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Aorus X3 Plus V3: 14-Zöller mit QHD+-Display und potenter Hardware im Test

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Seite 2: Leistung, Laufzeit, Kühlung

Große Abstriche müssen beim Gehäuse und dessen Verarbeitungsqualität nicht gemacht werden. Einzig der Gehäusedeckel mag vielleicht nicht ganz so stabil erscheinen wie der Rest des Gehäuses. Doch auch das Innere kann sich sehen lassen, denn hier setzt Aorus auf pfeilschnelle Hardware. Geräte mit größerem Display, noch schnellerer Hardware lassen sich im Onlineshop von Aorus aber ebenfalls konfigurieren und bestellen. Unsere Testkonfiguration ist damit wie bei den meisten Notebooks lediglich als Vorschlag anzusehen. 

Systemleistung

Dank der schnellen Hardware kann sich auch die Leistung des Aorus X3 Plus V3 sehen lassen. Während aber die meisten Gaming-Notebooks, welche wir in den letzten Wochen und Monaten auf den Prüfstand stellen konnten, auf einen Intel Core i7-4720HQ setzen, kommt in unserem heutigen Testmuster eine Nummer kleiner bzw. älter zum Einsatz. Aorus setzt auf einen Intel Core i7-4710HQ. Dieser besitzt vier Rechenkerne, kann bis zu acht Threads gleichzeitig bearbeiten und macht sich mit einer Basis-Geschwindigkeit von 2,5 GHz ans Werk. Je nach Auslastung und Temperatur können einzelne Kerne im Boost Taktraten von bis zu 3,5 GHz erreichen. Damit ist das Modell aber nur 100 MHz langsamer als der Core i7-4720HQ unterwegs.

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Die übrigen technischen Daten decken sich mit denen des großen Bruders. So wie es bei allen "Haswell"-Modellen der Standard ist, wird der Prozessor im 22-nm-Verfahren gefertigt und bringt es auf eine TDP von 47 Watt. Ebenfalls klassenüblich ist die Dimensionierung des L3-Caches, der bei 6 MB liegt. Als Grafik kommt eine Intel HD Graphics 4600 zum Einsatz.

Die Leistung liegt bei unserem Testkandidaten nur wenig unterhalb der Performance, die wir von vergleichbaren Modellen mit einem Intel Core i7-4720HQ gewohnt sind. Der Leistungsunterschied ist gering. Dass die Alltags-Performance darüber hinaus auf einem hohen Niveau liegt, dafür sorgt der verbaute RAID-0-Verbund der beiden mSATA-SSDs. Sie erreichen nicht nur sehr geringe Zugriffszeiten, sondern auch Lesegeschwindigkeiten von in der Spitze über 800 MB/s. Der Arbeitsspeicher in unserem Testmuster beläuft sich auf üppige 16 GB, dessen Leistung mit etwa 17,5 GB/s auf bekanntem Niveau für 1.600 MHz schnelle DDR3-Module liegt.

PC Mark 8

Creative

5708 XX


5340 XX


5266 XX


5244 XX


5175 XX


5061 XX


5043 XX


4993 XX


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3741 XX


3686 XX


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3472 XX


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3201 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

Nicht nur beim Prozessor greift Aorus bei unserer Hardware-Ausstattung auf eine Modellnummer kleiner zurück, sondern auch bei der Grafikkarte. Hier setzt man auf eine NVIDIA GeForce GTX 970M, die mit satten 6 GB GDDR5-Videospeicher bestückt ist.

gpuz
GPU-Z-Screenshot des Aorus X3 Plus V3

Wie das aktuelle Topmodell von NVIDIA basiert auch die GeForce GTX 970M auf der "Maxwell"-Architektur der zweiten Generation. Konkret kommt der GM204-Chip zum Einsatz, welcher auch auf den beiden Desktop-Karten GeForce GTX 980 und GTX 970 seine Dienste verrichtet. Im Falle der GeForce GTX 970M stehen allerdings nur noch zehn SMM-Cluster zur Verfügung, womit in Summe 1.280 Shadereinheiten resultieren. Jeder dieser Shadercluster weist zudem acht Textureinheiten auf. Insgesamt stehen so 80 TMUs bereit. Beim Speicher setzen NVIDIA und letztendlich auch Aorus aber auf den Vollausbau von 6 GB. Im Vergleich zur GeFoce GTX 980M bindet dieser aber nicht über ein 256 Bit breites Speicherinterface an, sondern muss mit einem 64-Bit-Controller weniger auskommen. Die Speicherchips kommunizieren bei der GeForce GTX 970M nur noch über 192 Bit. Damit stehen auch nur noch 48 Rasterendstufen bereit.

Bei den Taktraten haben NVIDIA und Aorus ebenfalls einen Gang im Vergleich zur GeForce GTX 980M zurückgeschaltet. Die GeForce GTX 970M unseres Aorus X3 Plus V3 rechnet mit einem Basis-Takt von 924 MHz, kenn je nach Temperatur und Last im Boost aber auch Frequenzen von mindestens 1.038 MHz erreichen. Der Speicher arbeitet mit seinen üblichen 1.253 MHz. 

Die Performance der GPU kann vor allem in Kombination mit der schnellen Core-i7-CPU überzeugen. Abgesehen von den richtig dick ausgestatteten Gaming-Notebooks mit SLI-Gespann spielt unsere Testkonfiguration in den oberen Regionen der Benchmarks mit und liegt in etwa auf dem Niveau vergleichbarer Geräte, die ebenfalls mit einer GeForce GTX 970M ausgestattet sind. 

Tomb Raider

1920 x 1080 – High Settings

258.2 XX


219.8 XX


155.7 XX


154.2 XX


153.2 XX


151.1 XX


149.4 XX


145.6 XX


116.4 XX


113.9 XX


81.8 XX


70.2 XX


64.6 XX


60.2 XX


in fps
Mehr ist besser

Damit lassen sich aktuelle Games problemlos in FullHD-Auflösung spielen – zu störenden Framedrops kommt es dabei nicht. Anspruchsvolle Engines, wie sie beim betagten Metro 2033 genutzt werden, können ebenfalls problemlos befeuert werden. Aber auch ein aktueller Titel wie das neue Tomb Raider lässt sich mit den erzielten über 100 FPS ruckelfrei spielen. Für die native QHD+-Auflösung reicht es dann aber nicht. Zumindest Bioshock und Anno 2070 können in dieser Auflösung aber gespielt werden. Wer wert auf eine hohe Auflösung legt und die Qualität etwas reduzieren kann, wird mit dem Aorus X3 Plus V3 durchaus glücklich. Für solch hohe Auflösungen und alle Details sowie AA/AF sind aber selbst aktuelle SLI-Gespanne und andere Flaggschiff-Grafikkarten überfordert.

Alles im Griff

Auch wenn Notebook-Hardware meist nicht ganz so stromhungrig wie Desktop-Hardware ist und geringere Anforderungen an die Kühlung stellt, ist letztere noch immer ein entscheidender Faktor im Notebook-Segment, vor allem, wenn auf High-End-Hardware wie im Aorus X3 Plus V3 gesetzt wird. 

Probleme bei der Kühlung konnten wir nicht feststellen, wenngleich der Prozessor etwas warm wurde und damit unter Extrem-Bedingungen seine Geschwindigkeit reduzierte, um nicht zu überhitzen. Nach etwa 25 Minuten Prime95- und Furmark-Last senkte der Intel Core i7-4710HQ seine Geschwindigkeit ab - zu Abstürzen oder Freezes kam es aber nicht. Trotzdem ist unser Testgerät alles andere als ein Leisetreter. Zwar schalten sich die Lüfter im Leerlauf gerne mal komplett ab und lassen das Notebook damit nahezu lautlos arbeiten, doch in unregelmäßigen Abständen dreht die Kühlung auch im 2D-Betrieb deutlich auf. Dieses eher unruhige Verhalten der Lüftersteuerung ist störend. Unter Last mussten wir über 50 dB(A) messen.

bench temp unterseite

Dafür aber halten sich sowohl die Oberflächen- als auch die Komponenten-Temperaturen in Grenzen, sodass das Aorus X3 Plus V3 problemlos auf den Oberschenkeln genutzt werden kann - vor allem im Leerlauf, wo wir im Schnitt knapp über 30 °C gemessen haben.

Kurzes Spielvergnügen

Auch wenn Aorus beim X3 Plus V3 nicht auf die schnellsten und stromhungrigsten Komponenten setzt, ist der Akku schnell leer gesaugt, mobiles Spielen ist nur von kurzer Dauer. Kein Wunder, schließlich gibt es in dem schlanken Gehäuse nicht viel Platz für einen leistungsstarken Akku. Unser Testmuster musste mit einem 73,26 Wh starken Stromspender auskommen.

Im normalen Office-Betrieb hält das Gerät etwa 5 Stunden durch, was vor allem daran liegt, dass sich die doch eher stromhungrige NVIDIA GeForce GTX 970M im Leerlauf abgestellt und auf die in der CPU integrierte Grafiklösung umgestellt wird. Der Wechsel zwischen den beiden GPUs funktioniert einwandfrei - ein Zutun des Anwenders ist nicht erforderlich. Unter Last bricht die Akku-Laufzeit stark ein. Dann kommt das Aorus X3 Plus V3 nur noch knapp über 2 Stunden ohne Steckdose aus. 

Keine großen Überraschungen gibt es beim Blick auf die Leistungsaufnahme. Im Leerlauf haben wir knapp über 24 Watt gemessen, während das Aorus X3 Plus V3 bei maximaler Last knapp unter 160 Watt aus der Steckdose, bzw. dem Akku zieht. Damit liegt unser Testkandidat abermals auf dem Niveau vergleichbarer Geräte.