Seite 2: Technische Details

Die neuen Raptoren sind grundsätzlich 2,5-Zoll-Platten, werden aber für gewöhnlich mit dem umschließenden IcePack betrieben. Als Hauptgrund kann hier die dadurch bereitgestellte zusätzliche Kühlung genannt werden, ebenso wie die Nutzbarkeit der regulären 3,5-Zoll-Einbauschächte. Darüber hinaus ist es ohnehin fraglich, wer tatsächlich auf die Idee kommen würde, einen 10k-rpm-Boliden in ein externes Gehäuse zu verbannen, oder in einem Notebook unterbringen zu wollen. Optisch hat sich im Vergleich zur Vorserie nichts getan, lediglich der Aufkleber ist nun leicht verändert.

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Während die Modelle der allerersten VelociRaptor-Generation noch auf SATA 3 Gbit/s setzten, sind die neuen WD2500HHTZ, WD5000HHTZ und WD1000DHTZ ebenfalls wie die 2. Generation mit SATA 6 Gbit/s ausgestattet. In unseren Messungen legte die WD1000DHTZ teilweise über 160 MB/s lesend sowie schreibend aufs Parkett, mit Leistungsspitzen knapp unterhalb von 200 MB/s.

Im Inneren kommen drei Platter zum Einsatz, die jeweils 333 GB fassen. Die Umdrehungsgeschwindigkeit liegt wie gewohnt bei 10.000 rpm, was den Raptoren gerade bei zufälligen Zugriffsmustern ein deutlich hörbares Betriebsgeräusch verschafft. Insbesondere bei HDTune fällt dies im Rahmen des Random-Access-Tests merklich auf. Western Digital gibt die Lautstärke mit 30 dB(A) im Idle-Zustand und 37 dB(A) unter Last an.

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Was die Temperaturentwicklung betrifft, so vertragen die Platten laut WD Werte zwischen 5 und 55 °C. Im Rahmen des Benchmarks-Betriebs hatte unsere WD1000DHTZ eine Idle-Temperatur von 35 °C, wobei die Temperatur nach andauernder Belastung ohne aktive Kühlung rund 42 °C betrug, bei einer Umgebungstemperatur von 19 °C. Berücksichtigt man dabei, dass einige normale Desktop-Platten unter ähnlichen Betriebsmustern ebenfalls schon an den 40 °C kratzen, ist der Wert der VelociRaptor gar nicht schlecht.

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Der interne Zwischenspeicher hat auch eine Aufwertung erfahren: Hier kommen anstelle der vorherigen 32 MB nun 64 MB zum Einsatz. Sämtliche Standard-SATA-Kommandos wie NCQ werden natürlich unterstützt. Gerade im Zusammenhang mit dem RAID-Betrieb in Server- und Storage-Plattformen macht der TLER-Support die VelociRaptor interessant. Passend dazu gibt WD einen MTBF-Wert („Mean Time Between Failures“) von 1,4 Millionen Stunden bei einem Garantiezeitraum von 5 Jahren an.