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Toshiba dementiert Gerüchte rund um Verkauf der PC-Sparte (Update)

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Der Ausverkauf beim kriselnden Technologiekonzern Toshiba geht weiter. Nachdem erst vor wenigen Tagen bekannt wurde, dass die TV-Sparte aufgrund geringer Margen nahezu komplett an Hisense geht, scheint auch dem PC-Bereich ein neuer Eigentümer zu drohen. Mit einem potentiellen Käufer werden Berichten zufolge bereits Verhandlungen geführt, nun soll sich aber ein weiterer Interessent gemeldet haben.

Wenig überraschend soll es sich dabei um Lenovo handeln, wie das japanische Wirtschaftsportal Nikkei meldet. Dadurch, so die Einschätzung, könnte ASUS am Ende doch noch leer ausgehen. Dabei soll der taiwanische PC-Hersteller mit großen Hoffnungen in die Verhandlungen mit Toshiba gestartet sein. Von einer Übernahme des PC-Geschäfts des japanischen Konkurrenten erhofft man sich Synergieeffekte. Auf solche sei ASUS angesichts der zuletzt stark gesunkenen Marktanteile angewiesen, so Nikkei.

Das nun von Lenovo angemeldete Interesse würde die Verhandlungen allerdings verkomplizieren. Denn auch das chinesische Unternehmen musste zuletzt Rückschläge hinnehmen, wenn auch auf einem gänzlich anderen Niveau. Denn aktuell belegt Lenovo mit einem Marktanteil von etwa 20 % nur Platz zwei auf der Liste der größten PC-Hersteller - nach einer längere Phase an der Spitze. Übernahmen in der jüngeren Vergangenheit konnten daran nichts ändern.

Gerade die könnten es aber sein, die die Verhandlungen nun erschweren. Denn mit NEC und Fujitsu stehen bereits zwei andere japanische PC-Hersteller unter der Kontrolle der Chinesen. Traditionell versucht die japanische Regierung jedoch, den Ausverkauf heimischer Unternehmen an ausländische Interessenten zu verhindern, vor allem wenn diese aus China stammen. Zu klären dürfte zudem sein, ob Lenovo mit einer Übernahme Toshibas PC-Sparte nicht eine monopolartige Stellung auf dem japanischen Markt einnehmen würde.

Unabhängig davon, wer am Ende den Zuschlag erhält, dürfte der Verkauf für die Mitarbeiter mit harten Einschnitten verbunden sein. Im Ende März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete die PC-Sparte ein Minus von umgerechnet etwa 3,8 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr 2017 rechnet Nikkei bereits mit einem Verlust in Höhe von mehr als 37 Millionen Euro.

Update

Toshiba hat den Bericht von Nikkei als unzutreffend bezeichnet. In einer an Hardwareluxx weitergeleiteten Stellungnahme heißt es, dass die Behauptung, Toshiba würde den Verkauf seiner PC-Sparte planen, nicht auf Fakten basieren würde. Zudem betont das japanische Unternehmen, dass man auch mit niemandem in Verhandlung stehen würde.

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