlen zufolge der Mobile-Markt. Dieser soll in diesem Jahr erstmals mehr umsetzen als die PC- und Konsolen-Sparte zusammen. Mit rund 70,3 Milliarden US-Dollar sollen Smartphone-Spiele in diesem Jahr für 51 % der weltweiten Videospiel-Umsätze verantwortlich sein – ein Plus von satten 25,5 %. 2012 erreichte der Mobile-Markt gerade einmal 18 % des Gesamtmarktes und war damit weit abgeschlagen von PC und Konsole. 

Auch wenn sich Anteile am Gesamtmarkt verschieben, absolut gesehen sollen auch die Zahlen für PC und Konsole steigen. Laut Newzoo stehen den beiden Plattformen ebenfalls rosige Zeiten bevor. Bis Ende des Jahres soll der PC-Markt im Jahresvergleich immerhin um 1,6 % zulegen und für Erlöse in Höhe von etwa 32,9 Milliarden US-Dollar sorgen, während der Konsolen-Markt mit 4,1 % stärker wachsen und auf rund 34,6 Milliarden US-Dollar kommen soll. Damit wäre der PC-Markt Ende 2018 mit einem Anteil von 24 % der kleinste, der Konsolen-Markt mit 25 % hingegen der zweitgrößte. 

Der Löwenanteil des Mobile-Markts entfällt den Zahlen von Newzoo zufolge mit 56,4 Milliarden US-Dollar auf Smartphone-Spiele, während die restlichen 13,9 Milliarden US-Dollar über Tablets generiert werden sollen. Weltweit geht das Marktforschungsunternehmen davon aus, dass es 2,3 Milliarden Spieler gibt. Rund 91 % der Erlöse sollen digital geniert werden. Nur etwa 28,6 Milliarden US-Dollar sollen auf den Verkauf von Retail-Spielen entfallen. Browser-Games sollen immerhin auf 4,3 Milliarden US-Dollar kommen. 

Bricht man die Umsätze auf die verschiedenen Regionen herunter, so würde der Asien-Pazifik-Raum die wichtigste Region für die Industrie werden. Der östliche Teil der Welt soll der Games-Industrie in diesem Jahr rund 71,4 Milliarden US-Dollar und damit stolze 52 % des Gesamtmarktes bringen. Auf Platz 2 und 3 würden Nordamerika und Europa zusammen mit dem mittleren Osten und Afrika mit 32,7 respektive 28,7 Milliarden US-Dollar folgen. Lateinamerika soll immerhin noch rund 5,0 Milliarden US-Dollar beisteuern. Alleine China und die USA sollen auf 37,9 bzw. 30,4 Milliarden US-Dollar kommen. Deutschland wird im neuesten Bericht zwar nicht aufgeführt, früheren Zahlen zufolge erreichte die Bundesrepublik mit einem Umsatz von knapp unter 4,5 Milliarden US-Dollar aber den vierten Platz weltweit. 

Auch wenn der PC-Markt bis Ende des Jahres der kleinste innerhalb der Videospielbranche werden könnte, Sorgen braucht man sich nicht zu machen. Nicht nur, weil er wie bereits erwähnt ebenfalls mit leichten Wachstumsraten punkten kann, sondern weil der Mobile-Markt vermutlich davon profitiert, dass man sich in der U-Bahn, im Zug oder Flugzeug schnell mit dem Smartphone die Zeit vertreiben kann. Wer mobil spielt, wird seinen PC oder seine Konsole sicherlich nicht aufgeben. 

Dass sich der Erfolg aufwendiger Videospiele aber auch auf dem Smartphone wiederholen lässt, zeigt „PUBG Mobile“, welches erst vor wenigen Wochen für iOS- und Android-Geräte veröffentlicht wurde und dort schnell die Charts eroberte.

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