1. Hardwareluxx
  2. >
  3. Tests
  4. >
  5. Software
  6. >
  7. Spiele
  8. >
  9. GPU-Benchmarks: Halo Infinite im Technik-Check

GPU-Benchmarks: Halo Infinite im Technik-Check

Veröffentlicht am: von

halo logoHalo-Fans dürften sehnsüchtig auf Halo Infinity gewartet haben. Sechs Jahre nach dem letzten Teil und nach rund 12 monatiger Verschiebung startete der Titel vor wenigen Tagen für die aktuellen Konsolen und den PC. In der Reihe unserer GPU-Benchmarks darf Halo Infinite sicherlich nicht fehlen, auch wenn es zum Start keine Besonderheiten wie Raytracing-Effekten gibt. Diese will das Entwicklerteam später nachreichen. Dennoch haben wir einige der aktuellen Grafikkarten von AMD und NVIDIA durch den Benchmarks-Parcours geschoben und wollen uns einmal anschauen, welche Hardware notwendig ist, um Halo Infinite flüssig darzustellen.

Wie schon anfangs erwähnt, sollte Halo Infinite schon im vergangenen Jahr erscheinen. Gameplay-Trailer und Screenshots aber offenbarten einen desolaten Zustand im Hinblick auf die Grafik, die alles andere als zeitgemäß war. Microsoft bzw. das Studio 343 Industries hatte sich daher dazu entschieden, die Veröffentlichung zu verschieben und nachzubessern. Das war auch gut so, wie wir nun rückblickend wissen.

Am Ende ist Halo Infinite ein echt schickes Spiel geworden, das durch detaillierte Texturen und vor allem in der Darstellung von Innenräumen überzeugen kann. Nicht so gut gefallen hat uns die offene Ringwelt, wenngleich dies schon Meckern auf hohem Niveau ist. Auf dem PC nutzt die verwendete Slipspace-Engine DirectX 12. Entstanden ist das Spiel in enger Zusammenarbeit mit AMD, was aufgrund des Erscheinens für die Konsolen kein großes Wunder ist. Raytracing-Effekte und FidelityFX Super Resolution (FSR) sollen mittels eines Patches nachgereicht werden, sodass wir uns Halo Infinite sicherlich noch einmal anschauen werden.

Beginnen wir wie immer mit einem Blick in das Menü:

Im Grafik-Menü lässt sich die Auflösung für eine Fenster- oder Vollbild-Darstellung festlegen. Darüber hinaus gibt es ein Upscaling, welches sich in Skalierungs-Schritten von 50 bis 100 % festlegen lässt. Hinzu kommt ein FPS-Limiter für 30 und 60 FPS und eine dynamische Auflösung für Ziel-FPS von 1 bis 120 Bilder pro Sekunde.

Die Einstellungen der Grafik-Qualität sind recht umfangreich. Um es dem Spieler etwas einfacher zu machen, gibt es Presets, die von "Niedrig", "Mittel" und "Hoch" bis "Ultra" reichen. Die Auswirkungen dieser Presets hinsichtlich der Darstellungsqualität wollen wir zunächst einmal festhalten:

Zwischen "Ultra" und "Hoch" sind die Unterschiede nur bei genauem Hinsehen zu erkennen. Vor allem die Sichtweite und das Level-of-Detail (LOD) sind aber erkennbar. Ob dies nun rechtfertigt, dass "Ultra" gewählt wird, hängt auch von der vorhandenen Hardware ab. Auch in der Darstellung der Schatten sind Unterschiede erkennbar.

Zwischen "Hoch" und "Mittel" sind diese drei Punkte das wichtigste Unterscheidungsmerkmal. Auf "Niedrig" gestellt merkt man dann deutlich, dass die Darstellung in allen Punkten zurückgefahren wird. Daher sollte man auf dieses Preset auch nur zurückgreifen, wenn dies unbedingt notwenig ist. Wir sehen "Mittel" und "Hoch" als die wichtigsten Alternativen in den Presets. "Ultra" kann gewählt werden, wenn die Hardware es zulässt. Für die späteren Benchmarks haben wir alle Tests mit "Ultra" gemacht.

Alle Screenshots sind in nativer Auflösung und ohne Komprimierung hier zu finden.

In den Benchmarks wirken sich die Presets wie folgt aus:

Halo Infinite

3.840 x 2.160 Pixel - Skalierung der Presets

93.5 XX


74.6 XX
91.6 XX


75.2 XX
78.9 XX


62.5 XX
76.1 XX


61.4 XX
70.6 XX


53.9 XX
67.5 XX


52.5 XX
63.1 XX


51.9 XX
59.0 XX


43.4 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GPU-Benchmarks

Ausgeführt haben wir die Benchmarks auf einem System, bestehend aus einem Core i7-12700K (Test) auf einem ASUS ROG Maximus Z690 Hero mit Kingston Fury Beast 2x 16 GB DDR5-5200 40-39-39-76. Als Treiber haben wir für die Radeon-Karten den Adrenalin 21.12.1 und für GeForce-Karten den GeForce 497.09 verwendet. Als Testsequenz haben wir eine Mission im Außenbereich gewählt und sind 45 Sekunden einen vordefinierten Weg durchschritten.

Halo Infinite

1.920 x 1.080 Pixel (Ultra)

125.1 XX


88.0 XX
120.3 XX


87.0 XX
119.8 XX


87.5 XX
119.6 XX


86.9 XX
113.9 XX


82.3 XX
104.1 XX


76.4 XX
101.5 XX


73.6 XX
98.4 XX


72.2 XX
91.2 XX


70.2 XX
89.2 XX


64.6 XX
77.9 XX


60.6 XX
68.8 XX


55.3 XX
67.7 XX


51.9 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Halo Infinite

2.560 x 1.440 Pixel (Ultra)

102.4 XX


78.8 XX
97.9 XX


73.0 XX
95.9 XX


71.0 XX
95.8 XX


72.2 XX
90.0 XX


63.4 XX
83.6 XX


64.6 XX
77.4 XX


59.3 XX
74.7 XX


58.8 XX
71.0 XX


54.0 XX
65.5 XX


51.4 XX
48.8 XX


39.2 XX
48.3 XX


39.1 XX
45.4 XX


37.4 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Halo Infinite

3.840 x 2.160 Pixel (Ultra)

67.6 XX


53.4 XX
64.7 XX


53.4 XX
64.1 XX


51.1 XX
63.1 XX


51.9 XX
59.0 XX


43.4 XX
55.4 XX


45.3 XX
46.7 XX


33.9 XX
45.7 XX


37.9 XX
42.6 XX


32.8 XX
39.6 XX


33.4 XX
32.2 XX


27.3 XX
31.5 XX


28.6 XX
22.8 XX


20.1 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Die 60 FPS zu erreichen, ist in 1080p für keine der aktuellen Grafikkarten ein Problem. Mit den High-End-Modellen lassen sich damit aber nur in etwa doppelt so viele FPS erreichen – anspruchsvoll ist Halo Infinite also schon. In 1440p fallen dann zumindest die GeFore RTX 3060 und die Radeon RX 6600 (XT) im Ultra-Preset raus und kommen nicht mehr auf 60 Bilder pro Sekunde.

In UHD steigen die Anforderungen an die Grafikkarten dann deutlich und selbst die High-End-Modelle erreichen nur geradeso eben die Schwelle von 60 FPS. Die kleineren Karten kommen kaum noch auf ausreichende FPS.

Fazit

Ein Kampf auf Augenhöhe, so könnte man den Vergleich der Leistung der AMD- und NVIDIA-Karten kurz und knapp zusammenfassen. Bedenkt man aber, welche Power-Ressourcen NVIDIA aufwenden muss, um hier mitzuhalten, dann darf sich AMD im Leistungsvergleich durchaus als Sieger fühlen. Dies liegt aber nicht nur an der besseren Rohleistung, sondern auch am großzügigerem Speicherausbau, denn selbst 8 GB müssen je nach Grafikeinstellung nicht ausreichend sein.

Aus technischer Sicht gibt es wenig an Halo Infinite auszusetzen. Die Hardwareanforderungen sind vielleicht etwas höher, als diese viele erwartet haben, aber dafür sieht das Spiel vor allem in Innenräumen sehr gut aus. In den Außenbereichen geht von diesem Effekt etwas verloren, was vor allem am aggressiven LOD liegt.

Die Verschiebung hat Halo Infinite sicherlich gut getan - vor allem wenn man bedenkt, dass die Raytracing-Effekte noch fehlen. Die Screen Space Reflections sind bis dahin aber sicherlich ganz gut in der Lage, die Zeit zum Patch zu überbrücken. Auch FSR wird allen mit etwas schwächerer Hardware sicherlich zu Gute kommen können.

Wenn man eine Schwachstelle ausmachen kann, dann sind die eventuell noch unregelmäßige Frametimes. Diese sind vor allem bei weniger FPS teilweise deutlich zu spüren. Auch die hohen Anforderungen an den Grafikspeicher sind ein Kritikpunkt.

Ausreichend potente Hardware vorausgesetzt, ist Halo Infinite aus technischer Sicht ein guter Shooter, der mit Freude durch Basen und Außenwelten der Ringwelt spurten und dabei die Gegner wegfegen lässt. Wir sind nun gespannt, in welchem Umfang die Raytracing-Effekte die Optik noch aufwerten können und ob Optimierungen die Anforderungen zumindest ein wenig senken können, denn ansonsten wird das Zuschalten der anspruchsvollen Effekte vor allem ab der Mittelklasse wohl kaum umsetzbar sein.

Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Ab 18 Uhr: Far Cry 6 für kurze Zeit kostenlos verfügbar

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/FAR_CRY6

    Mit Far Cry 6 präsentierte die Spieleschmiede Ubisoft Toronto den sechsten Teil der bekannten Ego-Shooter-Reihe. Die Hauptrolle des Bösewichts übernahm der unter anderem aus der TV-Serie Breaking Bad bekannte Schauspieler Giancarlo Esposito.  Nachdem der fünfte Teil der Serie im fiktiven... [mehr]

  • Dying Light 2 ungeschnitten in Deutschland und Day-One-Patch

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/DYINGLIGHT

    Mit Dying Light 2 Stay Human erscheint am 4. Februar 2022 die Fortsetzung des Originals aus dem Jahr 2015. Wir haben uns das Open-World-Action-Rollenspiel bereits im Vorfeld angeschaut und unsere Eindrücke in einem Angespielt festgehalten. Des Weiteren hat Techland während des Reviewprozesses... [mehr]

  • Epic Games Store überrascht mit weiterem Gratisspiel

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/EPIC-GAMES-STORE

    Eigentlich sollte es in dieser Woche lediglich das Puzzlegame Automachef kostenlos im Epic Games Store geben. Jetzt verschenkt die Spieleschmiede allerdings auch das Open-World-Actionspiel Saints Row: The Third Remastered. Die beiden Titel lassen sich noch bis zum 2. September 2021 (17 Uhr) gratis... [mehr]

  • Ubisoft macht bei 90 Spielen das Licht aus

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/UBISOFT_LOGO

    Online-Multiplayer können im Vergleich zum Singleplayer sicherlich einen signifikanten Teil zum Spielspaß der Gamer beitragen. Allerdings sind solche Dienste auch immer mit Kosten verbunden. Die Entwicklerstudios müssen die Infrastruktur bereitstellen und pflegen. Im Falle von zum Beispiel... [mehr]

  • AMD FidelityFX Super Resolution: Bildqualität und Leistung im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD-FFXSS

    Das lange erwartete FidelityFX Super Resolution (FSR) als Performance-Upscaling und offene Alternative zu NVIDIAs Deep Learning Super Sampling (DLSS) startet heute. Wir konnten bereits im Vorfeld einen Blick darauf werfen und haben auch einige Informationen zur technischen Umsetzung. Der... [mehr]

  • Anno 1800: Das Game-Update 11 im Detail

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/ANNO_1800

    Das deutsche Entwicklerstudio Blue Byte hat jetzt die Patchnotes zum Game-Update 11 für Anno 1800 veröffentlicht. Besagte Aktualisierung wird ab dem 25. Mai 2021 um 18 Uhr zum kostenlosen Download bereit stehen. Mit dem Game Update 11 wird unter anderem der zweite DLC der Season 3 "Reisezeit"... [mehr]