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iCar: Apple will BMWs i3 als Basis für eigenes Elektromobil nutzen

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apple bmw logoMehr als nur einmal hat Apple sich selbst neuerfunden. Die Krise am Ende des vergangenen Jahrtausends überwand man binnen weniger Jahre mit dem iPod und dem Ausbau des Musikgeschäfts, Mitte des vergangenen Jahrzehnts stieg man ins Geschäft mit Smartphones und Tablets ein – der Wandel der klassischen PC-Welt hatte sich bereits angedeutet. Seit Februar deutet sich nun der nächste Rollenwechsel an. Denn dass Apple an einem als iCar – auch als Projekt Titan – bezeichneten Elektromobil arbeitet, ist mehr als nur ein dünnes Gerücht. Nicht nur, dass man zwischenzeitlich zahlreiche Experten von Unternehmen der Automobilbranche abgeworben hat, auch an der für die Entwicklung notwendigen Infrastruktur hat man bereits gearbeitet.

Zum Wagen selbst gab es bislang jedoch keine Informationen, angesichts des wohl erst für 2020 geplanten Produktionsstarts keine große Überraschung. Dem Manager Magazin zufolge könnte die grobe Form aber in absehbarer Zeit feststehen und sich als altbekannt entpuppen. Denn verlaufen die bereits seit mehr als einem halben Jahr andauernden Verhandlungen mit BMW erfolgreich, wird das iCar die gleiche Plattform wie der i3 nutzen. Über den aktuellen Stand verliert der Bericht kein Wort, nach ersten Gesprächen hätte man jedoch zunächst eine Pause vereinbart – jedoch nur, um zu einem späteren Zeitpunkt „die Standpunkte von Zeit zu Zeit gemeinsam zu überprüfen“.

Apple soll Interesse an der Plattform des i3 haben

Eine mögliche Kooperation könnte am Ende für Apple und BMW zahlreiche Vorteile bieten. So hätten die Kalifornier für ihr Fahrzeug eine bereits bewährte und moderne Plattform zur Verfügung, die zu 100 Prozent auf Elektromobilität ausgelegt ist, BMW hingegen könnte auf einem neuen Weg Geld mit seiner Entwicklung verdienen. Ein weiterer Vorteil: Große Teile der Kohlefaserstruktur der Plattform werden im Bundesstaat Washington gefertigt – Apple könnte auf die Teilfertigung im eigenen Land verweisen, BMW hingegen die Auslastung der gemeinsam mit SQL Carbon betriebenen Anlage verbessern.

Als eine klare Absage an Tesla dürfte eine mögliche Zusammenarbeit mit dem deutschen Automobilbauer aber nicht gemeint sein. Auch mit dem von Elon Musk geleiteten Hersteller von Elektrofahrzeugen soll Apple in Kontakt stehen. Dabei dürfte es jedoch eher um die Zusammenarbeit im Bereich des Antriebs und der Akkus gehen. Allerdings hatten sich diesbezüglich auch der aus Hannover stammende Zulieferer Continental mit seiner Tochter ContiTech sowie ZF aus Friedrichshafen selbst ins Spiel gebracht.

Apple dürfte jedoch nicht nur auf der Suche nach Teilelieferanten für das iCar sein, auch an einer Ladeinfrastruktur müssten die Kalifornier arbeiten – auch diesbezüglich wäre Tesla ein Gesprächspartner, ebenso wie BMW. Die Münchner haben bereits Konzepte für Straßenlaternen und Carports für das Laden von Elektrofahrzeugen vorgestellt.

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