Seite 14: Fazit

Schon im Vorfeld war klar, dass die minimal höheren Taktraten der neuen "Haswell Refresh"-Prozessoren im Vergleich zu ihren Vorgänger-Modellen nicht wirklich ins Gewicht fallen sollten. Die meisten "Haswell"-Modelle sollten die minimale Takterhöhung von 100 bis 200 MHz ohne Anhebung der Spannung problemlos mitmachen - vor allem die "K"-Modelle, die passenderweise einen nach oben hin geöffneten Multiplikator mit sich bringen.

Nüchtern betrachtet muss man aber sagen, dass der neue Intel Core i7-4790 zu den schnellsten Spiele-Prozessoren zählt, die der Markt aktuell hergibt. Sicherlich sind die Sechs-Kern-Modelle der "Ivy Bridge-E"-Generation leistungsmäßig noch ein gutes Stück schneller, reißen dafür aber auch ein großes Loch in den Geldbeutel. Hinzu kommen deutlich höhere Kosten für die X79-Plattform im Vergleich zum Z97-Chipsatz, der obendrein mit dem M.2-Standard und einer weitaus höheren Anzahl an SATA-III-Ports und USB-3.0-Schnittstellen I/O-seitig mehr zu bieten hat.

Auf der anderen Seite ist der Haswell-Refresh doch ein wenig enttäuschend. Intel hätte innerhalb eines Jahres deutlich mehr auf die Beine stellen können, wie wir es in den vergangenen Jahren von der Chipschmiede auch gewohnt waren - die aktuelle Marktsituation setzt Intel aber nicht unter Zugzwang. Die kommenden "K"-Modelle alias "Devils Canyon" dürften hier jedoch ein bisschen die Gemüter der Optimisten beruhigen. Sie sollen sich dank eines verbesserten TIMs und weiterer Optimierungen deutlich taktfreudiger als die "Haswell"-Prozessoren und die ersten Vertreter der neuen "Haswell Refresh"-Reihe zeigen und obendrein ab Werk mit deutlich höheren Taktraten ausgestattet sein. Von bis zu 4,4 GHz ist die Rede. 

intel core i7 4790 k
Heute im Test: Intels bislang schnellster "Haswell Refresh"-Prozessor, der Core i7-4790.

Insgesamt bleibt zu sagen: Wer schon einen "Haswell"-Prozessor im Rechner stecken hat, der braucht sich keine Gedanken über ein mögliches Upgrade zu machen. Wer jedoch noch einen älteren Prozessoren besitzt und mit einem Wechsel liebäugelt, der kann bedenkenlos zur "Haswell Refresh"-Plattform greifen und erhält dabei sogar noch eine leicht höhere Leistung zu einem fast identischen Preis. Der Intel Core i7-4790 besitzt ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als ein Intel Core i7-4770K. Wer also nicht übertakten möchte, ist bei dem neuen Prozessor richtig.

Positive Aspekte des Intel Core i7-4790:

  • Sehr gute Performance
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Negative Aspekte des Intel Core i7-4790:

  • Nur geringfügig schneller als die Vorgänger-Modelle
  • Keine Änderungen an Architektur und Fertigungsverfahren