Seite 4: Die Samsung 840 EVO im Detail (3)

Auch auf Software-Seite hat sich einiges getan – der Samsung SSD Magician wurde um ein sehr interessantes Feature erweitert. An dieser Stelle möchten wir auf den Artikel zur 840 Basic und Pro verweisen, um die grundsätzlichen Funktionen des Magician kennenzulernen. Bei besagtem neuen Feature handelt es sich um den sog. RAPID-Modus („Real-time Accelerated Processing of I/O Data"). Hierbei wird der Arbeitsspeicher des PCs genutzt, um häufig verwendete Daten zwischenzuspeichern und so die Geschwindigkeit der SSD zu erhöhen. Die Lösung von Samsung basiert auf der bereits bekannten Dataplex-Software von NVELO – mit dem Unterschied, dass jetzt der RAM genutzt wird, um eine SSD zu cachen und nicht, wie bisher üblich, eine Festplatte mit einer SSD gecacht wird. Der RAPID-Modus nutzt maximal 1 GB des Arbeitsspeichers, diese Menge ist durch den Nutzer nicht änderbar. Sollten andere Applikationen Arbeitsspeicher anfordern, gibt die Software den als Cache verwendeten Arbeitsspeicher frei. Des Weiteren merkt sich die Software auch zwischen Neustarts, welche Daten häufig verwendet werden und lädt diese beim Start in den Arbeitsspeicher, sodass sie direkt zur Verfügung stehen. Um den RAPID-Modus zu nutzen, benötigt man den SSD Magician 4.2, der noch in diesem Jahr erscheinen soll. 

Welchen Mehrwert eine Caching-Lösung bietet, hängt sehr stark vom Nutzungsprofil ab. Werden wenige Daten häufig gebraucht, ist ein enormer Geschwindigkeitszuwachs zu erwarten, schließlich ist der Arbeitsspeicher eines Rechners immer noch um Größenordnungen schneller als eine SSD. Beim Arbeiten mit sehr großen und/oder nur einmalig genutzten Dateien ist der Cache hingegen nahezu nutzlos. Um abzuschätzen, welches Plus an Performance man im Alltag erwarten darf, haben wir die Samsung SSD 840 EVO Series mit aktivierem RAPID-Modus durch den PCMark 7-Benchmark laufen lassen:

pcmark7 total rapid

Sowohl bei der Rohleistung als auch beim Gesamtsystem setzen sich die Laufwerke mit aktivierem RAPID-Modus deutlich an die Spitze. Dieses Ergebnis war auch zu erwarten, denn im Alltag reicht ein 1 GB großer Bereich im Arbeitsspeicher aus, um viele I/O-Operationen abzufangen.