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Datenschutz am Arbeitsplatz: Laut Studie speziell in Deutschland ein Problem

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Gerade in Deutschland sind die Gesetze rund um den Datenschutz besonders streng. Das heißt aber nicht, dass mit Daten hierzulande durch die Anwender grundsätzlich besonders sorgsam umgegangen würde. So hat Dell eine neue Studie zum Umgang mit sensiblen Daten am Arbeitsplatz durchgeführt. Speziell in Deutschland kristallisiert sich dabei Nachlässigkeit heraus. So würden weltweit im Durchschnitt etwa drei Viertel der Beschäftigten vertrauliche Daten unter gewissen Umständen an unautorisierte Personen herausgeben. In Deutschland ist die Bereitschaft dazu sogar noch höher.

Unsichere Verfahrensweisen im Umgang mit sensiblen Daten sind hierzulande laut Dell ebenfalls besonders verbreitet. Laut dem "Dell End-User Security Survey" sind in Deutschland 82 % der Befragten bereit an sich vertrauliche Daten trotzdem herauszugeben, wenn die Umstände aus ihrer Sicht stimmen. Die Mitarbeiter würden Daten herausgeben, wenn...

  • ihre Vorgesetzten es anordnen (43 % weltweit, 51 % in Deutschland)
  • das Risiko für das Unternehmen sehr gering und der potenzielle Nutzen sehr hoch ist (23% weltweit, 37% in Deutschland)
  • sie damit ihre Aufgaben effizienter erledigen können (22% weltweit, 31% in Deutschland)
  • der Empfänger seine Aufgaben damit effizienter erledigen kann (jeweils 13%).

61 % der Befragten aus Deutschland räumten zudem ein über öffentliche WiFi-Netzwerke auf sensible Unternehmensdaten zuzugreifen. Weltweit waren es mit 46 % der Befragten deutlich weniger. 58 % der Deutschen verwenden zudem private E-Mail-Konten für die Arbeit, 71 % nutzen am Arbeitsplatz Cloud-Speicherplatz-Anbieter wie Dropbox, Google Drive oder Apple iCloud für den Informationsaustausch oder Backups und 53 % verschicken vertrauliche Dokumente per E-Mail. 51 % nehmen Unternehmens-Informationen mit, wenn sie ihren Arbeitgeber verlassen und 24 % der deutschen Befragten haben schon einmal ein Endgerät verloren, das auch für die Arbeit genutzt wurde. In allen Bereichen liegen die befragten Deutschen über dem internationalen Durchschnitt.

Das Problem scheint darin zu liegen, dass den Mitarbeitern oft keine Alternativen zu dem risikoreichen Verhalten bewusst sind. So gaben 64 % der befragten Deutschen an, dass sie es „ grundsätzlich als ihre eigene Verantwortung betrachten, sich über mögliche Risiken und sichere Verhaltensweisen zu informieren, um vertrauliche Informationen zu schützen. “ Ein Verantwortungsgefühl ist also weitgehend vorhanden. Doch dem gegenüber erklärten nur 35 %, dass sie genau wüssten, wie sie sensible Unternehmensdaten schützen könnten. Im Grunde scheint es also in deutschen Unternehmen an Aufklärung zu fehlen und vielleicht auch an internen Angeboten, um effizient und sicher zu kommunizieren.

Durchgeführt wurde der Dell End-User Security Survey im Februar und März 2017. 2.608 berufstätige Menschen nahmen an der Umfrage teil. Die Probanden stammten jeweils aus Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern aus den Ländern Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Japan, Kanada und den USA. In Deutschland beteiligten sich 301 Personen an der Umfrage.

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