Seite 3: Ersteinrichtung und Inbetriebnahme

Kurz nach Betätigen des kleinen Power-Tasters an der Front wird der Bootup-Vorgang initiiert und gleichzeitig lautstark begleitet. Das rund 59 dBA laute Startkonzert dauert rund eine Minute, bis der Lüfter dann in den normalen Betriebsmodus wechselt und mitsamt der Festplatten mit leiseren 36,8 dbA vor sich hin werkelt. Dieses Prozedere wiederholt sich leider auch bei jedem Neustart des EX2100. Zur Konfiguration des My Cloud Ex2100 genügt die Anwahl von "wdmycloudex2100" in einem beliebigen Browser. Dort beginnt die Ersteinrichtung mit einem mehrsprachigen Assistenten, der durch die ersten Schritte führt. Diese Inbetriebnahme ist auch per WLAN möglich, sofern sich die Geräte im gleichen Netz befinden. Das Webmenü ist im bekannten Dashboard-Style der vorherigen NAS-Boxen von WD gestaltet und gibt die wesentlichen Informationen (freie Kapazität, Diagnose, Netzwerk-Aktivität, verbundene Geräte/Benutzer und Apps) auf Anhieb wieder. Nach Einrichtung des Administrator-Zugangs kann man auch direkt loslegen, da Western Digital das EX2100 ab Werk bereits mit fertigem RAID1 (ohne Verschlüsselung) ausliefert.

Als erstes haben wir die Firmware auf 1.06.127 angehoben. Mitteilungen über etwaig vorhandene Updates oder ähnliche Systemmeldungen/Warnungen werden dabei in der oberen Menüleiste angezeigt. Dort kann man auf Anhieb auch Details zu den externen Laufwerken sehen. Insgesamt eine sehr praktische Kurzansicht. Im Rahmes des Mehrbenutzerbetriebs lassen sich einzelne User sowie Gruppen anlegen, denen unterschiedliche Zugriffsrechte auf die Ordnerstrukturen gewährt werden können, ebenso wie sich Kontingente aktivieren lassen. Allen Freigabe-Ordnern kann eine optionale Beschreibung gegeben werden, was die Datenablage erleichtert. Sobald Inhalte auf das EX2100 geladen wurden, werden diese automatisch klassifiziert und innerhalb der Kapazitätsanzeige mit MB-Größe als Filme/Fotos/Musik und Andere dargestellt.

Um die verbauten Festplatten einzurichten, genügt die Anwahl des "Speicher"-Symbols. Dort lassen sich die HDDs dann in die RAID-Modi 0/1 und JBOD bzw. Spanning setzen bzw. zwischen einzelnen Modi wechseln oder diese erweitern. Aufgrund der zwei HDD-Slots sind Erweiterungs- und Wechsel-Szenarien natürlich nur sehr eingeschränkt. Vor Beginn der eigentlichen Allokation wird auf den Platten ein verbindlicher Selbsttest im Schnellverfahren durchgeführt, der rund zwei Minuten dauert. Die Repartitionierung/Formatierung erlaubt keinerlei Abkürzungen, die einzige Benutzeroption besteht in der Aktivierung/Deaktivierung der Verschlüsselung.

Die benötigte Einrichtungszeit der jeweiligen RAID-Level haben wir in der folgenden Grafik festgehalten:

Western Digital My Cloud EX2100

Einrichtungszeit

m
Weniger ist besser

Die Einrichtungszeiten sind nicht unbedingt sehr schnell, angesichts des einmaligen Aufwands jedoch erträglich. Auffällig ist erneut, dass die JBOD-Einrichtung bei Auswahl beider Platten nicht parallel durchgeführt wird, sondern sequentiell. Daher dauert dieses Setup mit aktivierter Verschlüsselung am längsten. Die Verschlüsselung basiert dabei immer auf dem gesamten Volume.