Seite 8: Fazit

Die Mach Xtreme Technology MX-EXPRESS SSD sieht auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus, dieser Eindruck hält auch noch während der Inbetriebnahme an. Dass das Laufwerk direkt und ohne zusätzlichen Treiber erkannt wird, ist sehr komfortabel und ermöglicht auch ein problemloses Umziehen existierender Installationen auf das MX-EXPRESS Laufwerk. Ein weiterer großer Kritikpunkt an vielen PCIe-SSDs trifft auf das Laufwerk von Mach Xtreme Technology auch nicht zu, denn der verwendete RAID-Controller leitet den TRIM-Befehl weiter. Schaltet man den Rechner ein, bleibt einem außerdem eine Gedenkpause in Form der Intialisierung des RAID-Controllers erspart – andere PCIe-Laufwerke bzw. RAID-Controller genehmigen sich beim Booten nicht selten viele Sekunden, was in Zeiten immer schneller startender Rechner sehr störend sein kann.

Die MX-EXPRESS SSD: Gutes Konzept, schlechte Performance
Die MX-EXPRESS SSD: Gutes Konzept, mäßige Performance

Eine gewisse Ernüchterung macht sich jedoch breit, wenn man sich die Benchmark-Ergebnisse anschaut. Insbesondere bei 4K-Blöcken strauchelt die MX-EXPRESS SSD und landet nicht selten auf einem der letzten Plätze. Bei sequenziellen Operationen geht das Laufwerk deutlich schneller zu Werke, hier setzt man sich an die Spitze des Testfeldes. Allerdings ist der Vorsprung zu den klassischen 2,5-Zoll-SATA-SSDs auch hier nicht so groß, wie man vielleicht erwarten oder hoffen würde. Beim praxisnahen PCMark-Benchmark findet man die MX-EXPRESS SSD sogar nur im Mittelfeld, viele SATA-SSDs liegen vor dem PCIe-Laufwerk. Die „Schuld" für dieses Ergebnis liegt mit ziemlicher Sicherheit beim verwendeten RAID-Controller. Die MX-EXPRESS SSD ist eben doch kein natives PCIe-Laufwerk, sondern kombiniert zwei herkömmliche SATA-SSDs in einem RAID 0 mittels eines RAID-Controllers mit SATA-Interface auf der einen und PCIe-Interface auf der anderen Seite. Der verwendete RAID-Controller scheint schlicht zu langsam sein, was insbesondere das schlechte Ergebnis bei kleinen Datenblöcken nahelegt.

Mit einem Preis von 1,26 Euro pro Gigabyte (bei der von uns getesteten Version mit 512 GB) wird es schließlich sehr schwer, dem Laufwerk überhaupt eine Empfehlung auszusprechen. Highend-SSDs wie die Samsung SSD 840 Pro Series gibt es nämlich schon ab 0,74 Euro pro Gigabyte. Gleichzeitig kommen die meisten Highend-SSDs auch mit einer Garantiezeit von fünf Jahren, Mach Xtreme Technology gewährt auf die MX-EXPRESS SSD lediglich zwei Jahre Garantie.

Die MX-EXPRESS SSD ist kein grundsätzlich schlechtes Laufwerk, der Ansatz ist sehr gut. Leider stehen Performance und Preis in keiner vernünftigen Relation, sodass eine Highend-SSD letztendlich die bessere Wahl sein dürfte.

Positive Aspekte der MX-EXPRESS SSD:

  • Kein Treiber notwendig
  • Unterstützung für den TRIM-Befehl
  • Keine Verzögerung beim Booten

Negative Aspekte der MX-EXPRESS SSD:

  • Durchschnittliche Performance / zu schwacher RAID-Controller
  • Nur zwei Jahre Garantie