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Doom Eternal mit id Tech 7 Engine im Test

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doom-eternalDoom Eternal soll ein würdiger Nachfolger des 2016 erschienen Doom-Titels als Neuauflage der früheren Serie sein. Schnelle Action und ein Effekt-Feuerwerk – das sind die Merkmale des Höllen-Shooters. Wir schauen uns Doom Eternal aus einer eher technischen Sicht an. Welche Grafikoptionen werden geboten und welche Grafikkarte ist notwenig, um in bestimmten Einstellungen zu spielen? Dies sind die Fragen, die wir klären wollen.

Doom Eternal setzt auf die hauseigene id Tech 7 Engine. Diese wiederum basiert auf der Vulkan-API, die als Low-Level-API besonders technisch immer wieder auf sich aufmerksam machen kann. Die id Tech 7 Engine wurde 2018 gemeinsam mit Doom Eternal angekündigt. Sie bietet zehnmal mehr geometrische Details und höhere Texturdetails als id Tech 6. Doom Eternal bzw. die id Tech 7 Engine wird auch ein Raytracing-Update bekommen.

id Software hat die id Tech 7 Engine auch entschlackt. Sie soll nun 1 Millionen weniger Zeilen Code aufweisen – unter anderem weil die OpenGL Render-Engine entfernt wurde. Weitere neuen Funktionen sind die Unterstützung von HDR, Physically Based Rendering (PBR) und eine effizientere Nutzung der CPU-Kerne. Das FPS-Limit wurde von 200 auf 1.000 FPS angehoben.

Der Detailgrad und die Texturen in Doom Eternal sind hervorragend. Zwar gibt es sicherlich Spiele, die noch ein wenig besser aussehen, aber im Setting, in dem Doom Eternal spielt, gibt es sicherlich keinerlei Konkurrenz. Die Beleuchtungseffekte, die Texturen und vor allem die Partikeleffekte sind die herausragenden Merkmale von Doom Eternal.

Zunächst einmal werfen wir einen Blick in das Grafikmenü von Doom Eternal, welches in den folgenden Screenshots zu sehen ist. Neben den üblichen Einstellungen zur Auflösung, dem Bildformat usw. sind die umfangreichen Einstellungen durchaus respektabel und bieten dem versierten Nutzer nahezu alle Möglichkeiten. Für die Nutzer, die nicht jeden Effekt einzeln einstellen wollen, gibt es Presets, die grobschlächtigere Detailstufen zugänglich machen.

Außerdem gibt es spezielle Einstellungen für Spieler mit Einschränkungen, beispielsweise für Anwender die farbenblind sind. Nicht jedes Spiel bietet solche Möglichkeiten und wer eine Rot-Grün-Sehschwäche besitzt, wird ebenfalls in Doom Eternal fündig. Über eine Anzeige der vermeintlichen Ausnutzung des Grafikspeichers gibt das Grafikmenü ein gewisses Feedback darüber, welche Einstellungen sinnvoll sind oder nicht und wie viel Speicher diese belegen. Eine Überbelegung des Speichers lässt Doom Eternal nicht zu.

Ebenfalls möglich ist eine Auflösungsskalierung von 50 bis 100 %. Die interne Renderauflösung wird also reduziert und es wird ein klassisches Upscaling verwendet. Ein Downsampling gibt es aber nicht. Alle Grafikeinstellungen lassen sich ohne Neustart des Spiels ändern – dies ist eine wesentliche Verbesserung gegenüber der id Tech 6 Engine.

Schick und sinnvoll ist das Performance-Overlay, welches in allen Screenshots zu sehen ist. In verschiedenen Detailstufen können hier wichtige Systeminformationen angezeigt werden.

Die Presets im Vergleich

Als erstes wollen wir uns die Presets etwas genauer anschauen. An Einstellungen möglich sind Niedrig, Mittel, Hoch, Ultra, Albtraum und Ultra Albtraum.

Als erstes werfen wir dazu einen Blick auf ein paar Screenshots im Vergleich:

Der Unterschied in der Darstellung zwischen Albtraum und Ultra-Albtraum ist marginal. Man muss schon sehr genau hinschauen, um überhaupt einen Unterschied festzustellen. Vor allem in der Bewegung des schnelles Spielgeschehens dürfte davon wenig zu sehen sein. Auf das Ultra-Preset kann man also problemlos zurückgehen, wenn es für die höheren Presets nicht ausreicht.

Zu Hoch-Preset sind die Unterschiede dann schon deutlicher und dies trifft ebenso auf Mittel und Niedrig zu. Letztgenannte Presets fallen optisch deutlich ab und sind nur dann zu rechtfertigen, wenn die Leistung der Hardware einfach nicht ausreicht. Zuvor würden wir aber andere Maßnahmen, wie ein Upscaling empfehlen.

Durch die Presets gibt es folgende Auswirkungen auf die Leistung:

Doom Eternal

2.560 x 1.440 Pixel (Vulkan, verschiedene Presets)

Bilder pro Sekunde / 99th Percentile
Mehr ist besser

Benchmarks mit GPUs von AMD und NVIDIA

Wir haben ein paar Grafikkarten mit GPUs von AMD und NVIDIA durch eine Benchmarkszene geschickt. Da Doom Eternal ein reicht schnelles Spiel ist, sollten 60 FPS das Mindestmaß sein, an das man herankommen sollte. Dazu ist keine besonders schnelle Grafikkarte erforderlich, denn selbst eine GeForce GTX 1060 kommt in 1080p im Abtraum-Preset schon auf mehr als 60 FPS. Im gleichen Zuge sei auch erwähnt, dass Monitore mit hoher Bildwiederholrate von Vorteil sind. Wer hier ein Modell mit 144 Hz besitzt, sollte sich auch in diese Richtung orientieren.

Getestet haben wir mit unserem Grafikkarten-Testsytem und den aktuellen Treiber von AMD und NVIDIA. Diese haben bereits die entsprechenden Optimierungen für Doom Eternal erhalten.

Doom Eternal

1.920 x 1.080 Pixel (Vulkan, Albtraum)

243.2 XX


190.5 XX
212.8 XX


165.5 XX
185.4 XX


142.9 XX
172.4 XX


131.1 XX
166.8 XX


123.6 XX
164.3 XX


125.7 XX
156.7 XX


120.4 XX
155.8 XX


121.6 XX
137.7 XX


103.9 XX
102.0 XX


74.8 XX
94.2 XX


73.0 XX
71.3 XX


55.4 XX
Bilder pro Sekunde / 99th Percentile
Mehr ist besser

Für 1080p reichen wie gesagt eine GeForce GTX 1060 auf Seiten der NVIDIA-GPUs und eine Radeon RX 5500 XT auf Seiten der AMD-GPUs aus, wenn mindestens 60 FPS erreicht werden sollen. Extrapoliert gilt dies auch beispielsweise für eine Radeon RX 580. Ab einer Radeon RX 5600 XT oder GeForce RTX 2060 sind dann auch mehr als 100 FPS möglich.

Doom Eternal

2.560 x 1.440 Pixel (Vulkan, Ultra-Albtraum)

168.7 XX


138.2 XX
150.6 XX


122.7 XX
126.9 XX


102.4 XX
121.7 XX


96.8 XX
121.1 XX


98.4 XX
112.2 XX


88.6 XX
111.2 XX


88.6 XX
104.4 XX


73.0 XX
102.7 XX


77.3 XX
68.4 XX


53.8 XX
67.2 XX


54.1 XX
47.4 XX


36.3 XX
Bilder pro Sekunde / 99th Percentile
Mehr ist besser

Für 1440p müssen die Anforderungen an die Hardware nur leicht nach oben gedreht werden. Die schnellsten Karten kommen nicht mehr auf 200 FPS, bewegen sich aber noch immer zwischen 120 und 170 FPS.

Doom Eternal

3.840 x 2.160 Pixel (Vulkan, Ultra-Albtraum)

93.7 XX


77.8 XX
80.5 XX


71.9 XX
77.0 XX


66.8 XX
73.4 XX


64.7 XX
63.5 XX


56.4 XX
63.2 XX


55.8 XX
59.8 XX


48.6 XX
59.4 XX


50.0 XX
55.3 XX


44.2 XX
Bilder pro Sekunde / 99th Percentile
Mehr ist besser

Mehr als 100 FPS im Ultra-Albtraum-Preset erreicht in 4K keine Grafikkarte mehr. Eine Radeon RX 5700 oder GeForce GTX 1080 Ti sollten es dann mindestens sein.

AMD und NVIDIA haben ihren aktuellen Treiber zwar auf Doom Eternal optimiert, konzentrieren sich aber offenbar auf die aktuellen GPU-Architekturen – Turing bei NVIDIA und RDNA bei AMD.

Einfluss des Prozessors nur sehr gering

Aus den inzwischen umfangreichen Erfahrungen mit Doom Eternal aus der Community wissen wir: Vier schnelle Kerne mit Hyperthreading bzw. SMT reichen dem Spiel aus. Nur vier Kerne ohne zwei Threads pro Kern können die GPU offenbar nicht mit den notwendigen Informationen versorgen. Die Unterschiede zwischen einem aktuellen Core- oder Ryzen-Prozessoren sind aber derart gering, dass sie in der Praxis keinerlei Rolle spielen.

Die meisten Spieler dürften hinsichtlich des Prozessors damit keinerlei Probleme haben. Je nach gewünschter Ausgabeauflösung ist die Grafikkarten der entscheidende Faktor für die erreichten FPS.

Fazit

Doom Eternal konnte inhaltlich viel positive Kritik einheimsen. Aber diesen Punkt müssen wir anderen überlassen. Wir konzentrieren uns an dieser Stelle auf die technischen Aspekte und auch hier gibt es wenig zu kritisieren. Doom Eternal spielt in einem eigenständigen Setting, das es so aktuell in keinem Spiel zu sehen gibt. Diese optische Besonderheit wird mit der id Tech 7 Engine hervorragend ausgespielt. Doom Eternal ist deutlich bunter als der Vorgänger, hat aber nichts an seiner Brutalität und Geschwindigkeit verloren.

Die Beleuchtungs- und Partikeleffekte sind neben der Geschwindigkeit und Effektivität der Engine sicherlich die herausragenden Merkmale. Bei den Prozessoren zeigt sich Doom Eternal sehr sparsam und selbst ältere Grafikkarten kommen je nach Auflösung und Preset noch gut mit dem optischen Feuerwerk klar. Wenn man bestimmte Anforderungen an die FPS hat, sollte es aber wohl eine der aktuellen Grafikkarten sein.

Offenbar haben AMD und NVIDIA auf weitere Optimierungen für die älteren GPU-Architekturen verzichtet. Hier könnte aber noch viel Potenzial vorhanden sein.

Doom Eternal weiß also technisch zu gefallen und bietet auch die dazu notwendigen Grafikeinstellungen. Hier kann sich der Nutzer beliebig ausspielen oder vertraut eben auf bestimmte Voreinstellungen. Hinzu kommt das gute Performance-Overlay, welches eine gewisse Analyse der Leistung ermöglicht.

Derzeit ist Doom Eternal das einzige Spiel, welches mit der id Tech 7 Engine angekündigt wurde. Weitere sind aktuell nicht in Sicht. In Zusammenarbeit mit NVIDIA soll auch noch ein RTX-Patch erscheinen, der dann Raytracing-Effekte hinzufügen soll. Diesen werden wir uns sicherlich auch noch einmal anschauen.

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