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Leiter des Bundeskartellamts kritisiert träges Vorgehen gegen Tech-Konzerne

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Der Präsident des deutschen Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, hat die träge Bürokratie der Europäischen Union kritisiert: Zwar wurde kürzlich eine Rekordstrafe gegen Google verhängt, doch der Weg dahin hat geschlagene sieben Jahre in Anspruch genommen. Das sei laut Mundt viel zu lange, um fairen Wettbewerb in der EU, bzw. der Internet-Wirtschaft zu garantieren.

Mundt räumt ein, dass ein derartig langwieriges Verfahren wie das gegen Google zwar selbst in der EU nicht der Standard sei, dennoch müsse man allgemein schneller reagieren. Gerade in der Technikindustrie und speziell im Bereich Internet sei es wichtig, für alle Beteiligten einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten, der Innovationen ermögliche.

Deswegen wolle etwa das deutsche Bundeskartellamt sein aktuelles Verfahren gegen Facebook wesentlich schneller abschließen. Seit 2016 wird geprüft, ob Facebook seine marktbeherrschende Stellung ausnutzt, um Nutzerdaten zusammenzuraffen. Noch 2017 soll eine Entscheidung fallen. Bis auf die lange Wartezeit begrüßt Mundt dabei ausdrücklich das Urteil der EU-Kommission, die Google eine Rekordstrafe von 2,42 Mrd. Euro aufgebrummt hat. Die Entscheidung sei gerechtfertigt.

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Kommentare (2)

#1
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Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 5635
Lieber Herr Mundt, bitte schauen Sie sich mal in Deutschland die Marktsituation für medizinische Soft- und Hardware (CGM) oder für Fernsehen an. Oder die Bündelung von Paketen bestimmter Partneranbieter, statt nur das zu liefern, was der Kunde eigentlich wollte. Schauen Sie sich bitte gleich mit an, wie eine Liberalisierung von TV auf vom Internetprovider unabhängig buchbares IPTV die Sendervielfalt erhöhen und den Preis für die Verbraucher gegenüber der ÖR-Zwangsabgabe wieder in ein vernünftiges Verhältnis setzen könnte.

Auch wenn die Kritik berechtigt ist, sehe ich das deutsche Kartellamt nicht in der Verfassung, diese über andere Institutionen anzubringen. Dazu wird selbst bei offensichtlich wettbewerbsschädlichem Verhalten zu oft weggeschaut und es werden zu oft Zusammenschlüsse erlaubt.
#2
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Registriert seit: 21.01.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 3042
Er ist doch erst seit 12 Jahren Präsident des Bundeskartellamtes. Da hat man doch also guter Deutscher gerade mal seinen Schreibtisch ordentlich eingerichtet, und dem Hausmeister klar gemacht, dass man in seinem Büro exakte 21,3Grad Celsius erwartet.

Erwartest du von Anzugträgern etwa Akkordleistungen?

Man bekommt sein Studium doch schließlich zum Eigennutz subventioniert, und nicht um Etwas zu leisten, oder gar der Allgemeinheit dienlich zu sein!
Wo kämen wir denn da hin, das machen wirklich nur Dumme und vielleicht noch Jesus...
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