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Inklusive Benchmarks: Destiny 2 im Technik-Check

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destiny2Seit einigen Tagen ist es auf dem PC verfügbar und die Entwickler haben versprochen, dass Destiny 2 mehr als nur eine einfach Konsolenumsetzung sein soll. Man will die Leistung moderner Grafikkarten besser nutzen, als dies üblicherweise der Fall ist. Damit soll auch eine gewisse Rechtfertigung für die PC-Version hergestellt werden, denn der Vorgänger erschien ausschließlich für die Konsolen. Gegenüber der Xbox One und PlayStation 4 Pro, soll sich die PC-Version vor allem durch die Unterstützung von UHD und die theoretisch beliebig hohen Frames pro Sekunde auszeichnen – auf der Konsole liegen diese bei festen 30 FPS.

Neben der Auswahl der Auflösung bietet Destiny 2 auch noch weitere Grafikeinstellungen, die wir so nicht immer bei den Konsolenumsetzungen erwarten dürfen. Dazu gehören Field of View, VSync, Chromatic Aberration, Motion Blur und Film Grain. Darüber hinaus ist es über 14 weitere Einstellungen möglich, die gewünschte Grafikqualität mit der zur Verfügung stehenden Rechenleistung abzustimmen. An Anti-Aliasing-Optionen bietet Destiny 2 die Post-Processing-Effekte FXAA und SMAA.

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Neben der Auflösung haben diese vielen Effekte natürlich den größten Einfluss auf die FPS im jeweiligen System. Eingestellt werden können der Detailgrad der Umgebung (auch in Abhängigkeit zur Distanz) sowie der weiteren Charaktere im Spiel. Aber auch die Darstellung von Licht und Schatten bietet noch einige Optionen, die es sich auszuprobieren lohnt. Im GeForce-Blog bei NVIDIA gibt es einen ausführlichen Leistungsartikel mit hunderten Screenshots und Vergleichen. Hier kann sich jeder PC-Spieler einmal ein Bild von den Änderungen durch die jeweiligen Einstellung machen.

Derzeit bietet NVIDIA ein Bundle mit Destiny 2 an. Wer eine GeForce GTX 1080 bzw. 1080 Ti kauft, bekommt das Spiel gratis. Für unsere Tests haben wir den GeForce 388.00 für alle GeForce-Karten verwendet, während bei AMD der Radeon Software Crimson ReLive Edition in der Version 17.10.2 zum Einsatz kam.

Für die Benchmarks zum Einsatz kam unser neues Grafikkarten-Testsystem bestehend aus:

Nun aber zu den Benchmarks:

Destiny 2

1.920 x 1.080 Pixel - Very High - SMAA

142.5 XX


118 XX
115.2 XX


95 XX
101.0 XX


83 XX
93.7 XX


78 XX
93.2 XX


81 XX
67.4 XX


53 XX
66.4 XX


51 XX
63.8 XX


48 XX
56.9 XX


41 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Destiny 2

2.560 x 1.440 Pixel - Very High - SMAA

71.5 XX


56 XX
64.7 XX


49 XX
63.6 XX


47 XX
52.4 XX


40 XX
52.0 XX


39 XX
44.9 XX


33 XX
39.7 XX


28 XX
35.1 XX


26 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Destiny 2

3.840 x 2.160 Pixel - High - SMAA

56.2 XX


36 XX
51.0 XX


33 XX
49.2 XX


32 XX
48.6 XX


31 XX
44.3 XX


30 XX
32.8 XX


23 XX
31.3 XX


22 XX
24.2 XX


16 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Für eine Auflösung von 1.920 x 1.080 sowie 3.840 x 2.160 Pixel konnte wir folgendes ermitteln. Die GeForce GTX 1080 Ti ist in allen Fällen die schnellste Karte. Darauf folgt die GeForce GTX 1080. Einzig bei 2.560 x 1.440 Pixel kann die Radeon RX Vega 64 diese übertrumpfen. Darauf folgt die GeForce GTX 1070 noch vor der Radeon RX Vega 56. Insgesamt stellt sich das Bild also in etwa so dar, wie dies zu erwarten ist. Bei 2.560 x 1.440 Pixel scheint AMD aber einen entscheidenden Vorteil zu haben, denn hier ist selbst die Radeon R9 Fury X schneller als die GeForce GTX 1070.

Destiny 2

Voreinstellungen bei 2.560 x 1.440 Pixel

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Für die verschiedenen Grafikeinstellungen hinsichtlich der Darstellungsqualität lässt sich folgendes festhalten. Der Wechsel von Mittel auf Hoch sorgt für eine Reduzierung der FPS um 15 bis 20 %. Wird die Qualität von Hoch auf Sehr Hoch noch einmal erhöht, sinken die FPS im Gegenzug um etwa 40 %. Natürlich gibt es hier leichte Unterschiede zwischen den einzelnen Karten, exemplarisch haben wir uns für die AMD Radeon RX Vega 64 und GeForce GTX 1080 entschieden, da diese auch direkte Gegenspieler sind.

Destiny 2

Anti-Aliasing bei 2.560 x 1.440 Pixel

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Für die verschiedenen Anti-Aliasing-Modi haben wir natürlich ebenfalls Messungen mit ausgeschaltetem AA sowie den Post-Processing-Modi FXAA und MSAA gemacht. Durch die Optimierungen in diesem Bereich sind beide Karten aber recht stabil und verlieren allenfalls etwa 5 % an FPS.

Mit den Radeon-RX-Vega-Karten führte AMD eine Technologie namens HBCC ein. Der High Bandwidth Memory Controller ist in den Standardeinstellungen des Treibers aber noch deaktiviert. Dennoch haben wir uns einmal angeschaut, ob die Mitbenutzung des Arbeitsspeichers einen Vorteil bietet.

Destiny 2

HBCC bei 2.560 x 1.440 Pixel

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Der HBCC erfüllt also durchaus seinen Zweck, zumindest wenn man die richtigen Einstellungen wählt. Wer 32 GB oder mehr an Arbeitsspeicher zur Verfügung hat, kann für Destiny 2 16 GB davon nutzen und hat ein paar FPS mehr. Ob der HBCC aber ein leichtes Plus bringt oder nicht, sollte jeder selbst ausprobieren. Da es sich noch immer um keine finale Funktion der Vega-Architektur handelt, gibt es hier etwas Eigenverantwortung und noch immer unterscheiden gibt es je nach Spiel deutlich Vor- und Nachteile.

Fazit

Destiny 2 funktioniert deutlich besser, als dies aufgrund der Erfahrungen aus früheren Konsolenportierungen zu erwarten gewesen ist. Dies liegt aber vermutlich auch daran, dass Destiny 2 eben nicht von der Konsole auf den PC überführt wurde, sondern gleich vom Start weg für diesen mitentwickelt wurde. Dies wird alleine schon durch die vielen Einstellmöglichkeiten deutlich. PC-Spieler mit einem Fabel für mögliche viele manuelle Einstellungen sollten hier also auf ihre Kosten kommen.

Welche Grafikkarte für Destiny 2 notwendig ist, hängt von vielen Faktoren ab. Die Auflösung ist dabei die wichtigste. Elementar ist die Frage, ab wann der Spieler die FPS als flüssig ansieht. Müssen es 90 FPS sein oder reichen auch 60 oder gar 45? Dabei spielt es auch eine Rolle ob ein G-Sync- oder FreeSync-Monitor vorhanden ist oder nicht. Mit den von uns gemachten Benchmarks können wir zumindest eine grobe Orientierung bieten.

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