Seite 14: Fazit

Mit einem Preis von knapp 275 Euro ist Intels Core i7-4820K etwas günstiger als das aktuelle Flaggschiff unter den "Haswell"-Prozessoren. Dafür gibt es einen leicht höheren Basistakt, einen größeren shared L3-Cache und eine aufgemöbelte Speicherunterstützung von bis zu 1866 MHz und Quad-Channel - zumindest auf dem Papier sollte sich die kleinste "Ivy Bridge-E"-CPU, die erst Anfang September offiziell an den Start ging, schneller als Intels Core i7-4770K sein.

In der Praxis nehmen sich die beiden Quadcore-Prozessoren allerdings nicht viel. Vor allem in unseren Spielebenchmarks liefern sich die beiden Intel-CPUs ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Auch bei den synthetischen Benchmarks und den Anwendungs-Programmen liegt mal die "Haswell"-CPU und mal der "Ivy Bridge-E"-Vertreter an der Spitze. Anders sieht es da schon bei der Leistungsaufnahme aus. Hier verbraucht der Intel Core i7-4820K doch ein gutes Stück mehr als der Intel Core i7-4770K - sowohl im Leerlauf wie auch unter Last. Der Unterschied beträgt zwischen knapp 10 und etwa 30 Watt. 

Warum sollte man also zu Intels teurer X79-Plattform, die obendrein noch keinerlei Unterstützung für USB 3.0 mit sich bringt und bei den SATA-III-Ports spart, greifen? Der Grund ist schnell erklärt: Wer mehr als zwei Grafikkarten im Multi-GPU-Betrieb einsetzen möchte, der sollte einen näheren Blick auf den Sockel LGA2011 werfen. Chipsatz und CPU stellen den Grafikkarten hier bis zu 40 Lanes zur Seite und können diese so mit der vollen Geschwindigkeit ansprechen, was sich bei aktuellen Spieletiteln im Multi-GPU-Betrieb durchaus bemerkbar machen dürfte. Das werden wir in einem kommenden Test aber noch näher durchleuchten.

Alle anderen, die ohnehin nur eine Grafikkarte verbauen, fahren mit "Haswell" besser. Zwar kostet die CPU ein paar Euro mehr, dafür kann man beim Mainboard und Arbeitsspeicher sparen und fährt unterm Strich günstiger und zugleich stromsparender. 

ivybridge e sockel k
Intels Core i7-4820K hat es gegen die Core i7-4770K-CPU schwer.

Wer sich mit einer Grafikkarte zufriedengibt, fährt mit "Haswell" deutlich besser. Die Performance ist in etwa die gleiche, dafür stimmen Leistungsaufnahme und Energieeffizienz sowie die Plattform-Preise.

 

Positive Aspekte des Intel Core i7-4820K:

  • Hohe Performance
  • Für Multi-GPU-Betrieb optimiert

Negative Aspekte des Intel Core i7-4820K:

  • Teure Plattformpreise
  • Kaum schneller als "Haswell"
  • Etwas höherer Stromverbrauch