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Amazon ist fast für die Hälfte des deutschen Online-Umsatzes verantwortlich

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amazonAuch im ersten Quartal konnte Amazon wieder einen kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg für sich verbuchen, wie der Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse kletterten im Jahresvergleich um satte 43 % nach oben, beim Nettogewinn konnte man abermals die 1-Milliarde-Marke knacken. Damit gehört der Onlinehändler mit zu den größten Anbietern weltweit. In Deutschland macht der Konzern fast die Hälfte des gesamten Online-Umsatzes aus. Das zeigt nun der Online Monitor 2018, welcher am Montag vom Handelsverband Deutschland (HDE) veröffentlicht wurde. 

Demnach konnte der deutsche Onlinehandel im letzten Jahr deutlich stärker wachsen als erwartet. Insgesamt setzte die Branche im vergangenen Jahr rund 48,9 Milliarden Euro um und konnte ihre Umsätze somit um 10,5 % ausbauen. Damit haben die Onlinegeschäfte in Deutschland einen Umsatz von rund 10,2 % des gesamten Einzelhandels. 

Das größte Volumen des deutschen Onlinehandels entfällt dabei alleine auf Amazon. Der Onlinehändler, welcher 1994 als einfacher Buchhändler startete, ist hierzulande für fast die Hälfte des gesamten Onlinehandels verantwortlich. Alleine 21 % entfallen auf den eigenen Versandhandel, während der Marketplace für weitere 25 % verantwortlich ist. Der übrige Onlinehandel kommt auf 54 %. 2009 war Amazon noch für einen Umsatz in Höhe von gerade einmal 4 % verantwortlich. 

Amazon schnappt sich dabei nicht nur den größten Anteil des Kuchens, sondern bietet absolut gesehen auch die größten Wachstumsraten. Über den Amazon-Marktplatz konnten die Umsätze der Anbieter um 2,1 Milliarden Euro gesteigert werden, während Amazon selbst um immerhin noch 1,1 Milliarden Euro zulegen konnte. Besonders gefragt: Elektronikgeräte und Fashion-Produkte. 

Vor allem die Generation 60+ entdeckte die Vorzüge des Onlinehandels für sich: Die Zielgruppe verbuchte im Jahresvergleich gut 44 % mehr Bestellungen. Insgesamt verzeichnete der deutsche Onlinehandel 17 % mehr Bestellungen. Die Zahl der Pro-Kopf-Ausgaben erhöhte sich ebenfalls deutlich. Gut ein Drittel der Bestellungen erfolgten mobil über das Smartphone, mehr als die Hälfte (57,9 %) bestellt aber noch immer bevorzugt über den Desktop-PC oder das Notebook.

Im kommenden Jahr soll der deutsche Online-Handel weiter zulegen, wenn auch mit prognostizierten 9,7 % nicht mehr ganz so stark. Der Handelsverband Deutschland geht von rund 53,6 Milliarden Euro aus.