Seite 10: Fazit

Das ASUS U38DT kombiniert ein hochwertiges Gehäuse mit AMDs aktueller Vision-Plattform und einem matten Display und kann damit als Angriff auf die momentan beliebten Ultrabooks angesehen werden. Der gelingt aber nur bedingt, denn schlussendlich ist das U38DT für die gebotene Leistung etwas zu teuer.

Es brauchte nicht erst die aktuell hippen Zenbooks, damit ASUS überzeugende Subnotebooks im Portfolio hatte, denn auch die U-Reihe weiß schon seit einer ganzen Weile zu überzeugen. Warum dem so ist, das zeigt das U38DT schnell. Das Gehäuse ist zwar keine Unibody-Konstruktion, wie es bei den Zenbooks der Fall ist, fällt aber dennoch dank der Nutzung von fast ausschließlich Aluminium sehr hochwertig aus. So kann sich unser Testkandidat mühelos von vielen Konkurrenten in diesem Segment absetzen. Dank einer maximalen Bauhöhe von 19 mm und einem Gewicht von rund 1,6 kg erweist sich das Vision-Notebook zumindest in dieser Disziplin als hervorragender täglicher Begleiter. Auch anschlussseitig wird einiges geboten. Der Platz ist natürlich limitiert, ASUS verbaut aber drei USB-Anschlüsse und einen HDMI-Port und legt für VGA und RJ45 entsprechende Adapter in den Karton.

Sehr gut hat uns die Tastatur gefallen, die nicht nur eine praktische Hintergrundbeleuchtung aufweist, sondern sich mit gut dimensionierten Tasten und einem Standard-Layout auch sehr gut tippen lässt. Der Druckpunkt überzeugt ebenfalls, könnte aber noch deutlich präziser ausfallen, wenn das Top-Case etwas weniger flexen würde. Als Mausersatz fungiert das großdimensionierte Mauspad, das Multitouch-Eigenschaften aufweisen kann, sehr gut. Einen Touchscreen, wie er für die Windows-8-Bedienung optimal wäre, gibt es indes nicht.
Die Hardware hinterlässt einen durchwachsenen Eindruck. Je nach Anwendung kann man es entweder mit Intels Core-Pentium, dem Pentium 987 oder den kleinen i3-Modellen aufnehmen. Entsprechend wird genügend Leistung für alle rudimentären Anwendungen geboten, darüber hinaus wird es aber recht schnell eng. Die zusätzlich verbaute dedizierte GPU liefert zwar eine deutlich höhere Performance, als man es von den integrierten Grafiklösungen gewohnt ist, High-End-Gaming sollte aber natürlich nicht erwartet werden. Eine gute Leistung konnte die verbaute HDD erzielen.

Der mobile Charakter wird zudem vom eingesetzten Display gut unterstrichen. Das 13-Zoll-Panel besitzt eine matte Oberfläche und ist darüber hinaus ausgesprochen hell und kontrastreich. So ist es problemlos möglich, das U38DT auch in hellen Umgebungen zu nutzen. Nicht vollends überzeugen konnte uns hingegen die Farbabstimmung, die mit knapp 8000 Kelvin deutlich zu kühl ausfällt. Hier sollte dringend nachreguliert werden.

Trotz der Nutzung einer dedizierten GPU in dem kleinen Gehäuse, verkauft sich das U38DT sowohl im Bereich der Hitzeentwicklung als auch bei der Lautstärke sehr gut. Der 13-Zöller überschreitet auch unter Volllast nicht die 40-dB-Marke, ohne dass sich gleichzeitig große Wärmeherde bilden würden. Im Idle wiederum verhindert lediglich die mechanische HDD das Prädikat „lautlos“ – störend ist das U38DT aber zu keinem Zeitpunkt. Hier hat ASUS bei der Gehäusekonzeption alles richtig gemacht.
Etwas enttäuschend fallen die Akkulaufzeiten aus. Im Leerlauf hielt unser Testmuster lediglich rund 3,5 Stunden durch, was in der heutigen Zeit für ein ansonsten sehr mobiles Gerät deutlich zu kurz ist.

Alles in allem macht ASUS beim U38DT sehr vieles richtig und das sehr hochwertige Gehäuse tröstet über die nicht allzu hohe Leistung hinweg. Leider fällt die Akkulaufzeit für ein so mobiles Gerät aber deutlich zu kurz aus.