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Bosch Indego Mähroboter im Test

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Seite 3: Mähvorgang und Probleme

Mähvorgang...

Nach der erfolgreichen Kartierung des Gartens startet der erste Mähvorgang. Dabei sollte das Gras bereits nicht zu hoch gewachsen sein. Ist es über 10 cm, stellt es den Indego vor kleinere Probleme - der Rasen im Video war bereits grenzwertig hoch. Bestenfalls sollte man einmal selber mähen und dann erst den Roboter einsetzen. Der Mähvorgang wird mit einem Countdown von 5 Sekunden eingeleitet.

In unserem Fall justierten wir nach einiger Zeit die Mähhöhe, die sich ab 10 cm abwärts einstellen lässt. Da der Rasenschnitt nicht aufgefangen wird, fällt er in kleinen Stücken zwischen den Rasen - "mulchen" nennt man dieses Prinzip, bei dem der Rasenschnitt gleichzeitig als Dünger für den Rasen zugeführt wird. Bei größeren Rasenflächen wird dieses Prinzip meistens verwendet. Ein Nachteil: Natürlich trägt man den Rasenschnitt auch beim Drüberlaufen auf die Terrasse (oder eventuell sogar ins Haus).

Bosch Indego bei der Arbeit
In Bahnen fährt der Indego den Garten ab. Dabei erreicht er ein sehr effizientes und schnelles Mähresultat.

Bei unserem Garten mit ca. 120-140 qm Fläche benötigt der Indego nur knapp 20 Minuten zum Mähen. Dabei ist er recht leise unterwegs - vom Nachbargrundstück ist der Indego kaum noch zu hören und deutlich leiser als herkömmliche Rasenmäher. Insofern ist es kein Problem, den Indego täglich zu humanen Uhrzeiten (z.B. 10:00 Uhr und 16:00 Uhr) laufen zu lassen. Die Akkulaufzeit vom Indego reicht für unseren Rasen auch vollkommen aus, allerdings muss man sich auch nicht sorgen, dass der Indego stehen bleibt. Fällt seine Batterielaufzeit unter einen kritischen Wert, fährt er zurück in die Ladestadtion, um sich aufzuladen. Der Li-Ion-Akku soll dabei auch eine Technik besitzen, um möglichst langlebig geladen zu werden.

...und Probleme

Der Indego hat ein paar Probleme, die aufgrund seiner Konstruktion vorhanden sind - und es zeigten sich einige weitere kleine Probleme im Test:

Technisch bedarf der Indego momentan einen Stellplatz für seine Basisstattion, bei der links und rechts jeweils 2 m gerader Begrenzungsdraht vorhanden ist. Insgesamt muss man also mit der Basisstation eine Fläche von ca. 5 m am Stück besitzen, um den Indego zu platzieren. Dies schränkt die Position in einem kleinen Garten natürlich sehr ein. In unserem Fall war es nur möglich, den Indego vor der Terrasse oder an der Stirnseite des Gartens auf dem Rasen zu platzieren. Dann drückt die Basisstation natürlich den Rasen an der Stelle platt - und nach einer Zeit wird er vergammeln, man hat dann eine braune Stelle auf dem Rasen.

Eine Positionierung auf der Terrasse mit Steinen als Untergrund geht natürlich auch. Dann müsste der Begrenzungsdraht allerdings in den Fugen verlegt werden, was bei unserem Fugenmuster nicht möglich ist. Zudem ist die Frage, ob auf der Terrasse genügend Platz ohne Hindernisse ist, um den Indego dezent zu platzieren. In der Mitte möchte man den Indego sicherlich nicht stehen haben. Die Platzierung des Rasenroboters ist also momentan nicht optimal gelöst.

Zudem muss momentan der Begrenzungsdraht laut Bosch 35 cm von der Rasenkante weggesetzt werden. Damit steht ein Bereich von 22 cm ungemäht über. Für diese 22 cm muss der normale Rasenmäher aus der Garage geholt werden und es muss manuell gemäht werden, wobei man vorsichtig sein sollte, damit der Begrenzungsdraht nicht beschädigt wird. Wir schafften es, durch unsere Rasenkante den Abstand zwischen Rand und vom Roboter gemähten Rasen auf knapp 10 cm zu verkürzen. Aber auch hierfür müsste man wohl einen Kantenschneider verwenden, um den Rest zu mähen.

Manuell zu mähen beim Indego
Selbst mit zu geringem Abstand zum Rasenrand bleibt ein Rest, der per Hand gemäht werden muss.

Neben diesen Problemen, die aufgrund der Konstruktion des Indego entstehen, gibt es ein paar weitere Kleinigkeiten, die uns im Betrieb auffielen:

  • Zum einen fährt der Indego nur Teilbereiche des Rasens pro Mähvorgang ab. Einige Bereiche bleiben stehen. Insofern muss man seine Zeitschaltautomatik nutzen, um ein gutes Mähresultat zu erreichen. Den Indego abzubauen und in der Garage zu lagern, um ihn dann einzusetzen, wenn man den Rasen gemäht haben möchte, macht aus diesem Grund wenig Sinn.

  • Lässt man den Rasenmäher aber über Nacht im Garten stehen, könnte ein Dieb aber schon auf die Idee kommen, das 1399 Euro teure Gerät zu entwenden. Der Indego ist nicht schwer, selbst die Basisstation lässt sich leicht transportieren. Dafür hat der Indego einen "Alarm", der jedoch nicht mehr als ein zartes Piepen ist und den Dieb wohl kaum davon abhalten wird, das Gerät mitzunehmen. Nach Rücksprache mit Bosch handelt es sich dabei auch nicht um einen Diebstahlalarm, sondern um einen Hinweis, dass der Indego angehoben geworden ist und man innerhalb einer gewissen Zeit den Pin-Code eingeben muss - sonst ist er deaktiviert. Ohne den Pin-Code oder einen Besuch beim Bosch Kundenservice lässt sich der Indego dann nicht mehr reaktivieren.
    Das ist sicherlich dann ärgerlich für den Dieb, aber genauso ärgerlich für den Kunden, denn der Indego ist weg - egal ob danach defekt oder nicht.
Bosch Indego: Alarmfunktion
Gegen Diebstahl machtlos: Die Alarmfunktion des Indego dient nicht zur Abschreckung.
  • Letztendlich wünschen wir uns einen Sensor, der verhindert, dass man über Hundespielzeug, Kinderhände oder Gartenutensilien fährt. Diese können auf dem Rasen durchaus auftauchen, wenn automatisch gemäht wird. Auch wenn Bosch ein Warnschild auf den Indego druckt, hilft eventuell ein Sensor an der Front bei der Erkennung. Im Endeffekt wird der letzte Punkt aber sicherlich am schwierigsten zu realisieren sein.

Laut Bosch ist momentan kein Firmware- oder Software-Update für den Indego geplant. Man sagte uns zwar am Telefon, dass man - gerade bei unserem Problem des seltenen Mähens des Randes - ein Update einspielen könnte, dies scheint aber nicht als Firmware-Update zu zählen. Insofern ist es momentan nicht zu erwarten, dass sich an der Intelligenz des Rasenmähers, des Mähergebnisses oder der Positionierungsanforderungen etwas ändert.

 

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Kommentare (38)

#29
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Registriert seit: 13.03.2008

Kapitänleutnant
Beiträge: 1679
Als ob man vom Rasenmähen muskeln bekommt ;) Zumindest nicht mit den heutigen Dingern und bei großen Gärten hat jeder mittlerweile nen Traktor. Es gibt mMn exakt zwei Geräte, die den Körper etwas ins Schwitzen bringen: eine Sense oder so ein uraltes, unglaublich schweres Mähgerät (rechts) - letztere sind aber heutzutage auch schon fast Leichtgewichte im Vgl zu den Ochsen vor 10-20 Jahren.

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Übrigens cooler Test. Hardware ist eben nicht nur Computer-Hardware: https://en.wikipedia.org/wiki/Hardware :d
Solange das was mit Elektronik und Platinen zu tun hat, sehe ich einen solchen Exkurs eher unproblematisch. Beim Betonmischer oder neuen Schlagbohrer wäre ich skeptischer, aber schließlich wird auch hier viel gewerkelt - warum nicht auch mal ein Lötkolbenset oder irgendwelche Messgeräte testen, damit der Modder/Tester weiß was er kaufen kann?

Insgesamt wäre es cool ab und zu mal Geräte zu testen, die hackbar sind und hier vllt auch mal auf die Hackbarkeit eingehen. Gibt zwar auch sehr interessante Seiten im Netz (zB Hack a Day), allerdings geht das selten in die Tiefe, da der Schwerpunkt eben auf den Hacks liegt, nicht jedoch auf den Geräten und ihren Funktionen. Wenn es hier zB ein How-To gäbe, wie man aus einem alten PC, entsprechender Software und Hardware einen eigenen Marsrover bauen könnte, wäre das ziemlich genial (mal so als utopisches Bsp). Solche Artikel müssen ja nicht wöchentlich erscheinen. 2-3 mal im Jahr zur Auflockerung und Horizonterweiterung fände ich persönlich nicht verkehrt.
#30
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Registriert seit: 08.11.2009
Daheim
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 502
Guter Test, aber bei dem Preis ist der stehende Rasenstreifen schon eine Marke.
Jetzt müsste nur noch einer auf die Idee kommen das ding mit nem Arduino/Rasberry Pi zu modden das er das Ding per Joystick/Smartphone über den Rasen jagen kann, dann kann man wenigstens Hindernisse umfahren. ^^
#31
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Registriert seit: 12.07.2009
Bonn
Moderator
A very special one
Kölsche Würmche
Tupper-Tussie
Beiträge: 7203
Mir würde es ja reichen so nen "Roboter" zu haben, dem ich einmal einprogrammieren kann wie er zu fahren hat - dann gibts auch keine Probleme mit der Rasenkante...
Weil mit diesem Begrenzungsdraht wird das bei uns im Garten nicht hinhauen :(
#32
Registriert seit: 13.01.2005

Hauptgefreiter
Beiträge: 223
Begrenzungsdraht, Rasenkante und die 5 Meter für die Basisstation, allem voran aber "Kinderhände", halte ich für Spaßkiller. Mein Interesse an einem Mähroboter ist dahin, bis diese Dinge irgendwann einmal verbessert wurden.
#33
Registriert seit: 15.09.2010

Gefreiter
Beiträge: 32
Wir haben uns letztes Jahr (im Spätsommer noch...) einen Automower 220 AC von Husqvarna geholt und der ist Spitzenklasse.
Dieses Jahr zu Pfingsten (war ja sehr früh) haben wir einmal den Rasen von Hand gemäht und bis jetzt noch nicht wieder.
Insgesamt haben wir ca. 2500 m² Rasen hinterm Haus und davon mäht der Automower rund 2000 m².
Allerdings läuft er auch Tag und Nacht, bei Wind und Regen - man kann aber bei uns zu jeder Zeit aus dem Fenster schauen ... der Rasen ist immer frisch gemäht!
Zusätzlich entfällt auch das wöchentliche Fahren von einem PKW-Anhänger voll Rasenschnitt zur Deponie (kostet auch Geld).

In der ersten Zeit bleibt der Roboter hier und da mal stecken und hängen, aber mit der Zeit ist der Rasen so "optimiert" das alles reibungslos funktioniert.
Man sollte vielleicht noch einmal pro Monat die Klingen wechseln (Als Noname kosten die beim großen Fluss nicht viel).
Wenn sich jemand ernsthaft für einen Rasenmähroboter interessiert, dann sollte er sich die Modelle von Husqvarna anschauen.
Und das beim Bosch ein noch von Hand zu mähender Rand übrig bleibt - ist lächerlich.
#34
Registriert seit: 21.02.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 903
Ich habe auch einen ac220 und bin damit sehr zufrieden. Der Bosch muß sich erst noch bewähren, was der Schwede schon laaange getan hat. Dafür kostet der Schwede aber auch das doppelte.
#35
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Registriert seit: 13.03.2008

Kapitänleutnant
Beiträge: 1679
Warum mäht ihr eigentlich nicht selber? Ich find das immer ganz entspannend :d
#36
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Registriert seit: 29.10.2007
München
Flottillenadmiral
Beiträge: 6100
Ich finde die Idee hin und wieder mal ein technisches Gadget zu testen das nicht direkt dem PC-Bereich zuzuordnen ist gut.
Schließlich hat auch ein Nerd ein Leben abseits vom PC :D
#37
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Registriert seit: 04.05.2001
Hannover
Chefredakteur
Beiträge: 30969
Ich habe hier mal aufgeräumt.
#38
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Registriert seit: 02.09.2010
Bergisch Gladbach
Vizeadmiral
Beiträge: 6415
Ich habe meinen Post ebenso gelöscht. War für mich komplett neu das HardwareLuxx auch Gartenartikel testet :)
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